+
Der Fernsehturm im Sonnenuntergang. FOTO: ARNE DEDErt/dpa

Bockenheim

Frankfurt: Der Ginnheimer Spargel ist in die Jahre gekommen

  • schließen

Aktuell werden Reparaturen am Betonsockel des Ginnheimer Spargels durchgeführt. Die Öffnung des Frankfurter Wahrzeichens liegt noch in weiter Ferne.

Frankfurt -Am Ginnheimer Spargel wird gearbeitet. Seit Oktober vergangen Jahres steht der Fernsehturm unter Denkmalschutz. Für die Öffentlichkeit ist der 337,5 Meter hohe Europaturm allerdings vorerst weiterhin nicht zugänglich. Doch es gibt Überlegungen, wie sich das wieder ändern könnte.

Vorerst wird nun allerdings erstmal der Beton an den Basisgebäuden und der Außenhülle des Turms saniert, wie Caroline Hero vom Denkmalamt der Stadt mitteilt. In dem Sockel befinden sich Bürogebäude, die von der Telekom genutzt werden. Deren Tochtergesellschaft Deutsche Funkturm gehört der Spargel heute.

Denkmalamt ist eingebunden

Bei den Bauarbeiten an dem Denkmal wird eng mit dem Denkmalamt zusammengearbeitet. "Wir sind in Abstimmung mit dem Betreiber. Die Instandsetzung und Sanierungsmaßnahmen sind natürlich wünschenswert. Bei einem in die Jahre gekommenen Gebäude muss man dabei behutsamer vorgehen, als bei einem Gebäude, das nicht unter Schutz steht", erklärt Hero. Es sei wünschenswert dass der Spargel, der in früheren Zeiten auch schon eine Diskothek und ein Restaurant beherbergte, von den Frankfurtern wieder genutzt werden kann. Das größte Problem dabei sind derzeit aber die fehlenden Fluchtwege. Das bestätigt Benedikt Albers von der Deutschen Funkturm. "Es gibt noch immer Überlegungen, den Turm wieder für die Öffentlichkeit zu öffnen. Ein wirtschaftlich nachhaltiger Betrieb ist allerdings ohne Fördermittel und öffentliche Gelder unrealistisch." Für die Erneuerung des Brandschutzes seien hohe Investitionen notwendig. An fünfzig Prozent dieser Kosten könnte der Bund sich beteiligen, der für die Spargel-Sanierung öffentliche Gelder in Höhe von 24 Millionen Euro in Aussicht gestellt hatte, nachdem der Turm unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Ähnliche Projekte habe es an Bauten in Dresden und Hamburg gegeben. Dort sei die andere Hälfte der Kosten von Stadt und Ländern übernommen worden, berichtet Albers.

In den Gebäuden unterhalb des Fernsehturms sind Büro und Technikräume der Telekom untergebracht. Darin befindet sich außerdem einer der wichtigsten Internetknotenpunkte Deutschlands und Europas.

Gebäude hat kaum bekannte Funktion

Auch im Fernsehturm selbst gibt es über der früheren öffentlichen Fläche noch Büros. Diese seien allerdings schon seit den 90er-Jahren nicht mehr genutzt worden. Das an und im Turm gearbeitet werde, sei derweil gar nicht ungewöhnlich. "Das Gebäude kommt ein bisschen in die Jahre und da müssen wir eben mit Instandhaltungsmaßnahmen ansetzen", erläutert Albers.

Eine weitere Funktion kommt dem Fernsehturm noch zu, die vielleicht nicht allen Frankfurtern bekannt ist: Er ist auch ein Testgebäude für Fahrstühle. "Die Firma Schindler testet darin Aufzugsanlagen. Deswegen finden sowieso laufend Austauscharbeiten mit neuer Technik statt." Von Anna Grösch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare