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Reisen mit dem Zug der Deutschen Bahn: An diese Corona-Regeln müssen sich Fahrgäste jetzt halten

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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In Corona-Zeiten gelten spezielle Regeln bei einer Reise mit der Deutschen Bahn (DB). Was bei einer Fahrt mit dem Zug zu beachten ist, haben wir für Sie in unserer Übersicht zusammengestellt.

  • Wegen der Corona-Krise müssen Reisende der Deutschen Bahn (DB) einiges beachten.
  • Auch für die eigenen Mitarbeitenden hat der Konzern Regelungen und Maßnahmen getroffen.
  • Eine Übersicht, was bei der Zug aufgrund der Corona-Pandemie gilt.

Frankfurt – Die Coronavirus-Krise hält Deutschland und die Welt weiterhin in Atem. Insbesondere für Reisende ist die Pandemie eine große Belastung. Allmählich wird es jedoch wieder voller im Zug. Die durchschnittliche Auslastung von ICE und Intercity liegt bei etwa 30 Prozent. Das sind etwa halb so viele Fahrgäste wie vor Ausbruch der Corona-Seuche, trotzdem deutlich mehr als noch vor einigen Monaten. Aufgrund der Ansteckungsgefahr hat die Bahn einige Maßnahmen für die Mitarbeiter getroffen – und auch die Kunden müssen Regelungen beachten.

Reisen mit der Deutschen Bahn (DB): Bei Missachtung der Regeln kommt die Polizei

Das Wichtigste zuerst: Alle Reisenden der Deutschen Bahn (DB) sind verpflichtet, eine Maske zum Schutz vor dem Coronavirus zu tragen. Laut Bahn halte sich die Mehrheit der Kunden nach wie vor an die Vorschrift, trotzdem gebe es auch immer wieder Verstöße. Der Konzern teilt klar und deutlich mit: „Wenn eine sehr kleine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für uns nicht hinnehmbar.“

Weigern sich Fahrgäste nach einer wiederholten Aufforderung, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, holt das Bahnpersonal die Bundespolizei hinzu. Das Personal kann einen sogenannten „Beförderungsausschluss“ aussprechen. Im Klartext: Die Weiterfahrt in dem betroffenen Zug wird verboten. Die Bundespolizei setzt dieses Verbot durch und kann Maskenverweigerer aus der Bahn entfernen. „Neben der Einhaltung verbindlicher Verordnungen geht es zudem darum, gegenseitige Rücksichtnahme zu leben und Verantwortung für die Gesundheit jedes Einzelnen und in der Gesamtbevölkerung zu empfinden“, so die Deutsche Bahn.

Diese Hygienemaßnahmen ergreift die Deutsche Bahn (DB) zum Schutz vor Corona

Nach eigenen Angaben setzt die Deutsche Bahn bundesweit rund 4000 Reinigungskräfte ein. „In den Fernverkehrszügen haben wir die Zahl der Unterwegsreiniger, die während der Fahrt die Züge reinigen, auf 600 verdoppelt“, heißt es vom Konzern. Etwa 1400 Mitarbeiter kümmern sich um die Sauberkeit der Regionalbahnen. An den Bahnhöfen sorgen weitere rund 2000 Mitarbeiter für Hygiene.

Folgende Maßnahmen hat die Deutsche Bahn aufgrund der Corona-Krise getroffen:

  • Die Fahrkarten werden nur noch kontaktlos kontrolliert.
  • Mitarbeitende im Nahverkehr (S-Bahn, Regionalbahn) und Fernverkehr (IC, ICE) tragen alle eine Mund-Nase-Bedeckung.
  • Türen der Regio-Züge und S-Bahnen öffnen automatisch – bei nicht allen Zügen ist dies jedoch technisch möglich.
  • Alle Mitarbeitenden an den Bahnhöfen, die in Kontakt mit Reisenden sind, haben immer Mundschutz, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe dabei.
  • Servicestellen mit offenen Schaltern, wie die DB Information und die Reisezentren, sind mit Plexiglasscheiben ausgestattet.
  • Vor den Servicestellen und vielen Geschäften in den Bahnhöfen gibt es Markierungen zur Einhaltung des Mindestabstands.
  • An 20 Bahnhöfen hat die Deutsche Bahn Waschgelegenheiten zugänglich gemacht, die vor den Bezahlschranken zu den Toilettenanlagen (Beispiel: Sanifair, Rail & Fresh) liegen.

Reisen mit der Deutschen Bahn (DB) während Corona: Reservierungen sind reduziert

Um einer zu hohen Auslastung der Züge vorzubeugen, begrenzt die Deutsche Bahn die Zahl der begrenzt die Deutsche Bahn die Zahl der Reservierungen schon im Voraus. Der Grund: Reisenden soll die Möglichkeit gegeben werden, sich bei Bedarf umzusetzen. Bei Zügen mit voraussichtlich sehr hoher Auslastung behält sich die Bahn vor, den Ticketvorverkauf auszusetzen. Trotzdem soll der Verkehr nicht allzu stark begrenzt werden. „An dem offenen System, das Bahnkunden in Deutschland sehr schätzen, halten wir fest“, so die Bahn.

Aus Sicht von Verbraucherschützern sollten Bahnreisende im Fernverkehr in der Corona-Krise kostenlos einen Sitzplatz reservieren dürfen. „Neben der Maskenpflicht ist Abstand einfach das Beste, was wir zur Zeit tun können“, sagte Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen. Züge dürften nicht voll gedrängt sein.

Besteht ein Corona-Verdacht in einem Zug, wird der betroffene Bereich gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt sowie desinfiziert. Fahrgäste sollen ihre Kontaktdaten hinterlegen, um von den Behörden im Ernstfall kontaktiert werden zu können. (Von Tim Vincent Dicke)

Übrigens: Jugendliche bis 26 Jahre fahren bis November für 12,50 Euro mit den ICEs der Deutschen Bahn.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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