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An dieser Ecke sind nicht nur die Autos, sondern auch die aus Richtung Bockenheim kommenden Radler meist recht zügig unterwegs. 

Diskussion in Ortsbeirat 7

Gefährliche Abfahrt an Breitenbachbrücke - Politiker mit Idee für mehr Sicherheit

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Um Unfälle zu verhindern, wurde die Auffahrt von der Breitenbachstraße auf die Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße in Hausen umgestaltet. Nun wird erneut über die Stelle diskutiert.

Frankfurt/Hausen - Die Straßenauffahrt galt als Unfallschwerpunkt. Autofahrer, die unter der Breitenbachbrücke kommend auf die Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße auffahren wollten, haben oft übersehen, dass sie dabei einen Radweg kreuzen. Um die Gefahrenstelle zu entschärfen, wurde vor einigen Jahren ein Stopp-Schild aufgestellt und die Einfädelspur auf der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße gesperrt. So sollte verhindert werden, dass die Autos zu rasant unterwegs sind, und dass sie zu wenig auf Radfahrer achten.

Doch Sebastian Papke ist mit derzeitigen Situation nicht zufrieden. Der Fraktionsvorsitzende der FDP im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) will über das Thema erneut diskutieren. Sein Antrag steht auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung. Er fordert darin zunächst einmal Informationen vom Magistrat: Wie viele Unfälle haben sich dort seit der Neugestaltung ereignet? Und wäre eine farbliche Markierung des Fahrradweges möglich?

Frankfurt/Hausen: Autos achten an Breitenbachbrücke nicht auf Radfahrer 

Papke sagt, er sei als Schüler selbst jahrelang jeden Tag auf dem Radweg gefahren. Ihm gehe es um mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Das Stopp-Schild sei gut, aber an der Sperrung der Einfädelspur habe er Zweifel. "Viele Autofahrer haben nun Angst, direkt auf die Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße aufzufahren. Sie achten auf andere Autos, aber weniger auf die Radfahrer."

Tatsächlich berichten Kenner der Strecke, dass die meisten Autofahrer nicht an dem Stopp-Schild halten, das vor dem Zebrastreifen und Radweg steht, sondern schwungvoll weiter vor fahren. Sie halten dann direkt auf dem Fußgänger- und Fahrrad-Übergang. Und dort warten sie, bis die Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße frei ist, um darauf zu fahren.

Frankfurt/Hausen: Staus an Breitenbachbrücke vorprogrammiert - Neue Idee

Der Ortsbeirat 7 tagt heute, 10. September, ab 19.30 Uhr, im Gymnasium Nord, Muckermannstraße 1. In der Bürgerfragestunde wird Baudezernent Jan Schneider über den Erweiterungsbau der Kerschensteinerschule sprechen.

"Das führt auch immer wieder zu Staus", sagt FDP-Politiker Papke. Er schlägt deshalb vor, die Einfädelspur wieder zu öffnen. Um der Gefahr vorzubeugen, dass Autofahrer dann gar nicht mehr halten, sondern mit Schwung auf die Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße fahren, will Papke den Radweg sichtbarer machen. "Zum Beispiel, indem man ihn rot auf der Straße markiert", sagt er. Der FDP-Antrag enthält diese Forderungen allerdings noch nicht. Zunächst soll es nur darum gehen, Auskünfte aus dem Verkehrsdezernat zu erhalten.

Bei einem Unfall auf der Breitenbachbrücke verletzte sich ein Kradfahrer schwer, er wurde ins Krankenhaus gebracht. Bei einem anderen Unfall auf der Breitenbachbrücke stürzte ein 19 Jahre alter Frankfurter sieben Meter in die Tiefe. Er verletzte sich dabei schwer. In Frankfurt-Rödelheim ist bei einem Unfall mit einem Bus eine Frau ums Leben gekommen. 

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