Ein Müllproblem gibt es in vielen Parks. Seit Corona hat es sich aber deutlich verschärft, der Ortsbeirat 2 verlangt von der Stadt nun aber adäquate Gegenmaßnahmen.
+
Ein Müllproblem gibt es in vielen Parks. Seit Corona hat es sich aber deutlich verschärft, der Ortsbeirat 2 verlangt von der Stadt nun adäquate Gegenmaßnahmen.

Grüneburgpark

Trotz wachsendem Müllproblem: Stadt Frankfurt will keine Parkwächter

  • Matthias Bittner
    VonMatthias Bittner
    schließen

Seit Beginn der Corona-Pandemie nimmt das Müllproblem in den Parks von Frankfurt zu. Die Stadt macht sauber, statt zu kontrollieren.

Frankfurt – Die Vermüllung der Grünanlagen und Parks hat während der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Kein Wunder, waren doch Treffen nur an der frischen Luft möglich, weil Kneipen, Clubs und Restaurants geschlossen waren. Nach der Feier bleibt der Müll aber liegen - auch im Grüneburgpark. Der Ortsbeirat 2 (Westend, Bockenheim, Kuhwald) hatte deshalb unter anderem angeregt, Parkwächter zu schicken, um Feiernde für das Müllproblem zu sensibilisieren und gezielt auf die Entsorgung des Abfalls hinzuweisen.

Für den Einsatz von Parkwächtern, so heißt es in einer Stellungnahme des Magistrat, habe die Stadt derzeit aber kein Geld. Kontrollen im Park gebe es dennoch: Beamte der Stadtpolizei sind auch im Grüneburgpark unterwegs. Bei Verstößen verhängen sie auch Bußgelder gegen uneinsichtige Parkbesucher. Das kommt häufiger vor, denn ihre Erfahrung ist: Viele Bürger tun sich schwer damit, sich in Sachen Müll an die Regeln zu halten.

Der Aufwand zur Pflege und Reinhaltung der öffentlichen Parks, Spielplätze sowie Grünflächen, sei enorm. Der Grüneburgpark etwa werde von März bis Oktober montags, mittwochs, freitags sowie an Sonn- und Feiertagen gereinigt. Von November bis Februar kämen die Reinigungskräfte einer Fremdfirma nur einmal pro Woche.

Vermüllung der Parks Frankfurt: Reinigung und Prävention

Mitarbeiter des Grünflächenamtes kontrollierten die Reinigungsleistungen regelmäßig. Sobald finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, werden an besonderen Schwerpunkten mit hohem Müllaufkommen kleinere Abfallbehälter durch größere ersetzt.

Weil Präventivarbeit aber immer noch die beste Vorbeugung ist, schickt die Stabsstelle Sauberes Frankfurt im Rahmen der Kampagne #cleanffm regelmäßig Sauberkeitsbotschafter in den Grüneburgpark, die mit den Bürgern das Gespräch suchen und diese für ein regelkonformes zu sensibilisieren versuchen. Das Grünflächenamt unterstützt laut Magistrat die Sauberkeitskampagne #cleanffm, um gegen achtloses "Wegwerfen" des Mülls vorzugehen und ein Bewusstsein für den Wert des öffentlichen Raumes zu schaffen.

Der Ortsbeirat hatte auf die pandemiebedingte Zunahme der Vermüllung des Grüneburgparks hingewiesen. Partys, Picknicks, spontane Trinkgelage und Treffen würden aber bei gutem Wetter auch weiterhin andauern. Der Grüneburgpark sei derzeit aus Sicht des Grünflächenamtes noch nicht als "Müllhotspot" eingestuft und werde deshalb freitags und samstags frühmorgens nicht gereinigt. An den Folgetagen liegt morgens oft viel Müll im Park herum.

Trotz Verstoßen gegen Verbote: Keine Parkwächter in Frankfurt

Derzeit sind laut Laura Berneburg vom Grünflächenamt übrigens keine Parkwächter in Frankfurt unterwegs. Im Hafenpark ist im Sommer aber ein Sicherheitsdienst im Einsatz, um die Einhaltung der Regeln auf der Skateranlage zu kontrollieren.

Die Sicherheitskräfte waren engagiert worden, nachdem es Auseinandersetzungen zwischen Skatern und Eltern gab, deren Kinder die Anlage unsachgemäß nutzten. Daraufhin wurde ein Mindestalter für die Benutzung der Anlage verhängt.

Parkwächter waren in der Vergangenheit beispielsweise auf dem Lohrberg und im Ostpark unterwegs, weil sich viele nicht ans Grillverbot hielten. Das Programm wurde aber wieder eingestellt – des Geldes wegen. (Matthias Bittner)

Die Vermüllung nimmt auch auf der Zeil in Frankfurt zu: Der Entsorger FES schlug deshalb vor Kurzem Alarm.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare