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"Es war noch nie so voll" beim Höchster Schlossfest in Frankfurt

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Von: Holger Vonhof

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So gut gefüllt wie am Freitagabend bei den "Queen Kings" und Ann Doka war der an ein Amphitheater erinnernde Brüningpark noch nie - darüber sind sich die Veranstalter einig. Mehrere Tausend Menschen haben am Wochenende mitgefeiert.
So gut gefüllt wie am Freitagabend bei den "Queen Kings" und Ann Doka war der an ein Amphitheater erinnernde Brüningpark noch nie - darüber sind sich die Veranstalter einig. Mehrere Tausend Menschen haben am Wochenende mitgefeiert. © Maik Reuß

Mehrere Tausend Menschen feiern am Wochenende feiern beim Höchster Schlossfest. Ein Höhepunkt kommt noch.

Frankfurt -Claus Cromm hat, wie auch seine Mannschaft, durchaus Ränder unter den Augen. Der Vereinsrings-Chef und sein Team aus Ehrenamtlichen bekommen derzeit wenig Schlaf - seit mehr als zwei Wochen sind sie morgens, mittags und abends und nachts in Sachen Schlossfest auf Achse, planen, organisieren, bauen auf, improvisieren - und das in ihrer Freizeit.

Feuerwerk am Montagabend

Denn das Höchster Schlossfest ist nicht nur das größte Stadtteilfest Frankfurts, sondern auch das größte ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern organisierte Ereignis mit seinem Fest der Vereine, Ritterlager und Kunstmarkt, Dutzenden Veranstaltungen, Konzerten, Kerb und - als krönendem Abschluss - dem großen Feuerwerk heute Abend um 22.30 Uhr.

"Die Genehmigung für das Feuerwerk haben wir am Freitag um 12 Uhr bekommen", rollt Claus Cromm mit den Augen, "die für das restliche Abschlusswochenende samt Kerb dann um 13 Uhr." Da sollten sich schon die ersten Fahrgeschäfte drehen. "Es wird immer anstrengender, das Ganze zu organisieren", sagt Cromm, der mit seinem Vorstand - im Kern mit dabei sind Christoph Brum, Dirk Knauber und Bernd Scheu - immer mehr Hürden bewältigen muss, bis alle beteiligten Ämter zufrieden sind. "Ich hätte mir gewünscht, dass die Zusammenarbeit besser klappt", sagt er, "aber wenn du dann in einem komplett gefüllten Brüningpark stehst und alle jubeln, entschädigt das für diese Mühen."

Die Bands rockten den Brüningpark

So gut besucht wie am Freitagabend bei der Coverband "The Queen Kings" und vorab bei Ann Doka sei es seiner Meinung nach noch nie gewesen - die Menschen standen von der Bühne bis zur Anhöhe an der Bolongarostraße dicht an dicht, und die Stimmung war grandios. Auch am Samstagabend bei "Coversnake" und Hessens bester Coverband "Seven Hell" brannte quasi der sprichwörtliche Baum, und die Bands rockten den Park. Traditionell etwas ruhiger verlief der gestrige Sonntag, der mit einem ökumenischen Freiluft-Gottesdienst im Park mit dem evangelischen Pfarrer Felix van Elsberg und dem katholischen Pastoralreferenten Franz-Karl Klug begann.

Gottesdienst und Festbier-Anstich

Nach dem Gottesdienst stach Thomas Bender, Vorsitzender des Schlossfest-Partners Turngemeinde Höchst, zusammen mit Uwe Petter von der Binding-Brauerei ein Holzfass an und verteilte Freibier zur "Sommerwies'n 2.0", die vom Blasorchester Höchst, der großen Formation des Musikvereins Unterliederbach, zünftig begleitet wurde. Die aus allen Stadtteilen des Frankfurter Westens und den angrenzenden Kreisen zusammengewürfelten Musiker unter Franz Lindenthal hatten schon zuvor zum Gottesdienst gespielt - halt etwas getragener als dann zum Frühschoppen, zu dem es ein Jubiläums-Programm der Turngemeinde Höchst gab, bevor die Austropop-Band "Menage à Trois" den Sonntag am frühen Abend beschloss.

Außer einer kleineren Schubserei auf dem Kerbeplatz, die sofort von der Polizei unterbunden wurde, hat es so weit bekannt keine Zwischenfälle am großen Festwochenende gegeben. "Die Besucher waren große Klasse", sagt Vereinsrings-Chef Claus Cromm und lobt ausdrücklich auch die gute Zusammenarbeit mit dem 17. Polizeirevier in Höchst, das heute seine Fußstreifen wieder über den Kerbeplatz schickt, bis das 64. Höchster Schlossfest in einem fulminanten Feuerwerk mit Musik letzte Paukenschläge setzt und dann im Dunkel verglüht. (Holger Vonhof)

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