T-Shirts und Bierdeckel mit Corona-Motiv

Frankfurter Unternehmen stellt ungewöhnliche Corona-Accessoires her

  • Holger Vonhof
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Die Corona-Krise als künstlerische Inspiration: Ein Frankfurter Unternehmen begeistert mit ungewöhnlichen Artikeln.

  • Ein Unternehmen aus Frankfurt stellt Corona-Accessoires her 
  • Die ungewöhnlichen Ideen begeistern
  • Unter anderem stellt das Unternehmen T-Shirts und Bierdeckel

Frankfurt - Mundschutz und Schlauchschal sind in Corona-Zeiten längst zum Mode-Accessoire geworden, über das man auch augenzwinkernd Botschaften vermittelt. Der „Babbel“-Schlauchschal der Höchster Textildruckerei Grafik-Idee („Babbel mich net voll und wasch dei Händ“) hat weit über Höchst hinaus für Furore gesorgt. 

Selbst der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat einen „Babbel“-Schlauchschal. Auch die Mundschutze mit dem Höchster Rad oder dem Sossenheimer Wappen verkaufen sich gut.

Unternehmen aus Frankfurt: Corona-Thema künstlerisch  umgesetzt

Einzigartig ist aber die Breite der Kollektion mit Corona-Druckkunst, die der Sossenheimer Unternehmer Manuel Tiedemann verkauft: Zusammen mit dem Künstler Peter Kullmann hat er zum grafisch gestalteten Mundtuch oder Morf auch gleich eine T-Shirt-Kollektion im Angebot. Zu den Zeugnissen der Zeit, über die man sich in einigen Jahrzehnten wohl wundern wird, gehört auch gerahmte Corona-Kunst - auf Toilettenpapier!

"Peter Kullmann hat 35 Unikate erstellt; wir haben sie dann gerahmt. Jüngst haben wir ein Toilettenpapier-Bild nach Mainz verkauft", berichtet Tiedemann. Der gebürtige Hamburger, der inzwischen auch der Interessengemeinschaft Sossenheimer Gewerbetreibender (ISG) vorsteht, hat mit Mode-Accessoires, Tassen, Bierdeckeln und Buttons den Nerv der Zeit offenbar getroffen.

Frankfurt: Unternehmer macht Mode-Accessoires für Corona-Zeit

Seine über die Webseite Shirtträger verkauften Produkte finden nun nicht mehr nur Abnehmer in Sossenheim oder Eschborn - wie etwa das T-Shirt zur 800-Jahr-Feier Sossenheims im vergangenen Jahr oder das Unterstützer-Leibchen für die Sossenheimer Kerbeburschen. 

Ein Unternehmen aus Frankfurt stellt ungewöhnliche Corona-Accessoires her. Das bedruckte T-Shirt zeigt ein Problem, das nicht nur der rechte Bembe hatl: "Homoffizz" ist auf Dauer nicht sonderlich gut für die Figur.

Mehrere Stadtteil- oder Ortswappen hat Tiedemann hochwertig aufgearbeitet und auf T-Shirts oder Hoodies gedruckt, aber die Corona-Kollektion gehört in den Bereich der Textil-Kunst: Peter Kullmann hat typische Corona-Situationen, etwa die Abstandsregelung, aufgegriffen und künstlerisch-cartoonistisch umgesetzt. So mahnt etwa ein Bembel zwei Gerippte, doch bitte Abstand zu halten. Die entgegnen: "Mir gehörn zusamme!" Und ein besonders bauchiger Bembel muss zugeben: "Homoffizz" schlägt auf die Taille.

Frankfurter Unternehmen: Mode mit Corona-Motiven

Peter Kullmann, der mit seinen Zeichnungen und Grafiken seit Jahren auch die Sossenheimer Vereine und besonders den Kultur- und Förderkreis unterstützt, hat so in Zeiten, da seine ansonsten gut frequentierten Malkurse nicht stattfinden können, eine weitere Betätigung gefunden. 

T-Shirts und Mundschutz werden nachproduziert, aber die handbemalten Toilettenpapier-Blätter sind limitiert - und schon jetzt Sammlerstücke. So wird das Toilettenpapier zur Wertanlage. Die Maskenpflicht in der Bahn sorgt in Frankfurt immer wieder für Ärger.

Rubriklistenbild: © Reuß

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