Sport treiben im überlaufenen Hafenpark im Frankfurt. Er wird zum Opfer seines Erfolg, sagt Dezernent Frank. Die Stadt habe schon sehr viele öffentlich nutzbare Sportanlagen in allen Stadtteilen gebaut und werde das auch fortführen.
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Sport treiben im überlaufenen Hafenpark im Frankfurt. Er wird zum Opfer seines Erfolg, sagt Dezernent Frank. Die Stadt habe schon sehr viele öffentlich nutzbare Sportanlagen in allen Stadtteilen gebaut und werde das auch fortführen.

Hafenpark & Co.

Frankfurt hat in zwölf Jahren 250 Millionen Euro in den Sport investiert

  • Dennis Pfeiffer-Goldmann
    VonDennis Pfeiffer-Goldmann
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Der Hafenpark boomt und lockt sehr viele Menschen während Corona an. Die Stadt fühlt sich daher in ihrer Linie bestärkt: Sie investiert massiv in Breitensport.

Frankfurt -250 Millionen Euro hat die Stadt in den vergangenen zwölf Jahren in neue und vorhandene Sportstätten und die Bäder gesteckt. Diese Zahl nannte Sportdezernent Markus Frank (CDU) in der jüngsten Stadtverordnetensitzung. Er reagierte damit auf eine Anfrage von Volt-Stadtverordneter Britta Wollkopf. Die wollte wissen, was die Stadt zur Erweiterung von Sportangeboten im öffentlichen Raume mache, da der Hafenpark an der Europäischen Zentralbank so gut von Sportlern und Jugendlichen besucht sei.

Nicht nur für Vereine: Jeder soll unkompliziert Sport treiben können

Mit den massiven Investitionen in öffentlich zugängliche Sportangebote habe Frankfurt einen gegenläufigen Kurs zu vielen Umlandgemeinden eingeschlagen, erklärt Frank. "Wir wollen niederschwellige Angebote machen, Sport und Bewegung sind nicht nur ein Thema für Vereine." Er sei froh, dass "ein Ruck durch die Stadt gegangen ist in den vergangenen Jahren" und der Ausbau des Sportangebots so breite Unterstützung habe.

Der Hafenpark sei mit seiner starken Beliebtheit ein sehr positives Beispiel dafür. Ebenso werde das Angebot in allen Stadtteilen ausgebaut: Aktuelle Projekte gebe es beispielsweise mit einem Bolzplatz in Eschersheim, einer Calisthenics-Anlage in der Julius-Munk-Anlage im Gallus sowie weitere Sportanlagen etwa in Fechenheim und Nieder-Erlenbach. Ebenso nennt Frank die geplante Skateranlage unter der Friedensbrücke am Main.

Frank: Die Bevölkerung spricht mit "schon seit zehn Jahren"

Ob die neuen Sportanlagen denn mit den Bürgern abgestimmt worden seien, fragt Wollkopf nach. "Natürlich muss man die Bevölkerung fragen, denn es muss den Leuten ja gefallen", antwortet der Dezernent. "Deshalb fragen wir die Bürger - nicht erst seit vier Wochen, sondern seit zehn Jahren." Basis für den Ausbau sei eine Studie mit 1000 befragten Frankfurtern. Dazu kämen Wünsche der Sportvereine mit ihren 240 000 Mitgliedern sowie Anregungen der Bürger aus den Ortsbeiräten, erklärt Frank. Außerdem sprächen beispielsweise Bürger als Vereinsmitglieder und Schüler direkt mit bei der Gestaltung.

Bedarf ist riesig: Auch Freizeitgärten könnten Sportanlagen werden

Als Tilo Schwichtenberg von der Gartenpartei - die sich gegen neue Wohngebiete wendet - nachfragt, ob sich Frank auch vorstellen könne, Sportanlagen statt neuer Wohnhäuser zu bauen, antwortet der Dezernent: "Auch Freizeitgärten könnte man aktivieren für den Sport." (Dennis Pfeiffer-Goldmann)

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