Bundespolizisten am Hauptbahnhof München
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Die Polizei Frankfurt wird nun von der Bundespolizei bei Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln unterstützt. (Symbolbild)

Corona-Pandemie

Corona in Frankfurt: Strenge Kontrollen – Jetzt kontrolliert die Bundespolizei

  • Luisa Ebbrecht
    vonLuisa Ebbrecht
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Die Corona-Lage ist in Frankfurt unvermindert ernst. Die Zahl der Neuinfektionen steigt weiter. Deshalb wird die Polizei der Stadt Frankfurt nun durch die Bundespolizei bei ihren Corona-Kontrollen unterstützt.

  • Die Corona-Fallzahlen in Hessen steigen weiter an.
  • Bundespolizei ist nun unterstützend in Frankfurt für Corona-Kontrollen.
  • Die Stadt Frankfurt verlängert die Maskenpflicht an Schulen.

+++ 16.57 Uhr: Die Polizei in Frankfurt wird ab heute (13.11.2020) durch zwölf Einsatzkräfte der Bundespolizei bei den Corona-Kontrollen in der Stadt verstärkt. Sie unterstützen die Arbeit der Frankfurter Polizei und die der Stadtpolizei bei den Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln in den Abend- und Nachtstunden am Freitag und Samstag. Das ist einer Pressemeldung der Polizei zu entnehmen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt dazu: „Die Unterstützung durch die Bundespolizei kommt zur richtigen Zeit. Wir haben jetzt die Chance, das Virus einzudämmen. Dazu müssen sich aber alle an die Regeln halten.“

Update vom Freitag, 13.11.2020, 14.37 Uhr: Die Allgemeinverfügung der Stadt Frankfurt zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus ist bis zum 30. November verlängert worden. Damit bleibt die Maskenpflicht an Schulen ab der Jahrgangsstufe fünf und in der Innenstadt von Frankfurt bestehen. Außerdem ist der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum weiterhin von 23 bis 6 Uhr verboten.

Die Corona-Zahlen sind in Frankfurt in den vergangenen Tagen und Wochen stark gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 290,4. Insgesamt haben sich im Stadtgebiet bisher 11.875 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Es gab bereits 136 Todesfälle. Das meldet das Robert-Koch-Institut.

Ausbruch des Coronavirus in zwei Frankfurter Pflegeheimen

Update vom Donnerstag, 12.11.2020, 16.59 Uhr: Zu einem Ausbruch des Coronavirus ist es in zwei Frankfurter Pflegeheimen des evangelischen Gesundheitskonzerns Agaplesion gekommen. 68 Bewohner und Mitarbeitende seien nach Informationen des epd positiv auf Covid-19 getestet worden.

Demnach seien 28 Bewohner und 22 Mitarbeiter des „Oberin Martha Keller Haus“ mit dem Coronavirus infiziert, im Pflegeheim „Haus Saalburg“ wurden laut epd 13 Bewohner und fünf Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet. Zwei der Bewohner müssten im Krankenhaus versorgt werden. Alle weiteren Infizierten hätten einen milderen Krankheitsverlauf.

Corona in Frankfurt: Besuchsverbot in Pflegeheimen

Damit weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus verhindert werden können, herrsche in beiden Häusern vorübergehend Besuchsverbot.

+++ 19.47 Uhr: Die Lage in Frankfurt spitzt sich zu. Die Corona-Neuinfektionen stiegen zuletzt sprunghaft an. Mit der steigenden Zahl der Infizierten nehmen auch die intensivmedizinischen Behandlungen zu. Die Kliniken in Frankfurt sind wegen Corona in Alarmbereitschaft.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes liegt die Auslastung der Intensivbetten zum aktuellen Zeitpunkt (09.11.2020) in Frankfurt bei 90 Prozent. 30 Prozent sind davon mit beatmungspflichtigen Patienten belegt. „Die Lage ist angespannt“, sagte Prof. Thorsten Steiner, Chefarzt der Neurologie am Klinikum Höchst Ende Oktober. Schon zu diesem Zeitpunkt waren die Kliniken in Alarmbereitschaft.

