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Verwildert wirkt die Grünfläche zwischen der Feldscheidenstraße und Gießener Straße. Dabei ist sie eine wichtige Verbindung zwischen Eckenheim und Preungesheim und zugleich ein wichtiger Treffpunkt für viele Jugendliche. foto: Leonhard hamerski

Bauvorhaben

Frankfurt: Der Tristesse endlich ein Ende bereiten

  • vonFriedrich Reinhardt
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Ab Herbst 2021 soll die Brache an der Feldscheidenstraße saniert werden

Für die Neugestaltung des Grünzuges an der Feldscheidenstraße gibt es nun einen Zeitplan. Völlig verwildert ist die Brachfläche zwischen der Feldscheiden- und Gießener Straße, zwischen der Gederner Straße und dem neuen Wohngebiet an der Feuerwehrstraße. Seit vor 30 Jahren die US-Armee abzog, wuchern hier Sträucher und junge Bäume. Ein schmaler Trampelpfad führt mitten hindurch, quer über den Bolzplatz, wo Eckenheimer Streetworker kleine Turniere für Kinder und Jugendliche organisieren.

So verwildert die Grünfläche auch ist, bildet sie doch eine wichtige Verbindung zwischen Eckenheim und Preungesheim. Den Weg nutzen die Anwohner der Gederner Straße und der Feuerwehrstraße. Hier begegnen sich Schüler auf dem Weg zur Theobald-Ziegler-Schule in Preungesheim oder zur Münzenbergerschule in Eckenheim, Menschen auf dem Weg zur Internationalen Kita, zur Nazarethgemeinde, zur U-Bahn-Station "Theobald-Ziegler-Straße" oder zum Ami-Spielplatz.

Wichtiger Treffpunkt für Jugendliche

Außerdem ist der Grünzug ein wichtiger Treffpunkt für etliche Jugendliche. Hier kicken sie auf dem Bolzplatz und finden bei Regen unter dem Unterstand ein trockenes Plätzchen.

Gerade weil die Grünfläche für die beiden Stadtteile so wichtig ist, drängt der Ortsbeirat 10 (Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg, Preungesheim) seit Jahren darauf, dass die Fläche in Schuss gebracht wird. Der älteste Antrag im stadtpolitischen Informationssystem stammt aus dem Jahr 1995. Im Jahr 2002 konnte nicht saniert werden, da sich nicht alle Flächen im Besitz der Stadt befanden. Im Jahr 2011 verwies der Magistrat auf "weitere Abstimmungen mit den zukünftigen Nutzern". Auch da wurde das Problem genannt, dass der Stadt nicht alle Flächen gehören.

Ein Plan und der Personalmangel

Im Jahr 2015 stellte das Grünflächenamt erstmals einen Plan vor, wie der Grünzug gestaltet werden soll. Einen Platz neben dem Bolzplatz kündigte das Amt an. Mit Sitzblöcken aus Beton samt hölzernen Sitzflächen. Auch eine Tischtennisplatte, ein kleiner Kletterparcours und ein Fitnessgarten, der auch für Senioren geeignet wäre, seien geplant. Dann fehlte aber das Geld und das Projekt wurde auf 2017 verschoben.

Wieder passierte lange nichts. Als im Frühjahr 2020 an den ersten Stellen das wilde Grün zurückgeschnitten wurde, freuten sich manche im Stadtteil schon, dass die Arbeiten endlich beginnen würden. Doch der Personalmangel im Grünflächenamt sorgte wieder für Verzögerungen. Wann die Neugestaltung endlich begonnen werden könnte, war im Frühjahr noch unklar. Nun legte das Grünflächenamt seinen neuen Zeitplan vor.

Im dritten Quartal 2021 sollen die Arbeiten voraussichtlich beginnen. Noch in diesem Jahr sollen die Bau- und Finanzierungsvorlagen in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht, im Frühjahr die Aufträge dann ausgeschrieben werden. Ami-Spielplatz, Gederner Straße, Feuerwehrstraße, U-Bahn-Station und Kita - alle Wegebeziehungen sollten erneuert und gut beleuchtet werden, sagt Simone Jacob, stellvertretende Leiterin des Grünflächenamtes. "Neue Bäume, regionaltypische Pflanzen für eine naturnahe Gestaltung" plane das Amt. "Auch neue Bänke wird es geben."

Priorität hätten die Wege, sagt Jacob. In zwei Bauabschnitten solle die Grünanlage gestaltet werden. Sobald die Wege fertig sind, sollen sie freigegeben werden, auch wenn die Arbeiten am Kletterparcours oder der Bepflanzung noch nicht abgeschlossen sind.

Im Ortsbeirat wird die Nachricht freudig aufgenommen. ,,Auch wir sehen die dringende Notwendigkeit, einen sicheren Schulweg herzustellen und mit dem Bau des Bereichs zwischen der Kita Gederner Straße und der Gießener Straße zu beginnen", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Gero Gabriel. Und: "Weitere unnötige Verzögerungen müssen unbedingt vermieden werden." Aber ist die Stadt nun im Besitz aller Grundstücke? "Eventuell müssen noch ein paar Grundstücke getauscht werden", sagt Jacob. Das Amt sei aber zuversichtlich, den Zeitplan einhalten zu können. Friedrich Reinhardt

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