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FlixTrain kritisiert das Klimapaket der Bundesregierung

Ab Ostern 2020 mehr Züge

Flixtrain kritisiert Klimapaket - Neue Züge mit mehr Stopps in Hessen

Das Zugunternehmen Flixtrain übt Kritik am Klimapaket der Bundesregierung und baut gleichzeitig das Streckennetz aus, mit mehr Stopps in Frankfurt.

Frankfurt - Der private Fernzuganbieter Flixtrain baut sein Streckennetz aus, teilte das Mutterunternehmen FlixMobility am Mittwoch (09.10.2019) mit. Für Frankfurt gibt es demnach Veränderungen und neue Reiseziele. Gleichzeitig kritisierte das Unternehmen das neue Klimaschutzpaket der Bundesregierung. 

Bahn: FlixTrain kritisiert Klimaschutzpaket

„Im kürzlich verabschiedeten Klimapaket der Bundesregierung mit massiven Subventionen für die Deutsche Bahn sehen wir diese Entwicklung natürlich gefährdet“, sagt André Schwämmlein, Mitgründer und Geschäftsführer von FlixMobility laut der Pressemitteilung. „Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass die vielen Milliarden tatsächlich in den Schienenausbau investiert werden, so dass alle Wettbewerber profitieren können. Ein funktionierender Wettbewerb würde nicht nur die Fahrgastzahlen auf der Schiene, sondern auch die Qualität des Angebots erhöhen und somit zu einer nachhaltigen Mobilitätswende beitragen.“

Bahn: Mehr Konkurrenz im Fernverkehr

Laut Klimaschutzpaket der Bundesregierung sollen bis 2030 rund 86 Milliarden Euro in die Infrastruktur fließen, das heißt auch neue Gleise und neue Techniken, damit noch mehr Züge durch Deutschland rollen können. 

Das dürfte auch den künftigen Konkurrenten Rheinjet freuen, das Unternehmen möchte vom 8. November an einen Fernzug anbieten, der von München über Stuttgart und Frankfurt zurück nach München fährt.

Ab Ostern 2020 bietet Flixtrain eine neue Linie an, die wie alle anderen Linien auch in Frankfurt (Süd) stoppen wird. Ab Frankfurt nimmt sie den für Flixtrain üblichen Linienweg und fährt über Darmstadt und Heidelberg nach Stuttgart.

Folgende Linien bietet Flixtrain an:

  • Berlin - Halle - Erfurt - Gotha -  Eisenach - Fulda - Frankfurt (Süd) - Heidelberg - Stuttgart
  • Leipzig - Wittenberg - Berlin - Dortmund - Köln - Aachen
  • Hamburg - Köln
  • Ab Ostern 2020 neu: Hamburg - Kassel - Frankfurt - Darmstadt - Heidelberg - Stuttgart

Flixtrain fällt immer wieder damit auf, dass es gegen die Bahn schießen. Vor allem dann, wenn dem Unternehmen die gewünschte Strecke oder Fahrzeit nicht angeboten wird. Neu ist allerdings, dass der Fernzuganbieter offen Kritik an der Bundesregierung übt.

Auch über eine Durchbindung der Linie Hamburg - Köln nach Frankfurt wurde spekuliert, ab 2021 wäre diese Durchbindung theoretisch möglich, sagte ein Pressesprecher auf Nachfrage. Sie wollten aber keine Hoffnung schüren, die sie nicht halten könnten. 

Vorerst fährt Flixtrain weiterhin nur Frankfurt Süd an und zwar Richtung Hamburg, Berlin und Stuttgart. Die Strecke Berlin-München über die Schnellfahrstrecke hat sich das Unternehmen dagegen abgeschminkt

Von Valentin Beige

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