Corona-Maskenpflicht gilt weiter in Frankfurt

+++ 17.06 Uhr: In ausgewiesenen Teilen des Frankfurter Stadtgebiets müssen Fußgänger auch zukünftig eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Den Eilantrag eines Mannes gegen eine von der Stadt zur Eindämmung der Corona-Pandemie angeordnete Maskenpflicht hat das Verwaltungsgericht in Frankfurt abgelehnt, wie es in einer Mitteilung von Montag (9.11.2020) heißt. Aus „übergeordneten Gründen des Gemeinwohls“ sei die Maskenpflicht hinzunehmen, begründeten die Richter ihre Entscheidung.

Der Mann, der in einem der von der Maskenpflicht betroffenen Stadtteile wohnt, hatte laut Gericht argumentiert, dass die großflächige Einbeziehung von Wohngebieten und Parks willkürlich sei. Die Richter urteilten jedoch, dass ein abgegrenztes Gebiet, in dem einzelne Seitenstraßen nicht ausgenommen werden, einprägsam sei und relativ klar zeige, wo in Zeiten der Corona-Pandemie eine Maske zu tragen sei.

Corona in Frankfurt: Deutlicher Wirtschaftseinbruch im Frühjahr 2020 zu verzeichnen

+++ 15.26 Uhr: Die Wirtschaft in Frankfurt ist durch die Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 deutlich eingebrochen. Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, sei die Zahl der Personen in Kurzarbeit von 250 im Februar 2020 auf 56.000 im Folgemonat März gestiegen. Das bedeutet, dass fast jeder zehnte sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in der ersten Welle der Corona-Pandemie in Frankfurt in Kurzarbeit gegangen ist.

Corona in Frankfurt: Enormer Arbeitsausfall im Frühjahr 2020

„Gleich zu Beginn der Corona-Pandemie waren viele Beschäftigte auf dem Frankfurter Arbeitsmarkt direkt von den wirtschaftlichen Folgen betroffen“, stellt der für die Frankfurter Statistik zuständige Dezernent Jan Schneider (CDU) fest. Je nach Branche habe es die Arbeitnehmer allerdings unterschiedlich stark getroffen. Der überwiegende Teil der Personen in Kurzarbeit stammte nach Informationen der Stadt Frankfurt aus den Branchen Handel, Verkehr und Lagerei (53,1 Prozent), Dienstleistungen (20,7 Prozent) und Gastgewerbe (18,4 Prozent). Die Betriebe des verarbeitenden Gewerbes, der Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie der öffentliche Sektor meldete für ihre Beschäftigten weitaus seltener Kurzarbeit an.

„Der Arbeitsausfall in Frankfurt zu Beginn der Coronakrise war enorm“, kommentiert Stadtrat Schneider die für März 2020 vorliegenden Zahlen. Wie die Stadt weiter mitteilt, sie die Arbeitslosenquote in Frankfurt im Zeitraum März bis August zudem von 5,2 auf 7,7 Prozent gestiegen.

Trotz verschärfter Corona-Regeln steigt die Inzidenz in Hessen weiter an.

Dramatische Corona-Fallzahlen in Frankfurt: Viele Neuinfektionen am Wochenende

Update vom Montag, 09.11.2020, 08.18 Uhr: Die Corona-Lage in Frankfurt bleibt angespannt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 298 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und einen weiteren Todesfall (Stand 09.11.2020, 0 Uhr). Seit Beginn der Pandemie wurden damit bisher 10.699 Fälle registriert. Verstorben sind bislang 123 Menschen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 291,6 pro 100.000 Einwohner.

Am vergangenen Wochenende war die Zahl der Neuinfektionen in Frankfurt dramatisch gestiegen. Am Samstag wurden fast 600 neue Fälle bestätigt, am Sonntag noch 426. Von Kommunen selbst gemeldete Werte können von den Zahlen des Robert Koch-Instituts abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des hessischen Sozialministeriums in Wiesbaden.

