Spielende Kinder sorgen rund um Mörfelden-Walldorf für viel Verspätung im Bahnverkehr rund um Frankfurt.
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Spielende Kinder sorgen rund um Mörfelden-Walldorf für viel Verspätung im Bahnverkehr rund um Frankfurt.

Lebensgefährlicher Spielplatz

Züge der Deutschen Bahn rund um Frankfurt lahmgelegt: Grund sind spielende Kinder

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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Viel Verspätung und Zugausfälle zehrten an den Nerven der Pendler rund um den Hauptbahnhof Frankfurt. Der Grund war eine lebensgefährliche Aktion von Kindern.

  • Am Hauptbahnhof Frankfurt* kam es am Donnerstag (12.02.2021) zu Verspätungen und Zugausfällen.
  • Mehrfach musste die Strecke bei Mörfelden-Walldorf gesperrt werden.
  • Grund waren spielende Kinder im Gleisbereich.

Frankfurt - Die völlig falsche Spielwiese haben sich offenbar einige Kinder am Donnerstag (11.02.2021) ausgesucht. Laut Angaben der Bundespolizei Frankfurt sollen im Bereich von Mörfelden-Walldorf Kinder in den Gleisen gespielt und dort Schottersteine auf die Schienen gelegt haben. Die lebensgefährliche Aktion an der vielbefahrenen Strecke nahe dem Drehkreuz Hauptbahnhof Frankfurt sorgte zudem für erhebliche Verspätungen im Bahnverkehr rund um Frankfurt.

Gegen 15.30 Uhr ging laut der Bundespolizei Frankfurt die erste Meldung ein, dass mehrere Kinder im Bereich des Bahnhofes Mörfelden-Walldorf Steine auf die Schienen legen würden. Die Gleise wurden daraufhin sofort für den Zugverkehr gesperrt. Insbesondere der RE70 der Deutschen Bahn von Hauptbahnhof Frankfurt nach Mannheim und die S7 von Hauptbahnhof Frankfurt nach Riedstadt/Goddelau waren betroffen.

Bei Frankfurt: Drei spielende Kinder im Gleisbereich entdeckt

Erst als nach einer aufwendigen Suchaktion Sicherheit geherrscht habe, dass sich keine Kinder mehr im Gefahrenbereich aufhalten, seien die Sperrungen um 16.05 Uhr wieder aufgehoben worden. Doch um 16.30 Uhr ging eine erneute Meldung über spielende Kinder in Bereich des Bahnhofs Mörfelden-Walldorf bei der Polizei ein. Wieder mussten die Gleise gesperrt werden, die Verspätungen der Züge nach und vom Hauptbahnhof Frankfurt häuften sich. Diesmal erwischten die Beamten tatsächlich drei Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren im Gleisbereich.

Die drei Jungs wurden in Gewahrsam genommen, nach Hause gebracht und ihren Eltern übergeben. Hierbei wurden die Kinder, aber laut Polizeiangaben auch die Eltern über die Lebensgefahr, welcher sich die Kinder ausgesetzt hatten, eindringlich belehrt. Zwischenzeitlich rollten die Züge der Deutschen Bahn von und nach Frankfurt zwar, wieder, hatten aber schon erhebliche Verspätungen angehäuft.

Bei Frankfurt: Drei Sperrungen sorgen für Verspätungen im Bahnverkehr

Doch die warnenden Wort scheinen keine Wirkung gezeigt zu haben. Nachdem der Einsatz beendet gewesen war, sei eine dritte Meldung über Kinder im Gleisbereich eingegangen. Wieder war es laut der Bundespolizei der Bereich Mörfelden-Walldorf und wieder mussten die Gleise der Strecke nahe Frankfurt gesperrt werden. Diesmal trafen die Beamten bei der Suche aber keine spielenden Kinder mehr an. Gegen 18.20 Uhr wurde laut Angaben der Polizei die Sperrungen aufgehoben.

Durch die drei Einsätze kam es bei insgesamt 45 Zügen zu Verspätungen, neun Züge mussten umgeleitet werden und vier Zugverbindungen fielen komplett aus.

Bundespolizei Frankfurt warnt vor Lebensgefahr im Gleisbereich

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Gleisanlagen kein Abenteuerspielplatz sind und der Aufenthalt im oder auch am Gleis lebensgefährlich sein kann. Züge sind schnell, recht leise und haben einen Bremsweg von oft über 1000 Metern. Gerade Kinder aber auch viele Erwachsene schätzen diese Gefahren oft falsch ein und bringen sich in Lebensgefahr. (Erik Scharf)

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