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Corona-Demos in Frankfurt: Die Polizei zieht Bilanz

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Von: Tim Vincent Dicke

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Demonstranten stehen während einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf dem Rathenauplatz.
Demonstranten stehen während einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf dem Rathenauplatz. © Sebastian Gollnow/dpa

In Frankfurt versammeln sich zahlreiche Kritiker und Gegner der Corona-Regeln. Es gibt auch Gegenproteste. So verlief der Demo-Samstag.

Frankfurt – Mehrere Hundert Menschen sind am Samstag (11.12.2021) gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung auf die Straße gegangen.

Eine als „Stadtspaziergang“ angemeldete Kundgebung am Rothschildpark wurde seitens der Versammlungsbehörde der Stadt Frankfurt bereits im Vorfeld untersagt – daher war die Polizei nach eigenen Angaben mit einer Vielzahl an Einsatzkräften vor Ort. Trotzdem sammelten sich dort zwischenzeitlich etwa 80 Teilnehmer. Die Polizei stellte vereinzelt die Identitäten der Anwesenden sicher und sprach Platzverweise aus. Später lösten die Beamten die Versammlung auf.

Corona-Demo in Frankfurt: Veranstaltung am Rothschildpark verboten

Die Stadt Frankfurt hatte die angemeldete Demonstration untersagt, da sie befürchtete, dass die Protestler „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ die wegen der Corona-Pandemie geltenden Auflagen missachteten. Angemeldet zu dem Demonstrationszug waren 1500 Menschen. Bereits zwei Tage zuvor hatte das Ordnungsamt vier geplante Kundgebungen der gleichen Anmelderin verboten.

Begründet wurde das Verbot zudem mit „umfangreichen Auflagenverstößen vorhergehender, inhaltlich identischer Versammlungen selbiger Anmelderin in der Frankfurter Innenstadt“. So hätten sich bereits bei der „Querdenken“-Demo am 4. Dezember in Frankfurt „circa 50 Prozent der Teilnehmenden nicht an die durch das Ordnungsamt verfügten Auflagen zu Mindestabständen und dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes“ gehalten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Corona-Demo in Frankfurt: Verstoß gegen Corona-Auflagen

Auf dem Rathenauplatz in Frankfurt fand eine zweite Kundgebung unter dem Motto „Gegen Zwangsimpfung, Impf-Pass, gegen globale Diktatur“ statt. Nach Polizeiangaben kamen in der Spitze rund 200 Teilnehmer zu dem Protest in der Innenstadt. Zu der Demonstration, die weitgehend friedlich blieb, hatte die Initiative „Frankfurt 5G-frei“ aufgerufen.

„Für alle Versammlungen galten diverse Auflagenverfügungen – diese wurden fortwährend überprüft und überwiegend eingehalten“, hieß es von der Polizei Frankfurt. Wie fr.de allerdings berichtet, kam es zu zahlreichen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen*. So hätten viele Teilnehmer weder Masken getragen noch Abstand gehalten.

Auch Proteste gegen Corona-Demo in Frankfurt

Es stellten sich in Frankfurt auch Menschen gegen die „Querdenker“: Auf dem Willy-Brandt-Platz führten laut Polizei rund 90 Teilnehmer eine Mahnwache als angemeldete Gegendemonstration durch. Bilder auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zeigten Schilder, die von Gegendemonstranten hochgehalten wurden. Auf diesen stand unter anderem „Impfen statt schimpfen“ oder „Frankfurt will euch nicht! Impfen schützt Leben!“. (tvd) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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