Ein kurioser Diebstahl in einem Finanzamt in Frankfurt beschäftigt das Amtsgericht. (Symbolbild)
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Ein kurioser Diebstahl in einem Finanzamt in Frankfurt beschäftigt das Amtsgericht. (Symbolbild)

Gerichtsurteil

Ein Euro und eine Kaffeemaschine: Einbrecher für kuriosen Raub verurteilt

  • Erik Scharf
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Ein Mann bricht in ein Finanzamt in Frankfurt ein. Der Sachschaden ist wesentlich höher als seine Beute – eine Kaffeemaschine und Münzgeld im Wert von einem Euro. Nun ist sein Urteil gefallen.

Frankfurt - Dieser Einbruch ist mit Sicherheit einer der kuriosen Fälle in der jüngeren Vergangenheit in Frankfurt. Am Ende war der Sachschaden wesentlich höher als die Beute, die ohnehin mehr als ungewöhnlich war. Für den Täter endete die Gerichtsverhandlung am Dienstag (16.02.2021) mit einem halbwegs versöhnlichen Ende.

Ein 43-jähriger Mann ist Anfang Mai 2019 über ein Fenster in ein Finanzamt in Frankfurt eingebrochen. Dort klaute der drogenabhängige Täter eine Kaffeemaschine und Münzgeld in Höhe von einem Euro. Danach flüchtete er zunächst unerkannt. Der an dem Amtsgebäude entstandene Sachschaden war mit rund 1000 Euro wesentlich höher als der Wert der Beute.

Kurioser Einbruch in Frankfurt: Täter legt Geständnis ab

Einige Wochen später kam ihm die Polizei nach der Ermittlung von gentechnischen Spuren auf die Schliche, die Festnahme war die logische Folge. Vor Gericht legte der 43-Jährige nun ein umfassendes Geständnis ab. Den Namen eines bei der Tat mitwirkenden Komplizen aber nannte er nicht. Drogenentzug sei vor allem das Motiv gewesen.

Nachdem er bereits mehrere Wochen in Untersuchungshaft war und mittlerweile einen gesetzlichen Betreuer sowie eine entsprechende Wohnung vorweisen kann, entschied sich das Gericht, die Freiheitsstrafe von acht Monaten zur Bewährung auszusetzen. Für den Täter eine halbwegs erfreuliche Nachricht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (esa/dpa)

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