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Silvester

Waffenverbotszone am Hauptbahnhof – Polizei liefert alarmierende Begründung

  • Alexander Gottschalk
    vonAlexander Gottschalk
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Die Polizei richtet am Hauptbahnhof Frankfurt eine Waffenverbotszone ein. Es gilt auch an anderen Bahnhöfen – und das laut Polizei aus gutem Grund. 

  • Polizei Frankfurt richtet mehrere Waffenverbotszonen ein
  • Grund ist die Zunahme von Messer-Attacken
  • Hauptbahnhof Frankfurt im besonderen Fokus

Frankfurt – Die Bundespolizei richtet von Silvester auf Neujahr mehrere Waffenverbotszonen in Frankfurt ein. Die wichtigste wird die am Hauptbahnhof Frankfurt sein. Grund sei eine erhöhte Zahl an Gewaltdelikten, inbesondere an Messer-Attacken. Das teilte die Kriminalbehörde am Freitag (20.12.2019) mit. 

Konkret betrifft die Sicherheitsmaßnahme außer dem Hauptbahnhof Frankfurt aber auch die S-Bahn-Haltestellen Konstablerwache und Hauptwache sowie den Bahnhof Frankfurt-Höchst. Das Waffenverbot gilt zusätzlich in allen S-Bahnen und Zügen, die zwischen diesen Haltestellen verkehren. 

An folgenden Orten sind Waffen in der Silvester-Nacht verboten:

  • Hauptbahnhof Frankfurt
  • Konstablerwache
  • Hauptwache

Hauptbahnhof Frankfurt: Waffenverbotszone als Gefahrenabwehr

Das Waffen-Verbot in Frankfurt beginnt am Dienstag, 31.12.2019, um 12 Uhr und endet am Mittwoch, 01.01.2019, um 9 Uhr. Ziel der Bundespolizei ist es, "die Sicherheit der Reisenden und der Besucher von Veranstaltungen aktiv zu erhöhen". Es sei eine "gefahrenabwehrende Maßnahme". 

In den Waffenverbotszonen ist es untersagt, Schuss- und Schreckschusswaffen, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messer aller Art mitzuführen. An Silvester aber fast genauso wichtig: Auch Feuerwerkskörper, wie Raketen oder Böller, dürfen auf den Anlagen der Deutschen Bahn (DB) nicht gezündet werden. 

Frankfurt: Mehr Kontrollen in Waffenverbotszone am Hauptbahnhof

Die Bundespolizei will an Silvestern in den Waffenverbotszonen, insbesondere an der am Hauptbahnhof Frankfurt, verstärkt Kontrollen durchführen. Wer trotz der Allgemeinverfügung eine Waffe bei sich hat und erwischt wird, dem droht eine Strafe von 250 Euro.

Ausgenommen von dem Verbot sind Polizeikräfte, der Zoll, die Bundeswehr, der Ordnungsdienst, die Feuerwehr, Rettungsdienste, medizinische Versorgungsdienste, Sicherheitsdienste sowie Mitarbeiter von Gastronomie- und Handwerker-Betrieben.

Frankfurt Hauptbahnhof: Messer-Attacken ursächlich für Waffenverbotszone

Als Grund für die Einrichtung der Waffenverbotszonen gibt die Bundespolizei an, die "erhöhte erhöhte Anzahl von Gewaltdelikten auf Bahnanlagen, bei denen Waffen, insbesondere Messer zum Einsatz kamen oder mitgeführt wurden", an. 

Gerade in der Nacht von Silvester auf Neujahr sei es in den vergangenen Jahren im Bereich der betroffenen Bahnhöfe und Bahnlinien in Frankfurt zu einer Vielzahl von Gewaltdelikten gekommen. Ein Großteil der festgestellten Täter war laut Polizei alkoholisiert. 

EinMann läuft mit einer Waffe unter anderem durch den Frankfurt Hauptbahnhof. Als die Polizei ihn schließlich stellt, zückt er seinen Revolver.

Ein Ort der Gegensätze: Am Hauptbahnhof Frankfurt ist das Bahnhofsviertel berüchtigt für Drogen, Kriminalität und Prostitution*.

Immer wieder kommt es an den Bahnhöfen in Frankfurt zu gewaltsamen Übergriffen. An der Galluswarte wurden vor kurzem zwei Fahrkartenkontrolleure attackiert. Ein Mann schlug und biss die DB-Mitarbeiter.

Die tödliche Attacke auf Gleis 7 hat immer noch Auswirkungen. Am Hauptbahnhof Frankfurt möchte die Deutsche Bahn (DB) die Videoüberwachung ausweiten. 

*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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