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FAZ-Gebäude soll abgerissen werden – Pläne für das Gelände veröffentlicht

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Von: Teresa Toth

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Das derzeitige FAZ-Gebäude in Frankfurt soll 2023 abgerissen werden – stattdessen entsteht ein Quartier, das Platz für Wohnraum und öffentliche Grünflächen bietet.
Das derzeitige FAZ-Gebäude in Frankfurt soll 2023 abgerissen werden – stattdessen entsteht ein Quartier, das Platz für Wohnraum und öffentliche Grünflächen bietet. © Arne Dedert/dpa

Die Büroräume des FAZ-Gebäudes werden abgerissen. Im Rahmen eines Wettbewerbes hat sich entschieden, wer die Pläne für das neue Quartier im Gallus übernehmen darf – es gibt schon genau Vorstellungen.

Frankfurt – Mehrere Architekturbüros hatten die Möglichkeit, bei einem Wettbewerb ihren Entwurf für ein neues Wohnquartier in Frankfurt einzureichen. In dem Areal zwischen der Frankenallee und der Mainzer Straße im Gallus befinden sich momentan noch Büros und Zeitungsräume der Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Neuen Presse. Diese werden jedoch bald durch Wohnräume ersetzt.

Geplant ist, dass die Redakteurinnen und Redakteure der FAZ bereits im kommenden Jahr in einen Büroturm im Europaviertel ziehen. 2023 sollen dann alle Gebäude am jetzigen Standort abgerissen werden – auch die 160 Jahre alte Societätsdruckerei. Diese ging in die Geschichte ein, nachdem sie 1968 nach dem Attentat auf Rudi Dutschke, Wortführer der Studentenbewegung, von linken Demonstrierenden belagert wurde. Diese versuchten eine rechtzeitige Auslieferung der Bildzeitung, die negativ über die Protestbewegung berichtete, zu verhindern.

Neues Quartier im Gallus in Frankfurt: 650 Mietwohnungen bis 2027

Es wurde laut FAZ zunächst zwar versucht, das geschichtsträchtige Societätsgebäude zu erhalten, man entschied sich dann jedoch für den Abriss. Elemente des Gebäudes, etwa die Backsteinfassade, sollen jedoch in dem neuen Gebäudekomplex aufgegriffen werden. Das Architekturbüro Schmidt Plöcker, das gemeinsam mit den Berliner Landschaftsplanern Lavaland und Treibholz beim Wettbewerb die Jury von ihrem Entwurf überzeugte, hat bereits eine genaue Vorstellung für das Quartier „Hellerhöfe“.

Auf dem knapp 2,4 Hektar großen Gelände entstehen insgesamt 650 Mietwohnungen, 200 davon gefördert. Auch einen großen Supermarkt, Gastronomie und kleinere Geschäfte sieht das Architekturbüro in ihrem detaillierten Entwurf vor. „Die Hellerhöfe bieten die Chance guten Wohnraum zu schaffen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, funktionale Vielfalt zu fördern sowie Klima- und Umweltschutz selbstverständlich zu implementieren“, beschreibt Schmidt Plöcker ihr eigenes Projekt.

Die Jury selbst entschied sich nach eigenen Angaben vor allem aufgrund der in den vorgelegten Skizzen großzügig dargestellten Grünflächen und öffentlichen Bereichen, die die „urbanen Qualitäten“ des Quartiers stärken, für den Vorschlag von Schmidt Plöcker. Neben großflächigem Wohnraum soll auch Platz für Büroräume auf 17.000 Quadratmetern geschaffen werden, die angemietet werden können. Zudem ist der Bau einer Kita im Quartier sowie der Bau einer Grundschule auf einem Nebengrundstück geplant. Bereits 2027 sollen die Bauarbeiten im Gallus in Frankfurt abgeschlossen sein. (tt)

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