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Frankfurter Gastwirt wettert über 2G-Regel: „Wir können so nicht existieren“

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Von: Teresa Toth

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Mit den verschärften Regeln und weniger Gästen befürchtet der Betreiber des Restaurants „Zum gemalten Haus“ in Frankfurt erneute Kurzarbeit.
Mit den verschärften Regeln und weniger Gästen befürchtet der Betreiber des Restaurants „Zum gemalten Haus“ in Frankfurt erneute Kurzarbeit. © Boris Roessler/dpa

Die neuen Corona-Regeln machen der Gastronomie zu schaffen. So auch dem bekannten Gastwirt Andreas Rumpf, der die Apfelweinwirtschaft „Zum Gemalten Haus“ in Frankfurt betreibt.

Frankfurt – Die Corona-Lage verschärft sich zunehmend. Um die Pandemie einzudämmen, gelten daher seit Donnerstag (25.11.2021) neue Corona-Regeln, die unter anderem auch Restaurants betreffen. Lange durften Gastwirte nach eigenem Ermessen entscheiden, ob sie die 3G-Regel oder 2G-Regel anwenden – damit ist jetzt jedoch Schluss.

Dem neuen Beschluss zufolge dürfen Restaurants nun nur noch das 2G-Modell anwenden. Das heißt, nur geimpfte und genesene Personen haben Zutritt. Zudem müssen Abstandsregeln und die Maskenpflicht eingehalten werden. Möchten Betreiber dies umgehen, können sie darüber hinaus 2G plus anbieten: Abstandsregeln und Maskenpflicht entfallen dann, allerdings müssen die geimpften und genesenen Gäste einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorzeigen. Andreas Rumpf, ein bekannter Gastwirt aus Frankfurt, ist von den neuen Maßnahmen frustriert.

Corona-Regeln in Frankfurt: Durch 2G-Regel weniger Gäste im „Gemalten Haus“

Rumpf betreibt das Restaurant „Zum gemalten Haus“, eine der ältesten und traditionellsten Apfelweinwirtschaften in Frankfurt. Mit dem 3G-Modell kam er noch einigermaßen zurecht, doch durch 2G hat der Gastwirt das Gefühl, Menschen ausschließen zu müssen: „Bislang haben wir 3G angewendet, das passt vom Sozialgefüge eher zum Apfelwein, der eigentlich für alle Leute da ist. Jetzt müssen wir noch engmaschiger kontrollieren. Wir verzichten auf den zweiten Ein- und Ausgang. Alle müssen vorne herum. Es gibt viele Leute, die sich darüber beschweren“, kritisiert Rumpf in einem Bericht der Hessenschau.

Die Apfelweinwirtschaft gilt in Frankfurt als Ort für nette kleine Zusammenkünfte – doch mit den neuen Regeln ist das kaum noch möglich. „Die Leute kommen eigentlich zu uns, um gemütlich zusammenzusitzen. Aber sie sind unsicher, und es ist ihnen zu viel Aufwand, um etwas Kleines zu essen oder Apfelwein zu trinken.“ Mit den ausbleibenden Gästen fehle es der Wirtschaft in Frankfurt an Einnahmen und Trinkgeld für die Kellner.

Nachdem Rumpf viele seiner Angestellten aus der Kurzarbeit herausholen konnte, ist er über die Zukunft seiner Gastwirtschaft und seiner Angestellten nun besorgter denn je. „Wir können so nicht existieren. Die Kellner leben vom Umsatz und ihrem Trinkgeld. Wir haben uns gerade ein bisschen aus der Kurzarbeit herausgearbeitet, rutschen aber jetzt wieder rein. Und wir befinden uns, glaube ich, eher am Anfang vom Tunnel als am Ende“, so Andreas Rumpf. (tt)

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