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Der ruhige Maltester Dexter (links) und die geprüfte Ronja sind seit zwei Jahren Teil der Schulgemeinde in der Berkersheimer Schule.

Knuffige Schulkameraden

Schulhunde: Süße Pädagogen auf vier Pfoten in Frankfurter Klassenzimmern

In einigen Frankfurter Schulen dürfen Hunde mit ins Klassenzimmer - Die Kinder lieben ihre knuffigen Schulkameraden. Sie heißen Rocky, Confetti und Rudi und sind mit das Süßeste, was Frankfurts Schulen zu bieten haben.  Wir stellen einige der Vierbeiner vor.

Frankfurt -  Ob Beagle, Mops oder Pudel - Hunden wird immer wieder eine positive Wirkung auf den Menschen nachgesagt. Auch an Schulen in Frankfurt kommen sie im Rahmen tiergestützter Pädagogik deshalb vermehrt zum Einsatz. Die Hunde sollen den Kindern gezielt beim Lernen und dem Bewältigen des Schulalltags helfen. Dabei erfüllen sie verschiedene Aufgaben: Sie verbessern die Lernatmosphäre und fördern das Selbstvertrauen der Schüler. Auch leiser soll es in den Klassenzimmern sein, wenn die Schulkameraden auf vier Pfoten anwesend sind.

Frankfurt: Hunde dürfen mit in die Schule

In Arbeitsgemeinschaften und Schulhundestunden lernen die Schüler, was es bedeutet, Verantwortung für ihre pelzigen Klassenkameraden zu übernehmen. "Viele Kinder kommen nicht in den Kontakt mit Tieren. Für sie ist es eine Chance, den richtigen Umgang mit Hunden zu lernen und dadurch die Angst zu verlieren", erklärt Maya Shantilal, Rektorin der Karl-von-Ibell-Schule und Schulhund-Halterin. Der Einsatz von Schulhunden erfordert jedoch eine sorgfältige Planung. 

Frankfurt: Nicht jeder Hund ist als Schulhund geeignet

Nicht jeder Hund ist als Schulhund geeignet. Wichtig ist natürlich, dass der Vierbeiner kinderlieb und gesund ist, dass er geduldig und gutmütig ist. Außerdem müssen die Lehrer für den Umgang mit dem Tier und die Einbindung in den Unterricht geschult werden. Und: Einen pelzigen Schulbesucher gibt's auch nur, wenn das gesamte Kollegium zustimmt. Auch die Eltern müssen einverstanden sein, wenn die Tiere im Unterricht dabei sind und nicht zuletzt muss natürlich auch das Schulamt grünes Licht geben.

Wie die Hunde tatsächlich in den Schulalltag eingebunden sind, halten die Schulen in einem ausführlichen Konzept fest. Dass alle Vierbeiner dabei eine Bereicherung für die Schulgemeinden sind - das zeigt die folgende Auswahl.

Frankfurt: Hunde Dexter und Ronja in der Berkersheimer Schule

In der Berkersheimer Schuledürfen zwei Hunde den Unterricht begleiten. Seit vier Jahren ist Dexter einer davon. Der ruhige und aufgeschlossene Malteser hat eine Schulhundeausbildung absolviert. Ohne "Schulabschluss" ist Ronja. Dafür ist der Wald- und Wiesenmischling offiziell von einer beim Regierungspräsidium gelisteten Sachverständigen für Wesens- und Sachkundeprüfungen geprüft. Seit zwei Jahren ist die Hundedame Teil der Schulgemeinde. In Form von Hundediensten können die Schüler Verantwortung für sie und Dexter übernehmen. Gleichzeitig werden diese von den Hunden zu der Umsetzung von Schreib- und Kunstprojekten motiviert. 

Der ruhige Maltester Dexter (links) und die geprüfte Ronja sind seit zwei Jahren Teil der Schulgemeinde in der Berkersheimer Schule.

Frankfurt: Hund Moon läuft während des Unterrichts frei herum 

In der Bockenheimer Georg-Büchner-Schuleläuft Hundedame Moon während des Unterrichts frei herum und lässt sich gerne von den Schülern streicheln. Ihnen hilft die Interaktion mit der vier Jahre alten Border-Collie-Hündin dabei, im Unterricht kurz an etwas anderes zu denken und sich an der bedingungslosen Zuneigung der Hundedame zu erfreuen - vor allem, wenn es zu Hause oder in der Schule mal stressig sein sollte. Gerne lässt sich die ausgebildete Schulhündin auch Kunststücke von den Gesamtschülern beibringen. In den Pausen fordert sie die Jugendlichen auch körperlich heraus - beim Tauziehen oder Ballwerfen. . . 

Die vier Jahre alte Border-Collie Hündin Moon begleitet die Schülerinnen und Schüler an der Georg-Büchner-Schule durch den Alltag. © Jessica Haak

Frankfurt: Mops Rudi begleitet die Astrid-Lindgren-Schule

Nach einer fast zweijährigen Ausbildung darf Rudi im Unterricht und bei Ausflügen an der Astrid-Lindgren-Schuledabei sein. Der Mops, der seit 2015 an der Ginnheimer Grundschule im Einsatz ist, ist bei den Kindern allseits bekannt und beliebt. Regelmäßig besucht er die Grundschulklassen und liebt es, mit den Kindern zu interagieren. In der Hundestunde spielt er Aktionsspiele und beobachtet alles sehr genau. Er lässt sich gerne vorlesen und zeigt für Leckerlis auch mal einen Trick. Wenn ein Schüler einen schlechten Tag hat, wird er von Rudi getröstet. Während der Schulhunde-AG und des wechselnden Hundediensts kümmern sich die Schüler gerne um ihren Vierbeiner. 

von Jessica Haak

In der Heinrich-Hoffmann-Schule kam bereits 2016 ein vierbeiniger Kollege zum Einsatz: Schulhund Ljus ist ein Mal pro Woche im Einsatz. In der spielerisch gestalteten Schulstunde motiviert er Schüler, zu lernen, und stärkt wie nebenbei noch die Persönlichkeiten der Kinder. Ein Unterrichtsbesuch der etwas anderen Art.

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