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Fahrzeugmangel bei Straßenbahn droht – jetzt reagiert Frankfurt

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Von: Dennis Pfeiffer-Goldmann

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13 weitere Straßenbahnen der Baureihe T hat Frankfurt bestellt – davon zwölf in dieser Langversion.
13 weitere Straßenbahnen der Baureihe T hat Frankfurt bestellt – davon zwölf in dieser Langversion. © Alstom/VGF

In Frankfurt wird die Bestellung für die neuen T-Wagen der Straßenbahn aufgestockt. Das wird Fahrgästen auf zwei Linien besonders helfen.

Frankfurt – 45 Straßenbahnen der Baureihe T hat die städtische Verkehrsgesellschaft VGF schon bestellt, nun ordert sie weitere 13. Das hat der VGF-Aufsichtsrat beschlossen. Das Unternehmen kündigte die Nachbestellung des Modells Citadis von Hersteller Alstom am Donnerstag (07.04.2022) an.

Stadt und VGF „setzen konsequent auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs – sowohl was das Angebot als auch seine Qualität angeht“, sagt Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Grüne). Zwölf der 13 Fahrzeuge sollen die 40 Meter lange Variante sein, einer in der Standardlänge von 30 Metern. Mit den längeren Bahnen will die Stadt auf die steigende Nachfrage reagieren. Der erste kurze T-Wagen wird bereits aktuell in der Stadtbahnzentralwerkstatt auf seinen Einsatz vorbereitet. Der erste lange Wagen mit einem zusätzlichen 8,5 Meter langen Mittelteil wird 2023 erwartet.

Drohender Fahrzeugmangel: Frankfurt hat trotz bestellter Wagen nicht genug Bahnen

Die langen T-Wagen mit 78 Sitz- und 170 Stehplätzen sollen auf der am stärksten frequentierten Strecke via Griesheim und Nied nach Höchst eingesetzt werden. Dort will die Stadt die Linie 11 Fechenheim-Höchst auf die Langfahrzeuge umstellen. Auch soll die 16 von Oberrad künftig nach Höchst statt Ginnheim fahren, ebenso mit 40-Meter-Wagen. Dass die Stadt eine Option über den Kauf weiterer 13 T-Wagen hatte, berichtete diese Zeitung im vorigen Jahr – und ebenfalls über den drohenden Fahrzeugmangel. Denn die bisherigen Bestellungen reichten nicht, um das vom Stadtparlament beschlossene Straßenbahnkonzept umzusetzen.

Dafür werden 137 Fahrzeuge ab etwa 2025 gebraucht, bisher waren aber nur 119 Bahnen für diesen Zeitpunkt im Bestand kalkuliert. Denn die VGF will 35 der 38 älteren, unklimatisierten Wagen der Baureihe R nach Ungarn verkaufen. Die Nachbestellung füllt die Lücke nun bis auf zwei Wagen auf. (Dennis Pfeiffer-Goldmann)

Erst kürzlich hatte die Bahn in Frankfurt ihre Halte verändert und die Haltepositionen Richtung Hauptbahnhof nach vorne verlegt.

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