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Streik der Busfahrer in Frankfurt und Offenbach: Am Freitag streiken voraussichtlich die Busfahrer privater Betriebe.

Notfallpläne nicht flächendeckend

Streik trifft Zehntausende: Vor allem viele Schüler sind betroffen

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Zehntausende Pendler sind von dem Busfahrer-Streik betroffen. Laut Verdi liegt der Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet. Lesen Sie, wo keine Busse fahren. 

Update vom Freitag, 27.09.2019, 15.48 Uhr: Nachdem die Tarifverhandlungen in der dritten Runde gescheitert waren, hatte Verdi die Busfahrer privater Unternehmen zum Streik aufgerufen und sie folgten dem Ruf. Am Freitagmorgen standen viele Menschen vergeblich an den Bushaltestelle in ganz Hessen. 

Betroffen von den Streiks waren auch viele Schüler in Hessen, die am letzten Tag vor den Herbstferien Schwierigkeiten hatten, zur Schule zu kommen. Manche Städte hatten Notfallpläne ausgearbeitet, um den Transport der Schüler zu gewährleisten, zum Beispiel war das in Oberursel der Fall. In Offenbach war ein Notfallkonzept nicht möglich, heißt es vonseiten der Stadt. 

Update vom Freitag, 27.09.2019, 13.13 Uhr: Auch Hanau ist von dem Busfahrer-Streik betroffen. Demnach bleiben alle Stadtbusse der HSB im Depot. Sie werden heute auch nicht mehr fahren, heißt es. Nicht alle hatten den Streik mitbekommen. 

Hanau: Wegen Streik fahren Stadtbusse nicht 

Am Zentralen Busbahnhof warteten viele vergebens auf den Bus. Vor den Schulen bildeten sich am Morgen lange Schlangen von Autos - es handelte sich vor allem um Eltern, die ihre Kinder zur Schule brachten, weil die Schulbusse nicht fuhren. Doch nicht nur in Hanau warten viele Menschen vergebens auf den Bus: Laut hessenschau.de sind alleine in Darmstadt 60.000 Menschen von dem Streik betroffen. 

In einem Linienbus des RMV in Bad Homburg wurde eine 18-Jährige an der Brust angefasst. Doch die junge Frau reagiert souverän.

Update vom Freitag, 27.09.2019, 11.39 Uhr: Der Streik der Busfahrer stellt Pendler in ganz Hessen auf die Probe. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet stehen die meisten Busse komplett still. So fahren in Bad Homburg und Oberursel keine Stadtbusse. Die Stadt versucht mit einem Notfallplan, zumindest den Schulbusverkehr aufrechtzuerhalten. 

Folgende Fahrer privater Busunternehmen sind zum Streik aufgerufen: MainMobil, ICB, HSB/HFG, KWG Gelnhausen, Viabus, Sippel, Alpina, Stadtverkehr Maintal und DB Regio Bus. 

Verdi-Streik: Die Busse stehen in ganz Hessen still

Update vom Freitag, 27.09.2019, 10.16 Uhr: Alle Stadtbuslinien in Langen fahren regulär, das hat uns eben noch einmal der Pressesprecher der Stadt, Roland Sorger, bestätigt. Denn nach wie vor wird im Radio und auf anderen Kanälen auch Langen erwähnt bei den Kommunen, in denen die Busse stillstehen.

Update vom Freitag, 27.09.2019, 8.25 Uhr: Rund 95 Betriebe beteiligen sich an dem hessenweiten Warnstreik. In vielen Regionen sind die Busdepots blockiert. So zum Beispiel in Frankfurt, Offenbach, Gelnhausen und Gießen. Auch Maintal und Wächtersbach ist betroffen. 

Laut Nahverkehrsgesellschaft traffiQ in Frankfurt werden 64 Buslinien bestreikt. "Der Ausstand wird absehbar auch die Busse des Nachtverkehrs einschließen", heißt es auf der Internetseite des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).

