+
Frankfurt: Bei einer Großrazzia bei Reinigungsfirmen in Hessen hat der Zoll mehrere Menschen festgenommen. 500 Ermittler waren im Einsatz.

Zoll im Einsatz

Großrazzia: 500 Ermittler bei Reinigungsfirmen – Mehrere Menschen festgenommen

  • schließen

Frankfurt: Bei einer Großrazzia bei Reinigungsfirmen in Hessen hat der Zoll mehrere Menschen festgenommen. 500 Ermittler waren im Einsatz.

  • Razzia in Hessen-Gebiet bei Reinigungsfirma
  • Verdacht der Schwarzarbeit gegen Unternehmen aus Frankfurt
  • Mehrere Menschen festgenommen, 500 Ermittler im Einsatz

Gießen/Bad Hersfeld/Frankfurt - Bei einer großangelegten Razzia in Hessen sind am Dienstag (18.02.2020) mehrere Gebäude durchsucht worden. Über 500 Einsatzkräfte des Hauptzollamts Gießen und Ermittler der Bad Hersfelder Finanzkontrolle Schwarzarbeit waren an der Aktion beteiligt, wie das Hauptzollamt Gießen zusammen mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main in einer Pressemitteilung bekannt gibt.

Demnach richtete die Razzia sich gegen eine Gruppierung, die im Bereich der organisierten Schwarzarbeit im Reinigungsgewerbe tätig gewesen sei. 

Razzia in Hessen: Ermittlungen gegen Firma aus Frankfurt

Bei dem Einsatz unter dem Decknamen „Lackschuh“ sei den Ermittlern zufolge ein illegales Netzwerk von Reinigungs- und Scheinfirmen zerschlagen worden. 39 Gebäude in Hessen seien bei der Razzia durchsucht worden, darunter ein Reinigungsunternehmen in Frankfurt und mehrere Scheinfirmen. 

Dabei seien sieben Tatverdächtige festgenommen worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichten. Hauptsächlich hätten die Maßnahmen sich gegen 12 Verdächtige gerichtet. 

Razzia in Hessen: Haben Verdächtige aus Frankfurt Millionen Euro unterschlagen?

Vier von ihnen wird dabei vorgeworfen, sich „bandenmäßig zusammengeschlossen“ zu haben, um in großem Stil Sozialabgaben und Steuern zu hinterziehen. Die Ermittler schätzen derzeit, dass dem Staat und den Sozialkassen so mehr als fünf Millionen Euro entgingen.

Den Reinigungsunternehmern wird vorgeworfen, dass ihre Arbeitskräfte jahrelang schwarzgearbeitet haben. Sie seien mit Bargeld bezahlt worden, ohne dass die zuständigen Stellen gewusst hätten, wie viel die Arbeitnehmer wirklich verdienen. So seien überwiegend Aufträge für die Reinigung von Firmengebäuden oder Liegenschaften der öffentlichen Hand in Hessen ausgeführt. 

Razzia in Hessen: Reinigungsfirma aus Frankfurt im Verdacht

„Servicefirmen“ hätten außerdem Scheinrechnungen für nie gebracht Leistungen ausgestellt, um das Treiben zu verschleiern. Bei der Razzia waren Zöllner, Steuerfahnder und Beamte der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main im Einsatz. 

agr

Razzia in Hessen: Mehrere Millionen Euro Schaden sollen fünf Männer durch Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit verursacht haben. Polizei und Zoll kamen ihnen jetzt auf die Schliche. 

Rund 50 Beamte stürmten bei einer Razzia ein Bordell im Frankfurter Bahnhofsviertel - sie hatten es auf die Papiere der Prostituierten abgesehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare