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Wohnprojekte konnten sich zuletzt bei der Stadt Frankfurt auf ein Grundstück in Griesheim bewerben. "Kollektiv Leben" erhielt den Zuschlag. (Symbolbild)

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Innovatives Wohnprojekt gewinnt Ideenwettbewerb um Grundstück in Griesheim

Wohnprojekte konnten sich zuletzt bei der Stadt Frankfurt auf ein Grundstück in Griesheim bewerben. "Kollektiv Leben" erhielt den Zuschlag. 

1800 Quadratmeter, knapp drei Fußballfelder groß, ist das seit langem brachliegende Areal an der Schöffenstraße in Nachbarschaft zur Autobahn 5. Die Stadt will es durch innovative Wohnprojekte mit Leben füllen und suchte nach dem Motto "Wer Ideen hat, darf bauen", seit Mai dieses Jahres nach überzeugenden Konzepten. Jetzt ist man offenbar fündig geworden. 

Wie die Stadträte Mike Josef (SPD) und Jan Schneider (CDU) gestern bekanntgaben, hat das Projekt "Kollektiv Leben", kurz Kolle, den Beirat aus Stadtverwaltung, Politik und Experten für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen überzeugen können und den Zuschlag erhalten.

Frankfurt-Griesheim: Wohnprojekt überzeugt mit Schallkonzept 

"Mit kreativem Lärmschutzkonzept, flächensparsamen Grundrissen und Angeboten für das Quartier hat das Vorhaben des Mietshäuser-Syndikats die Beiratsmitglieder für sich eingenommen", lobte Mike Josef. Das Projekt müsse wegen der Nachbarschaft zur Autobahn ein umfangreiches Schallschutzkonzept umsetzen.

 Dazu habe es "schon sehr konkrete Ideen, wie gemeinsam genutzte Flächen und die Erschließung als inneren Lärmschutz zu bauen", betonte Josef. Stadtrat Schneider ergänzte: "Mich freut besonders, dass ein Grundstück entwickelt werden kann, für das wegen der schwierigen Lage bisher kein Investor gefunden werden konnte."

Vergeben wird die Liegenschaft in Erbpacht für 99 Jahre. Begleitet werden die Projektmitglieder in ihrer Bauphase vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen und dem Amt für Wohnungswesen, um so jahrelange Erfahrung auch an neue Projekte weiterzugeben.

Bebauung in Frankfurt-Griesheim soll rasch starten

Die Bebauung soll nun rasch Fahrt aufnehmen, eine "zeitnahe Realisierung", so die Stadt, sei gewünscht und geplant. Vorgesehen sind unter anderem eine Werkstatt und ein sogenannter "Co-Working-Space" - hier arbeiten Freiberufler, kleinere Start-up-Unternehmen Seite an Seite in offenen Räumen und sollen so voneinander profitieren können.

Aber auch die Griesheimer sollen Grund zur Freude haben: Da auch ein Veranstaltungsraum Teil des Wohnprojektes sein soll, der laut Stadt "allen Nachbarn zur Verfügung stehen wird".

Dass die Stadt die Liegenschaft nicht zum höchsten Preis, sondern an das beste Konzept vergeben hat, habe viele Vorteile: "Auf diese Weise kann auf die Wirkung ins Quartier, die Miethöhe, die nachhaltige Bauweise und die Schaffung von genossenschaftlichem und gemeinschaftlichem Wohnraum Einfluss genommen werden", so Planungsdezernent Mike Josef.

Frankfurt-Griesheim: Durch Wohnprojekte attraktivere Ortsteile

Es sei das mittlerweile siebte sogenannte Konzeptvergabeverfahren für gemeinschaftliches Wohnen in den vergangenen rund drei Jahren und das 13. Projekt in Frankfurt. 

Nach Josefs Worten ist es "gut, dass wir in den letzten Jahren mit der Konzeptvergabe neue Wege gegangen sind. Das findet auch bundesweit Beachtung". Denn so schaffe man nicht nur langfristig bezahlbaren Wohnraum. Auch das Stadtbild in den Ortsteilen werde attraktiver gestaltet, weil unschöne Brachen neu bebaut werden.

Das gemeinschaftliche Wohnprojekt habe jetzt ein Jahr lang exklusiven Zugriff auf die Fläche, erklärte Liegenschaftsdezernent Jan Schneider, dessen Amt für Bau und Immobilien (ABI) für die Vergabe des Grundstücks verantwortlich ist. "Mit dieser sogenannten Anhandgabe des Grundstücks geben wir der Gruppe Zeit, ihr Konzept in eine ausgereifte Planung mit einer gesicherten Finanzierung zu überführen."

"Auf diese Weise können auch schwierige Grundstücke sinnvoll entwickelt werden, ohne dass beide Seiten zunächst unnötig große Risiken eingehen" , heißt es abschließend.

(mfo)

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