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Die Tages des Rebstockbades sind gezählt. Im Juni nächsten Jahres will die Stadt mit dem Abriss des Hallenbades beginnen. Foto: DPA

Freizeit und Sport

Frankfurt: Der Abrissantrag für das Rebstockbad ist gestellt

  • vonUte Vetter
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Der Betrieb läuft noch bis Ende April 2021 weiter, im Juni soll dann der Rückbau beginnen. Die Neueröffnung des Bades ist für Ende 2025 geplant.

Frankfurt -Die Stadt hat den Antrag zum Abriss des alten Rebstockbads eingereicht. Mehr als 35 Jahre lang war das Spaßbad eine Anlaufstelle für Badegäste aus Frankfurt und der gesamten Region. Mehr als 20 Millionen Besucher haben die Bäderbetriebe in dieser Zeit gezählt. Doch das Hallenbad ist in die Jahre gekommen, die Technik ist veraltet. Die Pläne für den Neubau am alten Ort hatte die Stadt jüngst vorgestellt (wir berichteten). Da stand jedoch noch nicht fest, wann die Abrissbagger anrollen.

Neubau kostet 90 Millionen Euro

Nun ist der Abrissantrag gestellt, die Tage des alten Rebstockbades sind gezählt. Doch bevor die Stadt mit dem Neubau beginnen kann, liegt noch viel Arbeit vor ihr. Sämtliche Gebäude müssen "fachgerecht" zurückgebaut - dabei geht es immerhin um ein Gebäudevolumen von etwa 130 000 Kubikmeter umbauten Raum. "Das Ende des Badebetriebes im alten Rebstockbad ist für Ende April 2021 geplant", berichtet Boris Zielinski, Chef der Frankfurter Bäderbetriebe. Im Juni nächsten Jahres soll dann der Rückbau des alten Rebstockbades beginnen und im Sommer, spätestens aber im Herbst 2022 abgeschlossen sein.

Der Baubeginn für das neue Rebstockbad ist für Anfang 2023 vorgesehen. Ende 2025 will die Stadt dann das neue Rebstockbad eröffnen. Um Badegästen während der auf viereinhalb Jahre kalkulierten Abriss- und Neubauphase Alternativen bieten zu können, "wird das Freibad Hausen für eine ganzjährige Nutzung mit einer Traglufthalle aufgerüstet", erläutert Bäderchef Zielinski. Davon sollen auch Schulen und Vereine profitieren. Zuletzt kamen pro Jahr etwa 600 000 Besucher ins Rebstockbad.

Sportdezernent Markus Frank (CDU) ist überzeugt, dass sich das Warten lohnen wird: "Das neue Rebstockbad wird ein Leuchtturmprojekt in der deutschen Bäderlandschaft." Knapp 90 Millionen Euro investiert die Stadt in den Neubau. Realisiert werden soll das Hallenbad nach einem Entwurf des Hamburger Planungsbüros Geising und Böker, das sich im Gestaltungswettbewerb durchsetzen konnte. Mehr als auf die Ästhetik sei bei dem Entwurf auf Effektivität und Effizienz geachtet worden, erläuterte Frank bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Neubaupläne.

Leuchtturm in der Bäderlandschaft

Anders als der kathedralenartige Altbau soll der Neubau in mehrere einzelne Bereiche für Wettkampfschwimmen, Erlebnisbad und Wellness unterteilt sein. Insgesamt sieht der Entwurf, der sich unter elf Bewerbungen durchgesetzt hat, eine Brutto-Grundfläche von 18 000 Quadratmetern und mehr als 2000 Quadratmeter Wasserfläche vor.

Kinder dürfen sich über Attraktionen wie drei Wasserrutschen, ein Wellenbecken und einen Strömungskanal freuen. Der Saunabereich soll sehr großzügig ausfallen, nicht zuletzt das Außengelände. red

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