Corona in Frankfurt: Mehr als 1000 Neuinfektionen am Wochenende – Inzidenz steigt drastisch an

Update vom Sonntag, 08.11.2020, 09.49 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Frankfurt steigt weiter enorm an. Nachdem das Hessische Ministerium für Soziales und Integration am Samstag (07.11.2020) bereits 587 neue Corona-Fälle gemeldet hatte, sind seitdem laut Zahlen des Robert Koch-Instituts weitere 426 Corona-Infektionen hinzugekommen (Stand Sonntag, 08.11.2020, 0 Uhr).

Insgesamt wurden somit allein am Wochenende mehr als 1.000 Corona-Neuinfektionen festgestellt. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt in Frankfurt inzwischen 289,1 – am Vortag hatte sie noch bei 262,9 gelegen.

DatumCorona-Neuinfektionen in Frankfurt
Sonntag, 01. November 179
Montag, 02. November381
Dienstag, 03. November188
Mittwoch, 04. November261
Donnerstag, 05. November285
Freitag, 06. November 199
Samstag, 07. November587
Sonntag, 08. November426

Corona in Frankfurt: Fast 600 Fälle in 24 Stunden

Erstmeldung vom Samstag, 07.11.2020, 18.45 Uhr: Frankfurt ‒ Wie in ganz Hessen steigen die Corona-Fallzahlen auch in Frankfurt weiter dramatisch an. Allein am Samstag (07.11.2020) meldet das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fast 600 neue Corona-Fälle - 587 waren es genau. Zum Vergleich - für ganz Hessen werden 2.111 (Stand: 07.11.2020) Neuinfektionen gemeldet.

Die steigenden Zahlen beschäftigen nun auch das Stadtparlament in Frankfurt. Bei einer Sitzung am Donnerstagabend (05.11.2020) ist Corona fast das einzige Thema. „Es ist eine echte Notsituation, es ist kein Spaß“, so Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Er kündigt an: Wenn es jetzt nicht gelingt, das Virus zu stoppen, wird bald die Maskenpflicht auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Die möglichen Verschärfungen sorgen allerdings auch für Kritik.

Corona in Frankfurt: Scharfe Kritik an Gesundheitsamt und Maskenpflicht

Für Empörung sorgt beispielsweise der Fraktionschef der Bürger für Frankfurt (BFF) Mathias Mund. Er schimpft über die Maskenpflicht und fragt, warum es bei Grippewellen in den vergangenen Jahren keine Einschränkungen von Grundrechten gegeben habe. Stefan Majer bezeichnet den Beitrag als „hanebüchen und gefährlich“.

Martin Kliehm (Die Linke) kritisiert, dass nicht alle Stellen im Gesundheitsamt in Frankfurt besetzt seien. Spätestens im Sommer hätte die Stadt dort mit den Vorbereitungen für die zweite Welle beginnen müssen. Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) weist den Vorwurf allerdings zurück: „Wir haben definitiv nichts kaputtgespart.“ Das Coronavirus könne unter Kontrolle gebracht werden, „wenn wir in dieser Stadt konsequent mit dem Thema Maske umgehen“.

Frankfurt: Corona-Fallzahlen erreichen Höchstwerte

Die Entwicklung der Corona-Fallzahlen in der Stadt Frankfurt ist alarmierend. Während sich am letzten Sonntag (01.11.2020) noch 179 Frankfurter mit dem Virus ansteckten, sind es am heutigen Samstag (07.11.2020) schon 587 Personen. In den letzten 7 Tagen haben sich insgesamt 2.009 Menschen im Stadtgebiet angesteckt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 262,9. Wie sich die Zahlen entwickeln, bleibt unklar. Für die Erfolgsmessung des „Lockdown -Light“ ist es auf jeden Fall noch zu früh. (Luisa Ebbrecht)

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