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Frankfurt führt 2G-Bändchen zum Einkaufen ein

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Von: Kim Hornickel

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Nun soll in Frankfurt die 2G-Regelung mithilfe von Bändchen einfacher kontrolliert werden können. (Archivbild)
Nun soll in Frankfurt die 2G-Regelung mithilfe von Bändchen einfacher kontrolliert werden können. (Archivbild) © Arne Dedert/dpa

In Frankfurt werden ab Montag (27.12.2021) 2G-Bändchen zum Shoppen eingeführt. Was Kunden beachten müssen.

Frankfurt – Sie sollen das Einkaufen angenehmer machen – die bunten 2G-Corona-Bändchen. Mit ihnen steht den geimpften und genesenen Kunden jede Ladentür offen. Anstatt umständlich nach Papieren kramen zu müssen oder das Handy mühsam zu entsperren, reicht eine kurze Armbewegung. Einmal den Ärmel zurückschlagen und das neonfarbene Bändchen präsentieren, das macht die Kontrollen in Frankfurt – so die Hoffnung der Stadt – in Zukunft einfacher und schneller.

Ab Montag, den 27. Dezember, soll die neue Regel gelten. Das Tragen der Bändchen ist dann zwar möglich, aber keine Pflicht. Damit folgt Frankfurt dem Konzept vieler hessischer Städte, die sich bereits für die Bändchen entschieden haben. „Ziel ist es, die 2G-Zutrittskontrolle im Einzelhandel zu vereinfachen“, teilte die Stadt am Donnerstag (23.12.2021) mit. Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Farben wöchentlich gewechselt. Außerdem müssten der Personalausweis sowie der 2G-Corona-Nachweis auch weiterhin mitgenommen werden. Kontrollen seien jederzeit möglich, erklärte das Ordnungsamt.

Corona-Kontrollen in den Geschäften: Bändchen sollen 2G-Regel in Frankfurt einfacher machen

Die Stadt setzt große Hoffnungen in die kleinen Nachweise. „Damit sorgen wir dafür, dass lange und enge Warteschlangen vor den Geschäften zum Jahresende weitgehend vermieden werden“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. Außerdem erklärte die Stadt in einer Pressemitteilung, dass die Bändchen „an allen beteiligten Verkaufsstätten im Stadtgebiet“ gelten werden.

Die Bändchen sollen den Handel in Frankfurt ankurbeln, eine Erfolgsgarantie gibt es dafür jedoch nicht. Dabei seien die Einzelhändler gerade in der Corona-Pandemie auf Mehreinnahmen angewiesen, so der Oberbürgermeister. „Aktuell gilt es dem stationären Handel in der Innenstadt und in den Stadtteilen, der bis zu 50 Prozent Umsatzrückgang hatte, pragmatisch und schnell zu helfen“, sagt Feldmann.

Doppelte Belastung an Weihnachten: Einzelhändler in Frankfurt kämpfen mit Einbußen und Kontrollen

Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst wies neben den finanziellen Einbußen der Einzelhändler durch die Corona-Pandemie auf die zusätzlichen Strapazen durch die Kontrollen in den Geschäften hin. „Die bisherige Kontrolle des 2G-Status in jeder Verkaufsstätte hat viele Einzelhändlerinnen und Einzelhändler stark belastet“, betonte Wüst. Mit rund 6000 bis 9000 Besuchern pro Stunde sei das auf der Zeil eine kräftezehrende Aufgabe, so die Stadt.

Auch der Handelsverband Hessen steht hinter der Bändchen-Regelung für Frankfurt und überdenkt schon den nächsten Schritt. Joachim Stoll, Vizepräsident des Handelsverbands Hessen und der IHK Frankfurt, sagte dazu, „eine nachfolgende Erweiterung der Akzeptanz des Bändchens auf Gastronomie, Hotellerie und die Kultur wäre ein weiterer Schritt, um allen Besuchern ein echtes Frankfurt-Erlebnis zu schaffen“. (Kim Hornickel mit dpa)

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