Die Arbeiten am Neubau der Lahmeyerbrücke sind weit fortgeschritten. Ende Juni soll das Bauwerk eröffnet werden. Die Brücke ist eine wichtige Fußgängerverbindung zwischen Fechenheim und dem Riederwald.
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Die Arbeiten am Neubau der Lahmeyerbrücke sind weit fortgeschritten. Ende Juni soll das Bauwerk eröffnet werden. Die Brücke ist eine wichtige Fußgängerverbindung zwischen Fechenheim und dem Riederwald.

Infrastruktur

Neubau der Lahmeyerbrücke in Frankfurt deutlich teurer als erwartet

  • vonFriedrich Reinhardt
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Die Lahmeyerbrücke zwischen Frankfurt Riederwald und Flechenheim soll Ende Juni fertig sein. Der Bau der Brücke hat jedoch wegen der Baukonjunktur insgesamt Mehrkosten von zwei Millionen Euro verursacht.

  • Die Arbeiten am Neubau der Lahmeyerbrücke in Frankfurt sind weit fortgeschritten.
  • Ende Juni soll das Bauwerk eröffnet werden. 
  • Die Brücke ist eine wichtige Fußgängerverbindung zwischen Fechenheim und dem Riederwald.

Frankfurt - Die Lahmeyerbrücke ist für die Bewohner im Riederwald und in Fechenheim eine wichtige Verkehrsverbindung zur jeweils anderen Seite der Bahnschienen. Ohne sie müssten Fußgänger und Radfahrer einen mindestens zwei Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen, entweder über die Autobahnbrücke der A661 oder über die Cassellastraße. Auch bindet die Brücke die Bewohner des Riederwaldes an die Straßenbahnlinie 11 und 12 an.

Darum wies das Frankfurter Brückenbauprogramm 2015 bis 2019 dem Ersatzneubau der maroden Brücke eine hohe Priorität zu. Im Mai 2019 begannen die Bauarbeiten. Die alte, 1909 gebaute Lahmeyerbrücke kann auch während der Bauzeit weiter genutzt werden. Sie wird erst abgebaut, wenn die neue Brücke fertiggestellt ist. Sie wird unmittelbar neben der alten Brücke gebaut. Der Großteil des neuen Bauwerks steht bereits. Voraussichtlich Ende Juni soll es eröffnet werden.

Lahmeyerbrücke in Frankfurt: Rampe erleichtert künftig die Nutzung

Der rund 160 Meter lange Neubau über die Gleise der Hafenbahn fällt robuster aus und ist mit einer Breite von vier Metern auch deutlich großzügiger bemessen als der Vorgängerbau. Über ebenfalls vier Meter breite Zugangswege wird die Brücke im Norden an die Iselinstraße angebunden, im Süden an die Hanauer Landstraße. Während beim jetzigen Bau Fahrradfahrer ihr Rad mühselig steile Treppen hinauf- oder hinuntertragen müssen oder es über eine schmale Rampe am Rand der Treppenstufen schieben können, wo ihnen zwangsläufig Äste der daneben stehenden Büsche durch das Gesicht streifen, wir die neue Brücke barrierefrei nutzbar sein.

Der Neubau wird allerdings deutlich teurer ursprünglich erwartet. Rund 7,9 Millionen Euro bewilligten 2018 die Stadtverordneten für den Ersatzneubau. Nun hat der Magistrat weitere zwei Millionen Euro bewilligt. Dies muss die Stadtverordnetenversammlung noch freigeben. "Die höheren Kosten sind der Baukonjunktur geschuldet", sagt Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, die den Brückenneubau verantwortet und organisiert. Fachfirmen im Brückenbau seien derzeit sehr gut ausgelastet. Firmen, sofern sie sich an einer Ausschreibung beteiligten, reichten Angebote ein, die zum Teil deutlich höher ausfallen als in der ursprünglichen Kalkulation vorgesehen.

Das günstigste Angebot ergab allein für den Straßen- und Brückenbau einen Betrag von 7,6 Millionen Euro. Damit waren aber noch nicht die Kosten für die Brücken- und Wegbeleuchtung enthalten, oder für Maßnahmen für den Artenschutz, die Ablösesumme von einer halben Million Euro für die Deutsche Bahn oder die Folgekosten der Baustelle.

Lahmeyerbrücke zwischen Frankfurt Riederwald und Fechenheim: Anteil der Bahn erhöht sich

Jedoch muss die Stadt Frankfurt die zusätzlichen zwei Millionen Euro wohl nicht allein tragen. Wie aus der Mitteilung des Magistrats hervorgeht. So steige zwar auch die Ablösesumme für die Deutsche Bahn um 95 000 Euro. Allerdings beteiligt sich die Bahn mit mehr Geld am Brückenbau. So steige die Beteiligung von 1,2 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro. Auch hat die Stadt Aussicht auf zusätzliche Fördermittel von 1,2 Millionen Euro, die das Amt für Straßenbau und Erschließung bereits beantragt hat.

Neben der Innenstadt wird wohl kaum ein anderer Frankfurter Stadtteil täglich von so vielen Menschen frequentiert wie Fechenheim. Die meisten Besucher kommen zum Einkaufen oder Arbeiten in die Betriebe der Hanauer Landstraße.

Die Cassellabrücke in Frankfurt soll verschwinden. Der Neubau kann wohl nicht vor dem Jahr 2024 beginnen.

von Friedrich Reinhardt

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