Ein Flugzeug vom Typ Airbus A340-600 der Lufthansa auf einem Rollfeld des Frankfurter Flughafens.
+
Ein Flugzeug vom Typ Airbus A340-600 der Lufthansa auf einem Rollfeld des Frankfurter Flughafens. (Archivbild)

Flughafen Frankfurt

Verdächtige Nachrichten: Vier Passagiere sorgen für Großeinsatz der Polizei – Flug annulliert

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
    schließen

Nach auffälligem Verhalten von vier Passagieren greift am Flughafen Frankfurt die Bundespolizei ein. Die Festnahme legt brisante Details offen.

Frankfurt – Vier Passagiere haben kurz vor dem Start eines Flugs vom Flughafen Frankfurt* für einen Großeinsatz der Bundespolizei gesorgt. Der Lufthansa*-Flug mit Ziel Mexiko wurde daraufhin annulliert. Dass die vier zwischenzeitlich festgenommenen Männer jetzt Strafverfahren erwartet, hat dem Polizeibericht zufolge aber ganz andere Gründe.

Auf sie aufmerksam geworden war die Bundespolizei am Samstagmittag (14.08.2021) gegen 11.30 Uhr nach einer Meldung der Deutschen Flugsicherung. Vier Personen an Bord einer Airbus A340 würden sich unbotmäßig verhalten: Trotz Aufforderungen seitens der Flugbegleiter hätten sie auf dem Weg zum Start ihre Mobiltelefone für Messengernachrichten genutzt. Aufgenommene Sprachnachrichten sorgten außerdem für Unruhe unter den Mitreisenden sowie der Crew.

Aufregung am Flughafen Frankfurt: Passagiere verschicken alarmierende Sprachnachrichten

Mit einem Übersetzerprogramm versuchten einzelne, die Sprachnachrichten der Personen vom Indischen ins Französische zu übersetzen. Danach bestand der vermeintliche Verdacht, dass mindestens einer der jungen Männer im Alter zwischen 18 und 27 Jahren Selbstmordabsichten hege. Dass sie nur mit Handgepäck reisten, unterfütterte diese Mutmaßungen.

Die Polizei nahm die vier Inder daraufhin fest und durchsuchte die Maschine mit Sprengstoffhunden. Auf Überraschungen stießen sie dabei nicht. Die hielten dann die Festgenommenen bereit: Einem Geständnis zufolge sei ihr Ziel die USA gewesen – in das sie sich über Mexiko einschleusen lassen wollten. Eine Durchsuchung ihres Reisegepäcks förderte gefälschte portugiesische Aufenthaltstitel zutage.

Flughafen Frankfurt: Großeinsatz der Bundespolizei legt geheime Reisepläne offen

Die Bundespolizei erstattete Anzeige gegen alle vier Personen wegen Urkundenfälschung, sowie Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz. Einer der vier Männer muss sich außerdem strafrechtlich für den Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Er hatte bei seiner Festnahme im Flugzeug nicht kooperiert, heißt es seitens der Polizei. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wies man die vier Personen nach Indien zurück.

Anfang August ist der Polizei am Flughafen Frankfurt ein international gesuchter mutmaßlichen Straftäter ins Netz gegangen. Er soll im März 2020 eine Minderjährige vergewaltigt haben. (mp) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion