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Kommt nicht gut bei den Händlern an: der Flohmarkt am nördlichen Mainufer.

Petition

Zu eng, zu wenig Flair: Flohmarkt soll zurück in den Süden

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Besucher und Händler des Flohmarkts am nördlichen Mainufer haben eine Petition gestartet. Ihre Kernforderung: Der Flohmarkt soll zurück in den Süden.

  • Flohmarkt am nördlichen Mainufer in der Kritik
  • Petition fordert Verlegung des Flohmarktes in den Süden
  • 247 Personen haben die Petition bisher unterzeichnet

Frankfurt -Zu wenig Platz, zu viel Gedränge, zu wenig Flair: Besucher und Betreiber des Flohmarkts am nördlichen Mainufer haben eine Petition verfasst und an die Stadtverwaltung geschickt. Ihre Kernforderung: Der Flohmarkt soll zurück ans andere Ufer.

Zuständig für den Markt ist Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU). Ihm untersteht die Hafen Frankfurt Management (HFM), die den Flohmarkt organisiert. "Es gab in den ersten Wochen des Flohmarkts schon Probleme", bestätigt Andrea Brandl, Referentin Franks auf Anfrage. "Wir müssen beobachten, wie es sich entwickelt." Meist spielten sich die Dinge irgendwann ein.

247 Personen haben die Resolution bislang unterzeichnet. Ihre Kritik am neuen Standort: Die Stände seien viel zu klein, es gebe keine Möglichkeit für die Händler, auf die Besucherseite zu wechseln, weil die Stände dicht an dicht aufgebaut werden. Zudem würden auf der Nordseite viele Anwohner belästigt, während auf der Sachsenhäuser Seite fast keine Anwohner in Marktnähe wohnten.

Flohmarkt am nördlichen Mainufer Frankfurt: Einige Händler haben aufgegeben

Die Unterzeichner kritisieren zudem, dass schon eine Reihe von Händlern aufgegeben hätten und gar nicht mehr kämen. "Ihre Entscheidung, den Flohmarkt auf die Frankfurter Seite zu verlegen, hat dazu geführt, dass nur noch maximal ein Drittel der Anbieter zum Markt kommen und - ob der organisatorischen Probleme - inzwischen (beim dritten Flohmarkt am Mainkai) schon Lücken zu sehen waren. Das heißt, einige Händler sind jetzt schon so genervt, dass sie nicht mehr kommen", schreibt Edith Ochs für die Unterzeichner der Petition an Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), an den das Schreiben adressiert war.

Eine Flohmarktbesucherin klagt: "An der Nordseite ist die Straße so eng, dass die Flohmarktbeschicker mit ihren Autos ewig in der Schlange stehen müssen und die Anwohner sich beschweren." Hinzu komme, dass so wenig Platz sei.

Flohmarkt am nördlichen Mainufer Frankfurt: Es gibt auch positive Stimmen

Auf der Sachsenhäuser Seite sei der Flohmarkt unterteilt gewesen: Hochwertige Artikel wurden überwiegend vom Eisernen Steg bis zur Schweizer Straße angeboten, Klamotten jenseits des Filmmuseums. "2022 wäre der Flohmarkt in Sachsenhausen 50 Jahre alt geworden. Er war immer auf der Sachsenhäuser Seite. Sogar als das Museumsufer gebaut wurde", bedauert sie.

Michael Lorenz von der HFM weiß: "Klar gibt es viele, die den neuen Standort kritisieren." Es gebe aber möglicherweise "auch andere Stimmen". So habe das neue Prozedere etwa dazu geführt, dass jeder, der sich um einen Platz auf dem Markt bewirbt, auch einen Platz erhalte, erklärt Lorenz. Wenn nicht bei der nächsten, dann doch immerhin bei der folgenden Veranstaltung. Das neu Vergabeverfahren scheint auch geboten, denn: Die Fläche des neuen Flohmarktes ist mit 850 Standmetern weniger als halb so groß wie die Flohmarktfläche auf der Sachsenhäuser Seite, die zuvor 1800 Standmeter aufwies.

Schon vor der offiziellen Verlegung des Flohmarktes ans nördliche Mainufer standen viele Verkäufer und Besucher der Verlegung skeptisch gegenüber. FürSachsenhausen war es eine ziemliche Veränderung, dass der Flohmarkt nach über 40 Jahren von seinem Standort verschwand.

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