Mitarbeiter laufen am Containerbahnhof MegaHub in der Region Hannover. Die Deutsche Bahn hat diesen vor Kurzem offiziell eröffnet. Dort werden Container von Lastwagen auf Züge geladen.
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Mitarbeiter laufen am Containerbahnhof MegaHub in der Region Hannover: Die Deutsche Bahn hat diesen vor Kurzem offiziell eröffnet. Dort werden Container von Lastwagen auf Züge geladen.

Offensive Personalpolitik

Deutsche Bahn will 20.000 neue Beschäftigte einstellen

  • VonDavid Suárez Caspar
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Auch die Deutsche Bahn hat die Corona-Pandemie hart getroffen. Doch aus zwei Gründen stellt sie immer noch Tausende Beschäftigte ein.

Frankfurt – Mit rund 20.000 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern will die Deutsche Bahn (DB) 2021 ihr Unternehmen verjüngen. „Für eine erfolgreiche Mobilitätswende brauchen wir viele engagierte Mitarbeitende“, erklärte DB-Personalvorstand Martin Seiler. Bisher hatte das Einstellungsziel für 2021 bei „mindestens 18.000“ gelegen.

Trotz stark eingebrochener Fahrgastzahlen während Corona hat die Deutsche Bahn in diesem Jahr wieder mehr Mitarbeitende eingestellt als im Vorjahr. Bis Ende Mai gab es laut der Bahn bereits mehr als 15.000 Einstellungszusagen. So wuchs der Bereich Bauprojektmanagement und Bauüberwachung um rund 1500 Beschäftigte und die Zugführung um weitere 1300. Dazu kamen 800 Fahrdienstleiterinnen und Fahrdienstleiter sowie 600 IT-Fachleute.

Deutsche Bahn will mit Neueinstellungen auch Belegschaft verjüngen

Die Deutsche Bahn verfolgt mit ihrer Personalpolitik zum einen Klimaschutzpläne, zum anderen eine Verjüngung der Belegschaft. Denn die zahlreichen Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre haben zu einer zunehmenden Alterung geführt: Jede und jeder zweite Beschäftigte ist über 50 Jahre alt. Rund die Hälfte der rund 200.000 Bahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter geht binnen zehn Jahren in Ruhestand. Um dem Alterstrend entgegenzuwirken, wurden in Hessen an Standorten wie dem Hauptbahnhof Frankfurt im vergangenen Jahr 4500 neue Stellen geschaffen.

Seiler verwies angesichts der geplanten Neueinstellungen auch auf den Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL. „20.000 neue Mitarbeitende – das entspricht der Größe einer Kleinstadt“, erklärte er. „Umso wichtiger ist es aktuell, dass die GDL-Spitze mit ihren Forderungen und Streikvorhaben unsere Einstellungspläne nicht gefährdet.“

Zuletzt verkündete die Deutsche Bahn ein 3,6 Milliarden Projekt, das den Knotenpunkt des deutschen Fernverkehrs am Hauptbahnhof Frankfurt entlasten soll. (dsc)

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