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1979 wurde der Ginnheimer Spargel in Frankfurt fertiggestellt. Der Funkturm ist 337,5 Meter hoch und bekam jetzt die Klassifizierung als Denkmal.

Berühmter Fernmeldeturm

Ginnheimer Spargel ist jetzt ein Denkmal - Bund schnürt Millionenpaket für Umbau 

Auszeichnung für den Fernsehturm in Frankfurt: Der Ginnheimer Spargel gilt ab sofort als Denkmal. Der Bund schnürt ein Millionenpaket für den Umbau.

Update vom Donnerstag, 14. November 2019, 17.56 Uhr: Nachdem der Fernsehturm Ginnheimer Spargel in Frankfurt zum Denkmal gekürt worden ist, hat der Bund nun Millionen für den Umbau des Wahrzeichens zugesichert. Eine Beteiligung mit 24,758 Millionen Euro sind das Ergebnis der Haushaltsverhandlungen im Deutschen Bundestag.

Die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen (SPD) sagte anschließend: „Frankfurt hat damit die Chance, diesen eindrucksvollen Ort wieder für seine Bürger und Touristen zu öffnen.“ Und: „Viele werden sich noch an die Disco-Zeiten erinnern. Damals wurde an dem heute menschenleeren Ort getanzt und gefeiert. Es galt als Mutprobe, sich gegen die Aussichtsfenster zu lehnen.“

Frankfurt Bockenheim: Fernsehturm Ginnheimer Spargel ist jetzt ein Denkmal

Erstmeldung vom Donnerstag, 14. November 2019, 10.12 Uhr: Frankfurt – 40 Jahre nach seiner Fertigstellung ist der Ginnheimer Spargel in Frankfurt zum Denkmal gekürt worden. Das Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden hat grünes Licht gegeben. Das teilte Mark Gellert, Sprecher des Planungsdezernats, gestern auf Anfrage mit. Die Denkmalschützer hätten dies mit der geschichtlichen, städtebaulichen und technischen Bedeutung des Fernmeldeturms begründet.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) habe sich für die Anerkennung des 337,5 Meter hohen Bauwerks, das 1979 nach sechsjähriger Bauzeit fertiggestellt worden war und auch Fernsehturm genannt wird, als Denkmal stark gemacht.

Ginnheimer Spargel in Frankfurt: Fernsehturm war früher Disco

Vorausgegangen war die Diskussion, wie der Ginnheimer Spargel, in dem früher einmal eine Disco betrieben wurde und der der Telekom-Tochter "Deutsche Funkturm" gehört, wieder öffentlich zugänglich werden könnte. Den Diskurs hatte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) angestoßen. 

Für einen möglichen Umbau des Ginnheimer Spargels will der OB wie für eine Umgestaltung der Paulskirche Fördergelder vom Bund. Damit aber Fördergeld fließen könne, ist laut Gellert eine Klassifizierung als Denkmal erforderlich.Die "Bild-Zeitung" hatte gestern die Denkmal-Klassifizierung zuerst vermeldet.

Frankfurt kurios: Der Fernsehturm Ginnheimer Spargel liegt in Bockenheim

Der Ginnheimer Spargel heißt offiziell Europaturm, wird im Frankfurter Volksmund aber kaum so genannt. Wohl am geläufigsten ist der Begriff Fernsehturm. 

Der Turm liegt zwar im Ginnheimer Stadtweg 90, aber genaugenommen nicht im Stadtteil Ginnheim, sondern auf der Gemarkung des Stadtteils Bockenheim. Die A66, die südlich des Ginnheimer Spargels verläuft, wird in Frankfurt immer wieder fälschlicherweise mit der Stadtteil-Grenze verwechselt. 

Nach dem Fernsehturm in Berlin ist der Ginnheimer Spargel der zweithöchste Fernmeldeturm in Deutschland. Früher gab es dort neben der Disco auch ein Restaurant. Heute ist das Gebäude für die Öffentlichkeit gesperrt.  Ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom nutzt den Ginnheimer Spargel für die Versendung von digitalem Fernsehen und Radio sowie für die Datenübertragung der Börse. 

bit/ag

Der Kampf um den Erhalt des ehemaligen Tibethauses in Frankfurt-Bockenheim, das viele auch Backhaus nennen, ist nicht vorbei. Initiativen demonstrieren, berichtet fnp.de.*

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