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Volksfest startet: Was es zur Dippemess zu wissen gibt

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Von: Matthias Bittner

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Rund geht es demnächst wieder bei der Dippemess auf dem Festplatz am Ratsweg. Wenn alles gut läuft fast so, wie es die Frankfurter aus Vor-Corona-Zeiten kennen.
Rund geht es demnächst wieder bei der Dippemess auf dem Festplatz am Ratsweg. Wenn alles gut läuft fast so, wie es die Frankfurter aus Vor-Corona-Zeiten kennen. © dpa

Die Dippemess' auf dem Frankfurter Festplatz startet am 8. April. Welche Fahrgeschäfte schon in den Startlöchern stehen, verrät der Veranstalter.

Frankfurt – Als würde die Corona-Pandemie in den vergangenen zwei Jahren mit all ihren Einschränkungen nicht schon reichen, trüben die schrecklichen Bilder aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine auch den Frankfurtern schon seit mehr als einem Monat die Stimmung. Da trifft es sich gut, dass die Frühjahrs-Dippemess am 8. April beginnt und Besuchern bis zum 1. Mai zumindest für ein paar Stunden etwas Abwechslung vom tristen Alltag verspricht.

„Volksfeste, die zur Belustigung der Menschen beitragen, sind das beste Antidepressivum. Das weiß man schon seit langem“, sagt Martin Blume. Er muss es wissen. Blume betreibt das „Daemonium“, die größte mobile Geisterbahn weltweit. In diesem Jahr wird das schaurigschöne Fahrgeschäft für große und kleine Wagemutige nach 2016 wieder einmal am Festplatz am Ratsweg aufgebaut – das wird zum Gruseln schön.

Glücksgefühle zur Dippemess: Veranstalter in Frankfurt muss jeden Tag selbe Frage beantworten

Dass die Frankfurter ihrer Dippemess entgegenfiebern, das merkt Thomas Feda, der Geschäftsführer der veranstaltenden Tourismus & Congress GmbH Frankfurt (TCF) ist. „Die Leute wollen Spaß haben. Es rufen täglich Menschen an, die wissen wollen, ob oder wie die Dippemess denn nun steigt“, sagt er.

Die Antwort löst bei manchen Glücksgefühle aus. Denn: Der Rummel am Ratsweg wird erstmals seit 2019 wieder „relativ normal“ stattfinden. Normal bedeutet, dass es zwar noch einige Hygieneauflagen geben wird, weil Corona noch nicht vorbei ist. Aber die Fahrgeschäfte und Stände werden wieder wie zu Vor-Corona-Zeiten entlang von drei Parallelgängen aufgebaut.

Seit der Entscheidung der Bundesregierung nur an einem Basis-Schutz festzuhalten – etwa Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln – die meisten Corona-Auflagen jedoch auslaufen zu lassen, ist das Zurück zu mehr Normalität auch bei der Dippemess klar.

Keine Kontrollen, kein Abstand: Beschränkungen könnten bei der Dippemess in Frankfurt wegfallen

Eingangskontrollen wie bei der abgespeckten Version der Herbst-Dippemess 2021 wird es diesmal nicht mehr geben. Damals hatte es pandemiebedingt Zugangsbeschränkungen zu dem eingezäunten „temporären Freizeitpark“ gegeben. Nur 5000 Besucher durften gleichzeitig auf das Gelände. Es galt die 3G-Regel – der Zutritt war nur geimpften, genesenen oder getesteten Personen erlaubt.

Auch Abstand war einzuhalten. Damit sich Besucher besser daran halten konnten und die Besucherströme besser zu steuern waren, hatte es eine Einbahnstraßenregelung gegeben. Der 1,8 Kilometer lange Rundkurs durfte nur in eine Richtung, aber mehrmals durchlaufen werden – auch das ist Geschichte, die Menschen können sich frei auf dem weitläufigen Areal bewegen. Laut Feda gibt es drei Eingänge, die zugleich als Ausgänge dienen.

Das alles klingt schon mal vielversprechend. Weil Corona nach wie vor nicht vorbei ist und die TCF sowie Schausteller vorbereitet sein wollen, würden Reserven geschaffen, sagt Feda. So werden im unmittelbaren Umfeld von Gastro-Ständen nach dem Vorbild des Weihnachtsmarktes Verzehrzonen eingerichtet. Das heißt nicht, dass Besucher zwangsläufig dort ihre Bratwurst oder ihr Fischbrötchen essen müssen. „Das macht beim Schlendern über dem Festplatz natürlich mehr Spaß. Aber wir wissen nicht genau, was kommt“, sagt Feda mit Blick auf eine mögliche Maskenpflicht.

Dippemess in Frankfurt: Viele Fragen zu Corona unbeantwortet

Einige Bundesländer haben schon angekündigt die Corona-Auflagen bis 27. April weiterlaufen zu lassen – die Marschroute für Hessen ist noch offen. Eventuell erst am 2. April will man sich äußern. Das mache die Planung für die Dippemess derzeit nicht ganz leicht. „Worüber ich bislang noch nichts gehört habe: Was passiert, wenn wir Hotspot werden?“, sagt Feda. Unbeantwortet sei etwa die Frage, wann man ein Hotspot sei, ob beispielsweise eine Inzidenz-Höchstgrenze gelten soll und welche Mechanismen im Fall der Fälle greifen sollen. Es bleibt also spannend bis zum Start der Dippemess am 8. April.

Thomas Roie, der Chef des Schaustellerverbandes Frankfurt/Rhein-Main, ist jedenfalls endlich wieder optimistisch, dass alles gut geht in den 24 Tagen Rummel-Betrieb. "Wir freuen uns alle, dass es endlich losgeht", sagt er. (Matthias Bittner)

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