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Ein Corona-Ausbruch hat in Frankfurt die Infektionszahlen nach oben getrieben. Beim Sport wird derweil zu ungewöhnlichen Mitteln gegriffen.

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Großer Corona-Ausbruch in Frankfurt: Weiterhin höchste Inzidenz in Hessen

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  • Kerstin Kesselgruber
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  • Marcel Richters
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In Frankfurt gab es einen großen Corona-Ausbruch. Jetzt hat das Ministerium aktuelle Zahlen veröffentlicht. Die 7-Tage-Inzidenz ist weiterhin hoch.

  • Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus klettern in Frankfurt weiter, es hat einen großen Corona-Ausbruch gegeben.
  • Das Gesundheitsamt hat Maßnahmen aufgrund der Lage in Frankfurt bekannt gegeben.
  • Frankfurt hat weiterhin die höchste 7-Tage-Inzidenz in Hessen.

Update vom Sonntag, 04.10.2020, 14.12 Uhr: Nach dem großen Corona-Ausbruch in einer Unterkunft für Geflüchtete, ausländische EU-Bürger und Obdachlose in Frankfurt geht die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt am Wochenende leicht zurück. Am Sonntag (04.10.2020) lag der Wert, der die Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen beschreibt, laut Zahlen des hessischen Sozialministeriums bei 38,3. Am Samstag (03.10.2020) hatte er noch 43,1 betragen, am Freitag (02.10.2020) 41,4. Damit hat die Stadt Frankfurt weiterhin die höchste 7-Tage-Inzidenz in Hessen. Ab einem Wert von 50 müssten strengere Maßnahmen ergriffen werden.

Am Sonntag meldet das Ministerium für Frankfurt eine Gesamtzahl von 3635 Corona-Infizierten. Das sind 6 mehr als noch am Samstag (3629) und 64 mehr als am Freitag (3571). Die Zahl der Toten in Frankfurt bleibt unverändert: 71 Menschen sind bereits an Covid-19 gestorben.

Corona-Ausbruch in Gemeinschafts-Unterkunft in Frankfurt

+++ 14.27 Uhr: In einer Unterkunft für Geflüchtete, ausländische EU-Bürger und Obdachlose in Frankfurt hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Insgesamt sind 114 Menschen infiziert, von ihnen zeigt mehr als Hälfte allerdings keine Symptome. Die Infizierten und ihre Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne.

Darüber hinaus hat die Stadt Frankfurt bekannt gegeben, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen. So soll es vermehrte Testungen in der betroffenen Einrichtung geben. Außerdem ist geplant, die Einhaltung der Maskenpflicht mit Übersetzern zu kommunizieren und deren Einhaltung ebenso wie die der Hygienevorschriften strikter zu kontrollieren.

Corona-Ausbruch ohne Auswirkungen auf Spiel von Eintracht Frankfurt

Außerdem wird die Stadt Frankfurt in den Corona-Planungsstab des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration eingebunden. Dennoch sieht Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) keinen Grund zur Beunruhigung: „Wir befinden uns seit heute in der 3. Eskalationsstufe. Das Infektionsgeschehen ist nicht in der breiten Fläche zu finden, sondern kann zu einem erheblichen Teil auf ein konkretes lokales Ereignis eingegrenzt werden.“

Daher soll es auch keine neuen Beschränkungen für das Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen die TSG Hoffenheim am Samstag geben. „Wir sehen keine Überschneidungen zwischen dem lokalen Infektionsgeschehen und den Gästen des Eintracht-Frankfurt-Spiels. Daher ist eine Reduktion der Zuschauerzahlen infektiologisch nicht notwendig“, erklärte der stellvertretende Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes Antoni Wlaczok.

Viele Corona-Infektionen in Unterkunft in Frankfurt

Update von Freitag, 02.10.2020, 11.01 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Frankfurt ist zuletzt sprunghaft angestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für Freitag (02.10.2020) eine 7-Tage-Inzidenz von 42,3. Am Donnerstag (01.10.2020) hatte dieser Wert noch bei 25,3 gelegen. Die Inzidenz gibt an, wie viele Personen pro 100.000 Einwohner sich binnen sieben Tagen mit dem Virus infiziert haben.

Grund für den starken Anstieg der Corona-Infektionen ist nach Angaben des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt ein Ausbruch in einer Gemeinschaftsunterkunft. In der Unterkunft sind Geflüchtete, ausländische EU-Bürger und Obdachlose untergebracht. Dort sind aktuell 90 Infektionen registriert. Laut einer Sprecherin des Gesundheitsamtes sind die Betroffenen in andere Unterkünfte in Quarantäne gebracht worden.

