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Fund von 4,6-Millionen-Scheck an Haribo: Auch ein Randaspekt irritiert die Community

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Von: Florian Dörr

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Mickrige Belohnung? Maßloser Finder? Der Fund eines 4,6-Millionen-Euro-Schecks in Frankfurt sorgt auf Facebook für Diskussionen.

Frankfurt - Ein Mann findet in Frankfurt einen Scheck über 4,6 Millionen Euro auf der Straße. Adressat ist Haribo, Aussteller der Handelsriese Rewe. An der Bahnhaltestelle Niederrad war er offenbar verloren gegangen. Was nach einem Jackpot klingt, war in Wahrheit aber recht wertlos: Der ehrliche Finder wendet sich an den Süßwarenhersteller und bekommt als Dank sechs Haribo-Packungen. „Da es ein Verrechnungsscheck war, hätte ihn außer unserem Unternehmen niemand einlösen können“, erklärt ein Sprecher von Haribo gegenüber dem Express.

Die Geschichte aus Frankfurt, aufgeschrieben von der FNP, sorgt auf Facebook für einige Diskussionen. Fast 10.000 Mal wurde der entsprechende Artikel geliket. Dazu kommen fast 2500 Kommentare. Und die Reaktionen könnten unterschiedlicher kaum sein.

4,6-Millionen-Scheck an Haribo in Frankfurt gefunden: Reaktionen in ganz unterschiedliche Richtungen

Zum einen melden sich die Kritiker zu Wort, die Haribo für den in ihren Augen mickrigen Finderlohn abstrafen. „Wenn mittlerweile ein Päckchen Haribo dank Inflation 771.923,13 Euro kostet, dann ist doch alles in Ordnung“, heißt es etwas zynisch. Oder: „Bisschen popelig, auch wenn es nur ein Verrechnungsscheck war!“ Und mit einem Hauch von Ironie: „Die Zeiten sind so schlecht, dass man heute nur noch mit Gummibärchen Tüten zahlen kann.“

Haribo-Goldbären liegen auf einem Tisch. Der Standort des Süßwarenherstellers bei Zwickau mit 150 Arbeitsplätzen ist in seiner Existenz bedroht.
Sechs Haribo-Tüten für einen gefundenen Millionen-Scheck? Ein Fall aus Frankfurt regt auf Facebook zu hunderten Kommentaren an. (Symbolbild) © Sebastian Willnow/dpa

Unter den Facebook-Kommentatoren bei der FNP sind aber auch jene, die sich mit kritischen Worten an den Finder des 4,6-Millionen-Euro-Schecks aus Frankfurt wenden: „Der kann froh sein, dass er überhaupt einen Finderlohn erhalten hat. Ein Verrechnungsscheck ist ein auf eine bestimmte Person ausgestellter Scheck und kann von Dritten nicht eingelöst werden“, heißt es hier etwa. Oder: „Muss man denn heutzutage für eine Selbstverständlichkeit immer gleich eine ‚Riesensumme‘ Finderlohn erwarten?“

4,6-Millionen-Scheck an Haribo in Frankfurt gefunden: „Wir haben 2022, oder habe ich mich geirrt?“

Den Scheck von Rewe an Haribo, der in Frankfurt-Niederrad gefunden wurde, vernichtete der Finder auf Bitten eines Firmenjuristen des Süßwarenherstellers letztlich. „Darauf stand eine so große Summe, dass ich sie nicht mal aussprechen konnte“, lässt er sich von der Bild zitieren. Genauer: 4.631.538,80 Euro. Das Dankeschön des Unternehmens fand der Mann vor diesem Hintergrund - und trotz des Umstands, dass es für ihn so oder so letztlich ein wertloses Stück Papier geblieben wäre - „etwas billig“, wie ihn der Express zitiert.

Reichlich Anklang findet unter dem FNP-Artikel bei Facebook zum Haribo-Scheck-Fund in Frankfurt übrigens ein Kommentator, dem es nicht einmal um die Höhe des Finderlohns geht. Er meint: „Krass, dass in der heutigen Zeit noch mit Schecks gearbeitet wird. Wir haben 2022, oder hab ich mich geirrt? Ich bin fest davon ausgegangen, dass heute keiner mehr Schecks verwendet. Aber vermutlich wird auch noch per Fax oder ganz neumodisch per BTX gearbeitet.“ (fd)

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