In Offenbach sind die Buslinien 101 bis 108 und 120 der Offenbacher Verkehrsbetriebe (OVB) betroffen. Einen Notfahrplan gibt es laut Stadt nicht. 

In Hofheim ist die Lage weniger dramatisch. Dort hat ein Unternehmen seine Busse vor Streik-Beginn aus dem Depot gefahren. Dort werden laut Informationen von hessenschau.de einzelne Linien bedient. 

In Giesen fallen die Stadtbus-Linien komplett aus. Die Fahrer der MitBus haben ihren Dienst nicht angetreten. Ebenso die Fahrer der Stadtwerke. Insgesamt sind so 140 Busfahrer weggefallen.  

Großer Verdi-Streik am Freitag: In diesen Städten und Gemeinden fahren keine Busse 

Update vom Donnerstag, 26.09.2019, 16.27 Uhr: Nun ist es amtlich: Am morgigen Freitag werden die Busse privater Verkehrsbetriebe in ganz Hessen bestreikt. Dies bestätigt Verdi auf Anfrage. 

Der Schwerpunkt des Streiks liegt im Rhein-Main-Gebiet. Auch Teile von Nordhessen sind betroffen. So werden ab Freitag (27.09.2019) um 2.40 Uhr keine oder nur ein Teil der Busse in folgenden Städten und Gemeinden fahren:

  • Frankfurt
  • Offenbach
  • Hanau
  • Maintal
  • Darmstadt
  • Oberursel
  • Hofheim
  • Langen
  • Bad Vilbel
  • Erlensee
  • Mainz
  • Gießen*
  • Fulda

Der Streik der Busfahrer in Hessen wird laut Verdi-Sprecherin 24 Stunden andauern. Eine genaue Auflistung, welche Busse wo nicht fahren werden oder möglicherweise ausfallen, finden Sie auf den Seiten des RMV

Die Stadtwerke in Hanau haben eine Service-Hotline eingerichtet, unter der Telefonnummer 06181/300880 können ab Freitagmorgen Details zum Streik erfragt werden.

Frankfurt und Offenbach: Busfahrer streiken

Update vom Donnerstag, 26.09.2019, 15.49 Uhr: Wegen des Streiks von Busfahrern müssen neben Fahrgästen aus Frankfurt und Offenbach voraussichtlich auch die Menschen im Wetteraukreis mit Einschränkungen rechnen. Das teilt der RMV mit.

Die Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) wurde dem RMV zufolge vom Verkehrsunternehmen DB Regio Bus Mitte GmbH darüber informiert, dass es bereits am Freitag (27.09.2019) im Bereich Altenstadt/Büdingen zu Einschränkungen auf mehreren Linien kommen kann.

Ab Betriebsbeginn bis in den späten Nachmittag hinein werden voraussichtlich folgende Buslinien bestreikt: Buslinien FB-40, FB-41, FB-42, FB-43, FB-44 und FB-45.

Frankfurt und Offenbach: Verdi-Streik von Busfahren in Hessen

Update vom Donnerstag, 26.09.2019, 13.51 Uhr: Der Linienbusverkehr in Offenbach wird am Freitag (27.09.2019) voraussichtlich lahmgelegt. Grund ist der Stadt Offenbach zufolge ein Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi. Wie die Stadt mitteilt, kann es „im Liniennetz der Offenbacher Stadtbusse während des gesamten Tages von 4 Uhr morgens bis 2 Uhr des Folgetages zu Komplettausfällen kommen“.

Betroffen sind alle neun Stadtbuslinien (101 bis 108 und 120) der Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB) und der Schülerverkehr. „Die Einrichtung eines Notfahrplans mit Ersatzverkehren wird voraussichtlich nicht möglich sein“, heißt es vonseiten der Stadt. Aktuelle Informationen stellen die Stadtwerke auf ihrer Internetseite bereit.