Stadt Frankfurt berät über neue Corona-Maßnahmen

Unklar ist, ob für ganz Frankfurt neue Corona-Maßnahmen in Kraft treten sollen. Da die Stadt den Warnwert des Landes Hessen bei einer Inzidenz von 35 überschritten hat, wären „erweiterte Maßnahmen“ notwendig. So sieht es das Konzept des Landes vor. Nach Angaben der Stadt wird am Freitagvormittag in einem Krisenstab über das weitere Vorgehen beraten.

262 akute Corona-Infektionen in Frankfurt am Dienstag

Update von Dienstag, 29.09.2020, 14.00 Uhr: Jetzt hat das Gesundheitsamt auch die aktuellen Corona-Zahlen für Frankfurt veröffentlicht (Stand 29.9.2020, 6.30 Uhr). In Frankfurt sind derzeit 262 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Pandemie-Beginn 3403 Menschen aus Frankfurt positiv auf das Virus getestet.

Weiterhin gibt es in Frankfurt insgesamt 71 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Auch die Zahlen zu den Kontaktpersonen, die sich derzeit in Corona-Quarantäne befinden, hat das Gesundheitsamt veröffentlicht: Insgesamt stehen in Frankfurt derzeit 567 Menschen unter häuslicher Quarantäne.

Hoher Corona-Anstieg in Frankfurt: Gesundheitsamt ermittelt Quellen des Corona-Ausbruchs

Erstmeldung von Dienstag, 29.09.2020: Frankfurt – Zuletzt sind die Corona-Neuinfektionen in Frankfurt wieder stark angestiegen. Insgesamt sind über das vergangene Wochenende 116 neue Fälle des Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet worden, so das Gesundheitsamt Frankfurt. Die Angst vor weiteren Hotspots wächst. Doch wo haben sich die Menschen mit dem Virus angesteckt? Ein Überblick.

Corona in Frankfurt: Hotspot DHL-Verteilerzentrum als Ausgangspunkt

Wie das Gesundheitsamt via Pressemitteilung mitteilt, spielt der Corona-Ausbruch im DHL-Verteilerzentrum in Obertshausen* (Kreis Offenbach) auch bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Frankfurt eine große Rolle. Bisher hätten sich über 30 Kontaktpersonen aus Frankfurt infiziert.

Betroffen sei hiervon auch eine Gemeinschaftsunterkunft in Frankfurt. Die 30 positiv getesteten Personen sowie Familienangehörige und weitere Kontaktpersonen seien bereits in Hotels und andere Unterkünfte in Quarantäne gebracht worden. Glücklicherweise sei keiner der Betroffenen schwer erkrankt, meldet das Gesundheitsamt. Corona-Tests werden in der Gemeinschaftsunterkunft in Frankfurt weiterhin ebenso durchgeführt wie bei Kontaktpersonen.

Corona-Ausbruch in Frankfurt: Betstunde einer freikirchlichen Gemeinde und Reiserückkehrer

Wie das Gesundheitsamt weiter angibt, konnte für zwölf weitere Corona-Neuinfektionen in Frankfurt der Ursprung identifiziert werden. „Ein weiteres Cluster mit bisher 12 positiven Sars-CoV-2-Fällen geht auf eine Betstunde in einer freikirchlichen Gemeinde zurück“, heißt es in der Pressemitteilung. Schon vor einigen Monaten hatte es viele Corona-Infektionen nach einem Gottesdienst in Frankfurt gegeben.

Ein weiterer Teil des Corona-Ausbruchs in Frankfurt könne nach Auskunft des Gesundheitsamtes auf Reiserückkehrer zurückgeführt werden. Insgesamt neun Menschen seien in diesem Zusammenhang positiv getestet worden.

Corona-Hotspot in Frankfurt? Auch Schulen und Kitas von Neuinfektionen betroffen

Auch in Schulen und Kitas in Frankfurt gibt es weiterhin Corona-Infektionen, so das Gesundheitsamt. Derzeit gebe es an einigen weiterführenden Schulen bzw. berufsbildenden Schulen elf Neuinfektionen. Außerdem gebe es in Kitas in Frankfurt insgesamt drei neue Infektionen mit dem Coronavirus. Dabei hätten sich sowohl Kinder als auch Erwachsene infiziert.

Stadtrat Stefan Majer äußert sich angesichts der Corona-Zahlen in Frankfurt besorgt: „Wir sehen gerade jetzt, wie schnell die Infektionszahlen sich wieder nach oben bewegen. Es ist mir unverständlich, wie sorglos viele Menschen mit der immer noch bedrohlichen Situation umgehen. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich, sich und andere zu schützen.“

Außerdem warnt der Stadtrat eindringlich in der Pressemitteilung des Gesundheitsamts: „Verschärfte Maßnahmen und zusätzliche Einschränkungen wären die zwangsläufige Folge der neuen Sorglosigkeit, obwohl wir uns die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und psychischen Kosten eines erneuten Lockdowns schwerlich leisten können.“ (slo) *op-online.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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