1. Startseite
  2. Frankfurt

Knie gegen Schenkel: Gericht hebt Bewährung von Polizist nach Übergriff auf

Erstellt:

Von: Erik Scharf

Kommentare

Nach einem körperlichen Übergriff bei einer Personenkontrolle ist ein Polizeibeamter zu einer Geldstrafe verurteilt worden.
Nach einem körperlichen Übergriff bei einer Personenkontrolle ist ein Polizeibeamter zu einer Geldstrafe verurteilt worden. © Blatterspiel/Imago

Statt einer Bewährungsstrafe muss ein Polizist wegen eines körperlichen Übergriffs bei einer Personenkontrolle eine Geldstrafe zahlen.

Frankfurt – Nachdem ein Polizist auf einer Wache bei einer Personenkontrolle sowie Blutentnahme körperlich übergriffig geworden ist, hat ihn das Landgericht Frankfurt* am Dienstag (22.02.2022) zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ursprünglich hatte ihn das Amtsgericht zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Die Richter gingen nun aber von einem minderschweren Fall der Körperverletzung im Amt aus. Das Landgericht kassierte das vorangegangene Urteil und verdonnerte den 50-Jährigen zu einer Geldstrafe von 7200 Euro Geldstrafe (90 Tagessätze). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.(Aktenzeichen 3465 Js 212501/20).

Frankfurt: Polizist stößt Mann mit Knie gegen Oberschenkel – Gericht spricht von „Gemengelage“

Der erheblich alkoholisierte Geschädigte war im Oktober 2019 unter dem Verdacht der Unfallflucht in das Frankfurter Polizeipräsidium gebracht worden. Dort widersetzte er sich offenbar der Personenkontrolle und der Blutentnahme.

Daraufhin stieß der Beamte dem Opfer mit dem Knie gegen den Oberschenkel und fügte ihm dadurch erhebliche Schmerzen zu. Im Berufungsprozess war von einer „Gemengelage“ die Rede - gleichwohl habe sich der Beamte unangemessen verhalten. Das Gericht sah eine Geldstrafe für ausreichend an. (esa/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Ein anderes Verfahren um rassistische Chats bei Polizisten in Hessen geht in die nächste Instanz.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion