Aktivisten wählten den Ort für ihre Demonstration in Frankfurt aus, um die EU als Ort der Freiheit in Frage zu stellen.
+
Aktivisten wählten den Ort für ihre Demonstration in Frankfurt aus, um die EU als Ort der Freiheit in Frage zu stellen.

Bankenviertel Frankfurt

Demonstration gegen Flüchtlingspolitik: Aktivisten besetzen Euro-Zeichen – „Das war erst der Anfang“

  • Teresa Toth
    VonTeresa Toth
    schließen

Mit der Besetzung des Euro-Zeichens in Frankfurt wollen Aktivisten auf die Folgen der EU-Grenzpolitik aufmerksam machen. Auch Rauchbomben kommen zum Einsatz.

Frankfurt – Im Bankenviertel in Frankfurt versammelten sich mehrere Aktivisten, um gegen die Europäische Flüchtlingspolitik zu demonstrieren. Hierfür besetzten sie am Samstagnachmittag (03.07.2021) symbolisch das Euro-Zeichen.

Die Demonstration, an der unter anderem Aktivisten von Fridays for Future sowie Seebrücke Frankfurt beteiligt waren, solle ein „Zeichen gegen die tötende Grenzpolitik der EU“ setzen. Den Ort habe man ausgewählt, um die „EU als Ort der Freizügigkeit und als Hüterin humanitärer Werte in Frage“ zu stellen. Denn die Europäische Union sei für geflüchtete Menschen oft kein Ort der Offenheit und Freiheit.

Demonstration in Frankfurt: Protest der Seebrücke schließt sich kurdischer Demo an

Um die rassistische und tödliche Abschottungspolitik der EU zu beenden, müssten statt einer Aufrüstung von Frontex, der europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache, sichere und legale Fluchtwege in die EU festgelegt werden, so die Aktivisten. Zudem setzten sich die Teilnehmer der Demonstration dafür ein, dass die Verfahren gegen Mitarbeiter der Seenotrettung eingestellt werden.

Der Seebrücken-Protest schloss sich im Laufe der Demonstration der zeitgleich stattfindenden kurdischen Demo in Frankfurt an, die sich für das Bleiberecht aller geflüchteten Menschen und internationale Solidarität einsetzte. Damit „wurde klargemacht, dass die Kämpfe zusammengehören.“, wie Fridays for Future Frankfurt auf Twitter schrieb.

Demonstration in Frankfurt: Banner „EU kills“ bleibt auch nach Protest hängen

Bei dem Protest befestigten Kletterer ein Banner an dem EU-Zeichen im Bankenviertel mit der Aufschrift „EU kills“ sowie eine Installation in Form eines Stacheldrahts. Außerdem zündeten die Aktivisten Rauchbomben. Auch nach der Demonstration ließen die Aktivisten das Banner hängen. „Das war erst der Anfang. Unser Kampf für ein Europa für alle geht weiter“, betonte die Organisation Seebrücke Frankfurt. (tt)

Im Rahmen einer anderen Demonstration gingen zuletzt Pro-Palästina-Aktivisten in Frankfurt auf die Straße. Grund waren die jüngsten Konflikten zwischen Israel und Palästinensern auch der Jahrestag des 6-Tage-Kriegs vom 5. bis 10. Juni 1967.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare