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Demos gegen Corona-Maßnamen: Polizei greift bei Maskenverweigerer durch

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Von: Teresa Toth

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Die Polizei Frankfurt zieht nach dem Corona-Demo-Tag am Samstag (12.02.2022) Bilanz. (Archivbild)
Die Polizei Frankfurt zieht nach dem Corona-Demo-Tag am Samstag (12.02.2022) Bilanz. (Archivbild) © Boris Roessler/dpa

Tausende Menschen demonstrieren am Wochenende in Frankfurt gegen die Corona-Maßnahmen. Dabei kommt es auch zu Ausschreitungen.

Frankfurt – Regelmäßig finden in Frankfurt Corona*-Demonstrationen statt. Auch am Samstag (12.02.2022) zogen tausende Teilnehmende verschiedener Versammlungen den ganzen Tag über durch die Frankfurter Innenstadt. Dabei kam es zu mehrfachen Verstößen und Ausschreitungen. Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort und zieht nun eine vorläufige Bilanz.

„Selbstbestimmung des Einzelnen, Solidarität für Menschlichkeit, keine Spaltung der Gesellschaft, Achtung der Grundrechte und wahrheitsgemäße Erfüllung des öffentlichen Medienauftrags“ lautete die mit Abstand größte Demonstration an diesem Tag, die sich gegen die Corona-Maßnahmen richtete. Sie startete laut Polizei gegen 14:40 Uhr am Grüneburgpark und führte durch die Innenstadt. Bis zu 3.600 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil – viele davon hielten sich nicht an die geltende Masken- und Abstandspflicht.

Corona-Demonstration in Frankfurt: Teilnehmer verletzt Polizisten

Die Polizei stoppte den Zug daher kurz nach dem Beginn auf der Eschersheimer Landstraße und machte die Teilnehmenden mittels Lautsprecherdurchsagen auf die Regeln aufmerksam. Da einer der Teilnehmenden auch nach mehrfacher Aufforderung keine Maske aufsetzte, schloss ihn die Polizei schließlich von der Versammlung aus. Der Mann griff daraufhin die Einsatzkräfte an und verletzte einen Beamten. Gegen den Mann läuft nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung. Kurze Zeit später musste die Polizei zwei weiteren Demonstranten in Frankfurt* die weitere Teilnahme verbieten, da sie sich ebenfalls nicht an die Regeln hielten.

Auch sie verließen die Versammlung nicht ohne Weiteres: Einer der Männer beleidigte Einsatzkräfte als „Faschisten“ und wehrte sich gegen die Aufnahme seiner Personalien – ein Strafverfahren läuft. Um 17.50 Uhr endete die Corona-Demonstration schließlich. Kurz zuvor, um 17.00 Uhr, startete am Holzhausenpark eine Demonstration gegen rechte Gewalt mit dem Titel „Keine Einzelfälle - NSU 2.0 aufklären“. Die Polizei zählte etwa 250 Teilnehmende.

Demonstration in Frankfurt: In ehemaligem Polizeigefängnis wird Pyrotechnik gezündet

Diese hielten sich zwar an die Auflagen, allerdings zündeten Unbekannte während der Veranstaltung im obersten Stockwerk und im Aufzug des alten Polizeigefängnisses Klapperfeld Pyrotechnik. Die Täter konnten bislang nicht gefasst werden. Gegen 18.30 Uhr endete die Veranstaltung. Alle weiteren Versammlungen verliefen ohne Ausschreitungen und Verstöße. Die Polizei Frankfurt war den gesamten Tag im Stadtgebiet mit hunderten Einsatzkräften, darunter Polizeireiter, und Wasserwerfern präsent.

Eine Woche zuvor zogen bereits 5.000 Querdenker durch Frankfurt*, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Es formierte sich eine kleine Gegen-Demo in der Innenstadt. (tt) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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