Während der Corona-Pandemie muss Arbeit und Kinderbetreuung häufig am selben gelingen. (Symbolbildsammlung)
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Während der Corona-Pandemie muss Arbeit und Kinderbetreuung auch in Frankfurt häufig am selben Ort gelingen. (Symbolbild)

Neue Erstattungs-Regeln

Kitas in Frankfurt: Wer zu Hause betreut, kriegt sein Geld komplett zurück

  • Matthis Pechtold
    vonMatthis Pechtold
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Die Stadt Frankfurt will in der Corona-Pandemie Eltern erneut entlasten. Geld zurückbekommen soll sogar, wer seinen Nachwuchs durchgehend betreuen lässt.

  • Die Stadt Frankfurt will Eltern finanziell entlasten und Kosten für die Kita-Betreuung rückerstatten.
  • Wer seine Kinder im Januar und Februar gar nicht oder nur gelegentlich in Betreuungseinrichtungen wie Kitas schickt, soll entsprechende Kosten vollständig erstattet bekommen.
  • Aber auch, wer seine Kinder inmitten der Corona-Pandemie in Frankfurt nicht selbst betreuen kann, soll nicht leer ausgehen.

Frankfurt - 435, so viele Kleinkinder im Alter von null bis vier Jahren haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie in Frankfurt nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Ins Verhältnis gesetzt mit den 24.063 Menschen, die sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) insgesamt in der Stadt infiziert haben, sind das wenige. Aber auch, wenn Sars-CoV-2 bei Kindern offenbar seltener eine schwere Erkrankung auslöst: Wer das Virus in sich trägt, verbreitet es auch*, egal, wie alt er oder sie ist. Das legen entsprechende wissenschaftliche Daten nahe. Auch deswegen bittet die Stadt Frankfurt Eltern, ihre Kinder nach Möglichkeit nicht in entsprechende Betreuungseinrichtungen zu schicken. Und will im Januar und Februar einen Teil der Kosten zurückerstatten, die durch laufende Kita-Gebühren und Essensgelder anfallen.

Corona in Frankfurt: Geld zurück für Kinderbetreuung daheim

Wer seine Kinder in diesen beiden Monaten gar nicht in die Kita schickt, soll die Kosten für die Betreuung vollständig erstattet bekommen. Dazu gehören die Kita-Gebühren selbst wie auch die Kosten fürs Essen. Das gibt die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt. Auch Familien, die ihre Kinder nur zeitweise oder durchgängig in die Kita schicken, sollen entlastet werden. Ihnen steht demnach eine Rückerstattung in Höhe von 50 Prozent zu, egal, wie viele Tage sie ein Betreuungsangebot jeweils in Anspruch genommen haben.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber sagen dazu: „Wer Eltern glaubwürdig dazu auffordern will, dass sie ihre Kinder in dieser Ausnahmesituation zu Hause betreuen, muss ihnen wenigstens die Entgelte und die Essenspauschale erlassen.“ Wie die Rückerstattungen jeweils genau vonstattengehen, soll von den jeweiligen Trägern mitgeteilt werden.

Kinderbetreuung daheim wegen Corona: Stadt Frankfurt will Eltern unterstützen

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Frankfurt die Kosten für die Kinderbetreuung in Kitas und Schulen in den Monaten April und Mai vollständig, im Juni und Juli teilweise erlassen. „Was Eltern in der Corona-Pandemie leisten, ist alles andere als selbstverständlich. Sie verdienen unsere Unterstützung“, so Weber und Feldmann zu den neuen Erstattungsregeln. (Matthis Pechtold) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

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