Schwimmer unter sich: Olympiasieger Michael Groß (li.) und Extremschwimmer André Wiersig.
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Schwimmer unter sich: Olympiasieger Michael Groß (li.) und Extremschwimmer André Wiersig.

Es lebe der Sport

Sportpresseball: Ein Fest der gemischten Gefühle

  • VonEnrico Sauda
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Beim Sportpresseball in der Alten Oper gaben sich viele Promis ein Stelldichein.

Frankfurt – „Ich geh‘ jetzt was essen.“ Das sagt um 1.30 Uhr Jörg Müller, einer der Macher des Sportpresseballs, dessen 39. Ausgabe am Samstag unterm Motto „Willkommen zurück - dem Wahren, Schönen, Guten“ in der Alten Oper lief. Veranstalter ist seit 30 Jahren der Verein Frankfurter Sportpresse mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten. Seit 1989 ist die Kommunikations- und Eventagentur metropress für die Gesamtorganisation zuständig, seit 2014 auch Mitveranstalter.

Es war ein Fest der gemischten Gefühle: So war der Auftritt des Stargastes, Sänger Samu Haber, gefährdet, denn bei der Big Band der Bundeswehr, mit der er spielte, kam es wegen positiver Schnelltests zu Verzögerungen. Die Tests erwiesen sich zwar als negativ, doch blieben nur wenige Stunden Zeit zum Proben. Und dann gab es die posthume Ehrung des "Sportler des Jahres". Der Pegasos, so heißt die Trophäe, ging an den "Bomber" Gerd Müller, der in diesem Sommer gestorben ist. Sei einstiger Mitspieler Rainer Bonhof hatte im Gespräch mit Moderator Gerhard Delling prompt Tränen in den Augen: "So einen Typen wie ihn wird es nicht mehr geben", sagte er. "Der Pegasos kommt zu Bayern München, wo es eine Gerd Müller-Ausstellung gibt. Dann werde ich ihn bei einem Spiel in München seiner Frau Uschi überreichen".

Sportpresseball in Frankfurt: Blitzlichtgewitter mit Promis

Den Pegasos in der Kategorie "Sportlerin mit Herz" nahm die Olympiasiegerin im Weitsprung Malaika Mihambo von Heike Drechsler , ebenfalls Olympiasiegerin, entgegen. Mit ihrer YouTube-Aktion "Herzsprung" hatte Mihambo im ersten Lockdown jeden Tag ein Sportprogramm für Kinder gestreamt, das tausendfach abgerufen wurde. Mittlerweile ist aus dem Projekt der Verein "Malaikas Herzsprung" geworden. Für den Ball hatte sie ihr Training unterbrochen, das sie seit drei Wochen wieder intensiv betreibt. "Über den roten Teppich zu laufen, gehört dazu, aber ich bin Sportlerin", sagte sie auf die Frage, wie sie sich fühle, wenn sie im Blitzlichtgewitter steht.

Zum ersten Mal dabei war die Schauspielerin Dennenesch Zoudé ("Polizeiruf 110"). "Es ist schön, Frankfurt auch mal von dieser Seite kennenzulernen", so die 55-Jährige, die vor kurzem die internationale Produktion "Next of Kin" in Finnland beendet hat.

Der meistfotografierte Mann des Abends war Comedian Oliver Pocher , der geduldig und immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen die Selfie-Wünsche der anderen Gäste und die Fotowünsche der Pressefotografen erfüllte. es

Stargast Samu Haber hatte nur wenig Zeit zum Proben. Das machte aber gar nichts.
Hat den Durchblick: Ann Kathrin Linsenhoff mit der Ballzeitung.
Britta Heidemann (li.) mit Magdalena Brzeska.

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