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Kein Stadtgeläute in Frankfurt: Wie Sie die Glocken trotzdem hören können

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Von: Teresa Toth

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Wegen dem zu hohen Infektionsrisiko muss das Große Stadtgeläute in Frankfurt in diesem Jahr erneut ausfallen.
Wegen dem zu hohen Infektionsrisiko muss das Große Stadtgeläute in Frankfurt in diesem Jahr erneut ausfallen. © Arne Dedert/dpa

Jedes Jahr an Heiligabend ertönen 50 Glocken der Frankfurter Innenstadtkirchen und läuten damit die Weihnachtszeit ein. Aufgrund der Pandemie muss das Event dieses Jahr ausfallen – die Stadt hat sich jedoch eine Alternative überlegt.

Frankfurt – „An Heiligabend läuten die Glocken eine Zeit der Ruhe und der fröhlichen Besinnung ein“. Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff betont, wie wichtig das sogenannte Große Stadtgeläute an Heiligabend für viele Frankfurter und Frankfurterinnen ist. Es gilt als feste Tradition, dass alle zehn Innenstadtkirchen in Frankfurt am 24.12. erklingen und damit die Weihnachtstage ankündigen. „In diesem Jahr, das erneut große Belastungen und Entbehrungen mit sich brachte, ist es besonders wichtig, an den Weihnachtstagen neue Kraft zu schöpfen. Das gelingt uns unter anderem dadurch, dass wir liebgewonnene Traditionen pflegen.“, so Bergerhoff. Dieses Jahr bleiben die Glocken jedoch stumm.

Beteiligt an dem Geläut sind für gewöhnlich die Paulskirche, Katharinenkirche, Liebfrauenkirche, Peterskirche, Heiliggeistkirche (Dominikanerkloster), St. Leonhard, Karmeliterkloster, Alte Nikolaikirche, Dreikönigskirche und Dom St. Bartholomäus. Der Klang dieser zehn Kirchen ist für das Große Stadtgeläute exakt aufeinander abgestimmt. Ein Mainzer Professor, Paul Smets, entwickelte die Komposition im Auftrag des Magistrats der Stadt Frankfurt. Wegen der Pandemie musste das weltweit einzigartige Ereignis für den kommenden Heiligabend allerdings abgesagt werden.

Großes Stadtgeläute in Frankfurt: Corona-Lage ist momentan zu angespannt

Wie die Stadt Frankfurt in einer Pressemitteilung schreibt, sei das Infektionsrisiko zu hoch. Erfahrungsgemäß besuchen zahlreiche Menschen das Große Stadtgeläute an Heiligabend, sodass Abstandsregeln kaum eingehalten werden könnten. „Es ist sehr schade, dass die Glocken in diesem Jahr am 24. Dezember stumm bleiben müssen“, bedauert Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen dürfen wir allerdings kein Risiko eingehen – die Gesundheit geht vor.“ Damit die Menschen jedoch nicht komplett auf das traditionelle Ereignis verzichten müssen, hat sich die Stadt eine Alternative überlegt.

„Wir ermöglichen es trotzdem, sich beim Klang der Glocken auf Weihnachten einzustimmen und stellen das Stadtgeläute online zur Verfügung.“, freut sich Feldmann. So sollen alle Frankfurterinnen und Frankfurter die Möglichkeit haben, die insgesamt 50 Kirchenglocken coronakonform und bequem von Zuhause aus anzuhören. Dafür möchte die Stadt Frankfurt eine Audiodatei rechtzeitig vor Heiligabend auf ihrer Homepage hochladen. Den entsprechenden Link will die Stadt auch über Twitter und Facebook verbreiten.

Großes Stadtgeläute in Frankfurt: Bereits letztes Jahr musste das Ereignis ausfallen

„Wenn wir es alle zusammen am traditionellen Termin von 17 Uhr bis 17.30 Uhr hören, haben wir zumindest ein virtuelles Gemeinschaftserlebnis.“, so Bastian Bergerhoff. Auch im vergangenen Jahr war es aufgrund der Corona-Lage nicht möglich, das traditionelle Ereignis live zu hören. „Ich hoffe jedoch, wie viele andere Frankfurterinnen und Frankfurter auch, dass im nächsten Jahr das traditionelle Stadtgeläute zurückkehrt.“, so Oberbürgermeister Feldmann in der Pressemitteilung der Stadt Frankfurt. (tt)

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