Hauptbahnhof Frankfurt

Ekel-Bilder auf Facebook: Bahnhofviertel völlig vermüllt

Verpackungen, Flaschen, Dreck. Das Bahnhofsviertel in Frankfurt ist vermüllt wie selten. Bilder auf Facebook sorgen für Debatten.

  • Frankfurter Bahnhofsviertel erstickt weiter im Müll
  • Durch Corona-Krise haben die Probleme im Bahnhofsviertel zugenommen
  • Trotz Präsenzreinigung Berge an Müll im Viertel um den Hauptbahnhof

Frankfurt - Das Bahnhofsviertel rund um den Hauptbahnhof Frankfurt erstickt immer weiter im Müll. Die aktuelle Corona-Krise verbessert die Situation allerdings nicht. Die Lage habe sich sogar enorm verschlechtert, berichtet die Stadt Frankfurt. Unmengen an Müll liegen auf den Straßen und dem Bürgersteig, versperren den Weg. Verpackungsreste, Kleidung und ein hohes Maß an Verdreckung durch Fäkalien und Urin. Besonders Ratten und anderes Ungeziefern werden davon angelockt.

Frankfurt: Das Bahnhofsviertel erstickt im Müll

Der Event-Manager Bernd Reisig postet am Samstag auf seinem Facebook-Profil Bilder des Bahnhofsviertels. Darauf zu sehen sind vermüllte Straßen, einmal morgens sowie nachmittags. Durch seinen Facebook-Post möchte der Frankfurter auf die Zustände aufmerksam machen.

Stadt Frankfurt führt Präsenzreinigungen ein

Im Bahnhofsviertel stoßen zwei Welten aufeinander. Um den Hauptbahnhof in Frankfurt leben viele Menschen ohne festen Wohnsitz, viele sind zudem drogenabhängig. Auf der anderen Seite leben hier auf Gutverdiener, die den urbanen Flair des Viertels schätzen. Schon immer prallen hier Gegensätze aufeinander. Es herrscht ein dauerhaftes Spannungsfeld, auf welches die Stadt Frankfurt mit zunehmender Polizeipräsenz reagiert hat. Nun möchte die Stadt mit Präsenzreinigungen in den Nachmittags- und Abendstunden gegen das Müllproblem vorgehen.

Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und die  Frankfurter Fußweg-Reinigung (FRR) arbeiten mit Hochdruck, um das Müll-Problem zu beseitigen. Für die Stadt fallen dafür erhebliche Mehrkosten an.

Frankfurter Bahnhofsviertel: Präsenzreiniungen der FES

Die FES beginnt ab 05 Uhr morgens mit einer Frühreinigung des Viertels. In der Regel sind dafür acht Mitarbeiter im Einsatz. Im Laufe des Vormittags sind dann zwei Mitarbeiter mit einem Kehrsammelwagen unterwegs und nimmt Verunreinigungen auf. Die Mittagsschicht arbeitet bis 15.30 Uhr. Bestehend aus drei Mitarbeitern sammeln sie weitere Verschmutzungen auf. Anschließend startet die Präsenzreinigung. Diese endet gegen 20.45 Uhr. Die Mitarbeiter der FES sind nach Angaben der Stadt Frankfurt also im Dauereinsatz zur Beseitigung des Mülls. Im Auftrag der Stabstelle Sauberes Frankfurt räumt die „Fegerflotte“ zusätzlich dreimal am Tag an drei Tagen die Woche Drogenbesteck und Müll im Bahnhofsviertel weg. „Die Sondertouren der FFR kosten die Stadt bis zum 04.10.2020 ca. 300.000 € netto“, sagt das Umweltdezernat.

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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