Eigentlich wollten Christine Georg und ihre Kollegen mit der Schule am Mainbogen durchstarten - bis das Wasser kam. Foto: Hamerski

Reparatur zieht sich

Schule am Mainbogen: Wasserschaden macht weiter Probleme

Weil sich die Reparaturen nach dem massiven Wassereinbruch vor einem Jahr verzögern, müssen die Kinder der Schule am Mainbogen weiterhin auf ihr Mittagessen und ihre Naturwissenschaftsräume verzichten.

Länger als anfangs gedacht dauert nun schon die Beseitigung des schweren Wasserschadens vom Oktober 2018 in der Schule am Mainbogen: Ein Ventil war da an einem Wochenende im zweiten Obergeschoss geplatzt, zunächst unbemerkt floss das Wasser bis hinunter in die Mensa. Anfangs hieß es, nach den Sommerferien 2019 sei alles fertig - nun wird es doch "Anfang nächsten Jahres", erklärt Günter Murr, Sprecher von Baudezernent Jan Schneider (CDU). Das Ausmaß des Schadens habe sich "erst nach Wochen" gezeigt, als alle Böden und Wände gründlich untersucht wurden. "Das ist der größte Wasserschaden, den wir je an einer Frankfurter Schule hatten", sagt Murr. Rund 2,3 Millionen Euro koste die Reparatur.

Vor allem der Verlust der Mensa schmerzt die Gesamtschule, die in den vergangenen sechs Jahren von 350 auf 700 Schüler wuchs. Seit über einem Jahr gibt es für sie kein Mittagessen im eigenen Hause. Während die älteren Schüler sich mittags an Kiosken rund um die Schule verpflegen, ist das für die jüngeren ein "echtes Problem", sagt CDU-Ortsbeirat Sebastian Schugar. Denn die dürfen das Schulgelände nicht verlassen und stehen ohne Mittagessen da.

Es wird wieder musiziert

Die Mensa ist zurzeit die größte Baustelle. Die Deckenplatten sind entfernt, der Aufbau des neuen Fußbodens beginnt gerade: Lange Bahnen aus Teerpappe wurden gerade frisch verlegt. "Wenn wir sowieso schon zugange sind, haben wir auch die nötigen Brandschutzmaßnahmen eingeplant", erklärt Murr. Neben der Mensa sind im Erdgeschoss sechs Unterrichtsräume betroffen, im ersten Obergeschoss unter anderem die Räume der Naturwissenschaften. "Wie in der Mensa, musste dort die gesamte Einrichtung raus." Der Musikraum im Obergeschoss und einige Räume im zweiten Obergeschoss seien bereits nutzbar, sagt Murr.

Alle Böden in diesem Trakt seien herausgerissen worden, alle Wände müssten neu gestrichen werden. Durch die Nässe habe sich Schimmel gebildet, der erst einmal entfernt werden musste. "Kompliziert macht dieses Projekt auch, dass es sich um einen Versicherungsfall handelt. Alles, was wir machen, müssen wir mit den Sachverständigen der Versicherung abstimmen."

Die Lehrer pendeln

Die achten bis zehnten Klassen sind zurzeit ausgelagert in die frühere christliche Schule an der Jakobsbrunnenstraße. Inzwischen werde dort das ganze Gebäude als Übergangsquartier genutzt, nachdem der Brandschutz verbessert wurde, erklärt Murr. Für die Lehrer bedeutet das: Pendeln zwischen dem Schulhaus in der Fachfeldstraße und der Jakobsbrunnenstraße.

Der langwierige Wasserschaden kommt für die Schule am Mainbogen zur Unzeit. Hatte sich die frühere Heinrich-Kraft-Schule doch im vergangenen Jahr nicht nur ein neues Schulprogramm, sondern auch einen neuen Namen gegeben. Ein Neustart sollte her, das schlechte Image der Heinrich-Kraft-Schule von früher wollte sie endlich auch äußerlich abstreifen, mehr Schüler mit Gymnasialempfehlung sollten im Stadtteil gehalten werden. Mehrfach betonte Schulleiterin Christine Georg, das neue System komme bei den Eltern gut an, der Zuspruch steige.

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