Ein Gleis am Hauptbahnhof Frankfurt.
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Am Hauptbahnhof ist nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff ein 26-Jähriger aus Gießen festgenommen worden.

Mutmaßlicher sexueller Übergriff

Bahnfahrt wird für zwei Frauen kurz vor Frankfurt zum Albtraum

  • Alexander Gottschalk
    vonAlexander Gottschalk
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Ein Exhibitionist bedrängt im Zug nach Frankfurt zwei Reisende. Am Hauptbahnhof alarmieren die Frauen sofort die Polizei.

  • Am Hauptbahnhof Frankfurt steigen zwei Frauen aus einem Zug und wenden sich sofort an die Polizei
  • Sie geben an, ein Mann habe sich in der Bahn vor ihnen entblößt und masturbiert
  • Sexuelle Übergriffe kommen am Hauptbahnhof Frankfurt immer wieder vor

Frankfurt – Am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main hat die Polizei einen mutmaßlichen Exhibitionisten geschnappt. Der 26-Jährige soll in der Nacht zum Montag (31.08.2020) in einem Zug, der die Mainmetropole zum Zielort hatte, zwei Frauen sexuell belästigt haben, indem er vor ihnen masturbierte. Er wurde vorübergehend festgenommen.

Frankfurt Hauptbahnhof: Mann soll vor weiblichen Fahrgästen masturbiert haben

Der aus Mannheim kommende Zug erreichte den Hauptbahnhof Frankfurt kurz nach Mitternacht. Dort sprachen laut Polizeibericht zwei junge Frauen eine Streife der Bundespolizei an. Sie erzählten, dass sie gerade in der Bahn einen Übergriff erlebt hätten. Kurz vor der Einfahrt in Frankfurt habe ein Mann „vor ihnen die Hose fallen lassen und angefangen, sich selbst zu befriedigen“, zitiert die Polizei die beiden Betroffenen.

Die Beamten leiteten eine Fahndung nach dem Verdächtigen ein. Noch am Frankfurter Hauptbahnhof ging ihnen der 26 Jahre alte Mann aus Gießen ins Netz. Die Polizisten nahmen ihn fest und brachten ihn auf die Wache, wo sie ihn einem Atem-Alkoholtest unterzogen. Dieser ergab laut Polizei rund 2,6 Promille. Nach der Aufnahme seiner Personalien kam der Mann wieder frei. Gegen ihn läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen der mutmaßlichen sexuellen Belästigung in der Bahn.

Frankfurt Hauptbahnhof: An keinem Bahnhof gibt es mehr Straftaten

Der Frankfurter Hauptbahnhof gilt seit jeher als unsicheres Pflaster. 2019 gab es an keinem anderen großen Bahnhof in Deutschland mehr Straftaten am Verkehrsdrehkreuz der Mainmetropole. Manche davon ereigneten sich vor Ort, andere wurden erst nach Eintreffen der Bahnen registriert, wie im Fall des jüngsten mutmaßlichen Übergriffs.

Mit 4787 Straftaten liegt der Hauptbahnhof Frankfurt vor dem Kölner (4357) und dem Hamburger Hauptbahnhof (3556). Neben aufsehenerregenden Vorfällen, wie der sogenannten Gleisattacke, bei der ein Kind starb, kommt es überwiegend zu Vergehen, die keine bundesweiten Schlagzeilen machen, regional aber dennoch für Aufregung sorgen. Darunter auch sexuelle, teils gewalttätige Übergriffe, wie im Januar 2020 oder im März 2020.

Hauptbahnhof Frankfurt: Eigentumsdelikte häufigste Straftat?

In Deutschland sind die meisten Straftaten an Bahnhöfen Eigentumsdelikte (28.497), Sachbeschädigung (25.386) und Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz (25.334). Eine genaue Aufschlüsselung für einzelne Bereiche – und damit Zahlen für den Hauptbahnhof Frankfurt – gibt es nicht. (ag)

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