Verdi: Streik von Busfahrern in Frankfurt und Offenbach

Der RMV teilt derweil mit, dass noch nicht abzusehen sei, inwieweit der Busverkehr im RMV-Gebiet von den Streiks betroffen sein wird. „Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ rechnet noch vor den Herbstferien mit Warnstreiks im Busverkehr in Frankfurt“, heißt es auf der Homepage.

„Konkrete Ankündigungen der Gewerkschaft Verdi liegen allerdings noch nicht vor“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Frankfurt. „Da wir aber davon ausgehen, dass es zu Warnstreiks kommen wird, wollen wir ihnen die Chance bieten, sich rechtzeitig auf Störungen beim Busverkehr einzustellen“, sagt Klaus Linek, Pressesprecher von traffiQ.

Die Verkehrsunternehmen raten ihren Fahrgästen, sich vor den Fahrten umfassend zu informieren. Die Straßenbahnen, S-Bahnen und Züge in Frankfurt und Offenbach sind nicht von dem Streik betroffen.

Frankfurt: Verdi will bald Streik von Busfahrern in Hessen

Erstmeldung vom Mittwoch, 25.09.2019, 9.41 Uhr: Frankfurt/Offenbach - Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen für 4400 Busfahrer privater Omnibusbetriebe in Hessen droht die Gewerkschaft Verdi nun mit Streiks. Die Tarifkommission von Verdi hatte am Dienstag (24.09.2019) beschlossen, die Verhandlungen abzubrechen.

Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer hatte demnach in der dritten Runde kein Angebot vorgelegt. Das teilte Verdi in Frankfurt mit. „Mit Arbeitskampfmaßnahmen ist jetzt zeitnah zu rechnen“, heißt es deshalb vonseiten der Gewerkschaft. 

Nach Informationen von ffh.de bedeutet das: noch diese Woche. Wie eine Sprecherin von Verdi auf Nachfrage mitteilt, will die Gewerkschaft den Zeitpunkt des Streiks etwa zwölf Stunden vorher ankündigen.

Frankfurt: Verdi droht mit Streik von Busfahrern „zeitnah“

Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel sagte: „Die Arbeitgeber wollten über betriebliche Altersversorgung sprechen und nicht über lineare Gehaltserhöhung, wie eigentlich vorgesehen. Dies betrachten wir als pure Ignoranz.“

Verdi fordert für die Busfahrer privater Omnibusbetriebe in Hessen die Erhöhung des Grundgehalts von 13,50 Euro auf 16,60 Euro. Der Grundurlaub soll auf 30 Tage innerhalb der geforderten Fünf-Tage-Woche erhöht werden. Derzeit sind es Verdi zufolge 25 Tage. Gewerkschaftsmitglieder sollen laut Forderung zwei zusätzliche Urlaubstage erhalten.

Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Von den Streiks betroffen wären laut Verdi unter anderem die Unternehmen ICB, MainMobil Frankfurt und MainMobil Offenbach, Sippel und Viabus. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) fällt als kommunales Verkehrsunternehmen nicht darunter. Die Initiative "Frankfurt22" will derweil in Frankfurt die Verkehrswende einleiten*. 

Was tun beim Streik? Tipps fürs Rhein-Main-Gebiet

So können Fahrgäste auch bei einem Streik ans Ziel kommen:

  • Nutzen Sie - wenn vorhanden - andere Fahrtoptionen - zum Beispiel die S-Bahnen, U-Bahnen und Trams.
  • Informieren Sie sich vor der Fahrt - und planen Sie mehr Zeit ein.
  • Verschieben Sie Fahrten, die nicht dringend sind.

Aktuelle Informationen zum RMV und VGF im Ticker

Alle aktuellen Informationen zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Frankfurt und im gesamten Rhein-Main-Gebiet finden Sie in unserem S-Bahn-Ticker und in unserem U-Bahn-Ticker.

Ein erneuter Busfahrerstreik in Hessen trifft auch Offenbach. Bei mehreren Linien kann es am Freitag (01.11.2019) zu Ausfällen kommen.

kke/ror/dpa/Christian Spindler 

*fnp.de und gießener-allgemeine.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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