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Corona-Fälle in Kitas nehmen zu: Was es bei den Quarantäne-Regeln zu beachten gibt

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Von: Erik Scharf

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Die Corona-Situation in den Kitas in Frankfurt ist angespannt. Nicht überall wird intensiv getestet. (Symbolbild)
Die Corona-Situation in den Kitas in Frankfurt ist angespannt. Nicht überall wird intensiv getestet. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

Die Omikron-Welle sorgt auch in den Kitas in Frankfurt für hohe Fallzahlen – trotz verkürzter Betreuungszeiten und verschärfter Regeln. Diese Quarantäne-Regeln gelten aktuell.

Frankfurt – Kleinkinder im Alter von bis zu fünf Jahren sind auch zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie dem Virus noch immer schutzlos ausgeliefert. Es ist noch nicht absehbar, wann es auch für die jüngste Altersgruppe einen Impfstoff gibt. Derweil läuft der Betrieb in den Kitas in Frankfurt auch während der Omikron-Welle weiter.

Die einzige Einschränkung in vielen Kitas in Frankfurt ist derzeit die Betreuungszeit. Die Randzeiten der Betreuung werden in der überwiegenden Zahl der Einrichtungen momentan nicht angeboten. Das hat zwei Gründe. Ein Grund ist, dass die Gruppen innerhalb der Kitas nicht durchmischt werden sollen. Weil zu den Randzeiten von Kita-Öffnung bis 8 Uhr und ab dem Nachmittagsmodul normalerweise weniger Kinder in der Kita sind, würden diese außerhalb einer Pandemie quasi als eine Gruppe betreut – und nicht mehr in ihrer Stammgruppe. In Corona-Zeiten ist dieses Vorgehen kontraproduktiv. Seit November 2021 gilt diese Vorgabe im Hygienekonzept des hessischen Sozialministeriums.

Corona in Frankfurt: Fallzahlen in Kitas steigen rasant – verkürzte Betreuungszeiten

Manche Kitas bieten die Betreuung innerhalb der festen Gruppe zwar an, oft fehlt in den Kitas in Frankfurt aber – das ist der zweite Grund – dafür schlicht das Personal. Die Folge: Eltern können ihre Kinder am Morgen später in die Kita bringen und müssen sie am Nachmittag früher abholen. Gerade bei berufstätigen Eltern führt das oft zu Problemen.

Unterdessen steigen die Fallzahlen in den Kitas in Frankfurt. Eine Folge ist, dass die Stadt Frankfurt schon am 17.01.2022 mitteilte, dass „aufgrund des derzeit hohen Fallaufkommens ist eine Einzelfallbearbeitung durch das Gesundheitsamt bis auf Weiteres nicht mehr möglich“ sei. Eine Anfrage beim Gesundheitsamt zu aktuellen Fallzahlen blieb bis zum Freitagmittag noch unbeantwortet.

Corona in Frankfurt: Diese Quarantäne-Regeln gelten für Kita-Kinder, Personal und Kontaktpersonen

Wird bei einem Kita-Kind oder einem Erzieher eine Corona-Infektion nachgewiesen, gelten in Frankfurt derzeit folgende Quarantäneregeln:

In bestimmten Fällen müssen Kontaktpersonen von mit Corona infizierten Kita-Kindern oder Kita-Personal nicht in Quarantäne. Das gilt für:

Geschwisterkinder und Einzelkinder können bei positivem Selbsttest eines Haushaltsangehörigen weiterhin die Einrichtung besuchen, wenn sie symptomfrei sind, heißt es in den Corona-Regeln der Stadt Frankfurt.

Kitas in Frankfurt: Keine einheitliche Regelung bei Corona-Tests

Anders als bei den Quarantäneregeln gibt es bei den Corona-Tests in Kita in Hessen und Frankfurt keine einheitlichen Regeln. Die Tests werden zwar zur Hälfte vom Land und zur Hälfte von der Stadt bezahlt, wofür die Stadt Frankfurt 1,9 Millionen Euro bereitstellte. Weil sie diese aber zentral besorgen und eine Ausschreibung machen muss, sei der bürokratische Aufwand sehr groß, hieß es von der Stadt. Die Träger der Kitas in Frankfurt handhaben die Corona-Tests unterschiedlich.

Ob und wie in den Kitas in Frankfurt getestet wird, beispielsweise mit Lolli- oder PCR-Tests, entscheiden die Träger selbst – nicht selten gehen damit kontroverse Diskussionen mit den Eltern einher. (esa)

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