Man ahnt es: Dieses Foto stammt aus den Vor-Corona-Zeiten, konkret aus dem vergangenen Jahr. Man kann gespannt sein, wie die Bademeister solche Szenen vermeiden werden. Viel Arbeit wartet auf sie und erhöhte Aufmerksamkeit.
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Man ahnt es: Dieses Foto stammt aus den Vor-Corona-Zeiten, konkret aus dem vergangenen Jahr. Man kann gespannt sein, wie die Bademeister solche Szenen vermeiden werden. Viel Arbeit wartet auf sie und erhöhte Aufmerksamkeit.

Freibäder und Corona-Regeln

Schwimmen im gebuchten Zeitfenster

  • Anna Grösch
    vonAnna Grösch
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Wer in den seit Montag geöffneten Frankfurter Bädern unter freiem Himmel ins Becken oder auf die Liegewiese möchte, muss sich vorher ein Zeitticket buchen. So soll Massenandrang verhindert werden. Es gilt Abstand halten, auch beim Planschen.

Frankfurt -Die Betreiber der Frankfurter Bäder machen sich wohl auch keine Illusionen, dass in den kommenden Wochen Sommer-Normalität in ihren Freibädern einkehrt. Auf der Website werden die potenziellen Gäste mit dem Satz "Herzlich Willkommen bei den Frankfurter Bädern unter Pandemie-Bedienungen!" begrüßt. So sollte auch der Letzte verstehen, dass der Freibad-Besuch in diesem Jahr anders verläuft als gewohnt.

Pandemie-Bedingungen also. Wie sehen die aus? Es beginnt damit, dass Besucher vorab auf der Seite der Frankfurter Bäder (frankfurter-baeder.de) ein Zeit-Slot buchen müssen. Spontan erscheinen geht nicht. An den Kassen werden keine Tickets verkauft. Auf diese Weise sollen große Schlangen vermieden werden. Online muss sich im Vorhinein entschieden werden, zu welcher Zeit man schwimmen gehen möchte. So soll die Zahl der Besucher reguliert werden.

Nur im Rebstock gibt's Tickets an der Kasse

"Wir können ja nicht 3000 Leute ins Bad lassen, wenn dann gar nicht alle ins Wasser können", sagt Boris Zielinski, Geschäftsführer der Frankfurter Bäder. Geöffnet sind außerdem nicht alle Bäder. Gestern machten das Freibad Hausen, das Silobad, das Stadionbad, das Brentanobad, das Freibad Eschersheim und das Rebstockbad auf.

Anders als in Restaurants müssen die Gäste allerdings ihre Daten beim Eintritt nicht angeben, weil die Tickets bereits im Vorhinein auf einen Namen gebucht werden. Eine Ausnahme gilt für das Rebstockbad, wo weiterhin auch an der Kasse ein Ticket erworben werden kann. Beim Eintritt müssen die Tickets in elektronischer Form oder als Ausdruck vorgezeigt werden.

Am Ende des gebuchten Zeitraums muss das Schwimmbad wieder verlassen werden, es können allerdings auch mehrere Zeitfenster innerhalb desselben Tages gebucht werden - wenn diese verfügbar sind. Vorsicht: Der Zeitraum auf den Tickets ist bindend. Umgetauscht oder verändert werden kann das Ticket im Nachhinein nicht mehr. Wer ein ermäßigtes Ticket kauft, muss an seine Ermäßigungsbescheinigung, etwa Studentenausweis oder Schwerbehindertenausweis, denken. Auch im Schwimmbad selbst müssen Besucher auf einiges achten.

Keine Absperrbänder - "so viel Normalität wie möglich"

Auch hier gelten 1,5 Meter Abstand - sowohl auf den Liegewiesen und vor den Verkaufsständen als auch im Schwimmbecken. Etwa durch Absperrbänder voneinander getrennt sind die Gäste jedoch nicht, wie Bäder-Geschäftsführer Zielinski sagt. "Wir wollen den Leuten so viel Normalität wie möglich bieten. Wir sind darauf vorbereitet, auch Absperrbänder zu benutzen, wollen aber erst einmal schauen, ob es nicht auch so geht." Zwischen 14 und 15 Uhr sind die Bäder für die Gäste geschlossen. In dieser Zeit wird gereinigt und desinfiziert. Die Abstandsmaßnahmen gelten auch für das Schwimmen an sich. Durch Absperrungen zwischen den Bahnen soll verhindert werden, dass die Menschen sich zu nahe kommen. "Kreuz und quer schwimmen funktioniert nicht", sagt Geschäftsführer Zielinski. Zum Sport machen kommen die Frankfurter in den Freibädern nun also wieder - ob sich das Sommer-Gefühl trotz der Corona-Maßnahmen einstellt, wird sich zeigen.

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