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„Auf Wohnungsnot aufmerksam machen“: Aktivisten besetzen Haus im Gallus

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Von: Niklas Hecht

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Polizei war am Samstag vor dem besetzten Haus im Frankfurter Gallus präsent. Die Einsatzkräfte unternahmen aber keinen Räumungsversuch.
Polizei war am Samstag vor dem besetzten Haus im Frankfurter Gallus präsent. Die Einsatzkräfte unternahmen aber keinen Räumungsversuch. © Michael Schick

Im Gallus haben Aktivisten ein Haus besetzt. Mit der rechtswidrigen Aktion wollen sie auf die prekäre Wohnsituation vieler Menschen in Frankfurt hinweisen.

Frankfurt - Aktivisten des Kollektivs „Freiräume statt Glaspaläste“ haben im Stadtteil Gallus in Frankfurt ein Haus besetzt. Wie die Polizei auf Nachfrage berichtet, drangen die Besetzer am Samstag (3. Dezember) gegen 15 Uhr in das Gebäude ein. Es habe friedliche Gespräche mit den Aktivisten gegeben, eine Räumung habe die Polizei nicht vollzogen, da der Mieter der betroffenen Wohnungen bislang nicht erreichbar gewesen sei. In dem Haus stehen nach Angaben der Polizei mehrere Wohnungen leer.

Der Webseite frankfurter-info.org sagten die Aktivisten, dass sie mit der Besetzung „auf die Wohnungsnot und die prekäre Wohnungspolitik der Stadt Frankfurt aufmerksam machen“ wollten. Die Anwohner des Gallus seien täglich mit Gentrifizierung und der Verschärfung der Energie und Lebenshaltungskosten konfrontiert.

Aktivisten besetzen Haus in Frankfurt: „Mit Menschen ins Gespräch kommen“

In dem besetzten Gebäude möchten die Aktivisten nach eigenen Angaben Ausstellungen, Diskussionen und Workshops anbieten. „Damit wollen wir über die aktuelle Situation zu Wohnen und Leben im Gallus informieren und mit Menschen ins Gespräch kommen“, zitiert frankfurt-info.org das Kollektiv. Vor der Besetzung hatte es in Frankfurt am Samstag mehrere Demonstrationen gegen Wohnungsnot und hohe Mieten gegeben. (nhe)

Im Interview spricht Stadtrat Mike Josef (SPD) über die Wohnungsnot in Frankfurt, den Baulandbeschluss und Widerstände gegen städtische Bauvorhaben.

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