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Frankfurt Fechenheim wird wieder zu Elektro Hotspot

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In Frankfurt Fechenheim eröffnet der Zoom-Club wieder.
In Frankfurt Fechenheim eröffnet der Zoom-Club wieder. © IMAGO/leungchopan

Der Frankfurter Club Zoom feiert Neueröffnung in den Räumlichkeiten der ehemaligen Techno-Hochburg Cocoon.

Frankfurt – Die Hallen des ehemaligen Techno-Clubs Cocoon werden ab dieser Woche wieder ein Raum für Konzerte, Clubnächte und vieles mehr. Denn der Kultclub Zoom hat seine Räumlichkeiten in der Innenstadt verlassen und schlägt seine Zelte nun in Frankfurt-Fechenheim auf.

Die Partylocation in der Carl-Benz-Straße hat eine bewegte Vergangenheit. 2004 eröffnete DJ Sven Väth dort den legendären Technoclub Cocoon, der 2012 allerdings Insolvenz anmeldete und bald darauf geschlossen wurde. Mit mäßigem Erfolg siedelte sich danach für einige Jahre die Großraumdisco Moon 13 in dem Gebäude an.

Eröffnung des Zoom in Frankfurt Fechenheim ein voller Erfolg

Vergangenen Mittwoch wurde mit einem Konzert der Elektropopband 2Raumwohnung eine neue Ära für die Immobilie von Ardi Goldman eingeleitet. Mit insgesamt 1400 Besucher:innen wertet Eva Daniels, Geschäftsführerin der Zoom Frankfurt GmbH den Abend als vollen Erfolg. „Ich war rundum positiv überrascht“, erzählt sie. „Der Sound war sehr gut, das Licht war toll. Die Menschenmenge hat sich unglaublich gut und organisch auf die verschiedenen Räume verteilt.“

Mit dem Umzug vergrößert das Zoom sich nicht nur räumlich, sondern orientiert sich auch musikalisch neu. Da die Location in Fechenheim nicht gerade als Hotspot für vorbeilaufende Partygäste bekannt ist, wird der Club vor allem Konzerte in den Mittelpunkt stellen. Aber auch Liebhaber:innen von elektronischer Musik sollen dort nicht zu kurz kommen. Neben dem regulären Programm werden immer wieder einige Specials stattfinden, wie zum Beispiel der Auftritt des chinesischen Nationalzirkus. Hier wird auch der Wunsch von Eva Daniel deutlich: Kultur soll wieder lebendig und präsent werden.

„Soft Planet“ Festival: Zoom läutet in Frankfurt Festivalsaison ein

Am heutigen Samstag, 28. Mai, läutet der Club in Fechenheim bereits die Festivalsaison ein mit dem „Soft Planet“ Festival für elektronische Musik. Ab Samstagmittag kreiert ein Line-up von 17 Künstler:innen ganze 22 Stunden Programm für die Besucher:innen der neuen Feierstätte. Tagsüber finden außerdem zwei Lesungen statt und eine Filmvorführung.

Die große Fläche bietet Raum für gleich zwei Bühnen. Künstler wie Jeremias, die ihre Reichweite während der Pandemie verdoppelt haben, können dank des Ortswechsels nun trotzdem das Zoom füllen. Der „Cafe“-Bereich, in dem sich die kleinere Bühne befindet, lädt zum Bleiben ein – auch nach Ende eines Konzerts.

Neues Design in altbekannten Räumen: Zoom hat neuen Standort im ehemaligen Cocoon-Club

Das Design der neuen Location vereint Spuren des Cocoons mit ganz neuen und individuellen Ideen der Betreiberin. Die ikonische Wabenwand, die den Look des Cocoons damals sehr geprägt hat, ist auch heute noch in Teilen erhalten. Andererseits finden sich viele neue Elemente im Design der Kultstätte wieder. Vor allem der Fokus auf Konzertveranstaltungen stellt ganz andere Anforderungen an das Gebäude als zuvor. Für den neuen Look hat sich Daniels neben einer Reihe von Innenarchitekt:innen, auch Rat von Vermieter Ardi Goldman geben lassen. Er hat vor kurzem selbst den neuen Club Fortuna Irgendwo im Frankfurter Ostend eröffnet.

Nur eines trübt den Glanz der Neueröffnung. Die Location in der Innenstadt konnte nie gebührend verabschiedet werden. Der Mietvertrag für den Club endete am 31. Dezember 2021, mitten in der Hochphase der Pandemie. So verschwand die Partystätte ganz ohne große Feierlichkeiten aus der Clublandschaft der Frankfurter Innenstadt. Wie es mit dem Gebäude in der Brönnerstraße weitergeht, ist noch unklar. (Paula Tauber)

Das komplette Programm unter www.zoomfrankfurt.com

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