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9-Euro-Ticket-Verkauf startet online und vor Ort: Wo Sie das Ticket bekommen

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Von: Sandra Kathe

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Der Verkauf des 9-Euro-Tickets, mit dem man im Sommer den ÖPNV in ganz Deutschland für monatlich 9 Euro nutzen kann, hat begonnen. Die wichtigsten Informationen.

Frankfurt – Wer den Sommer für Ausflüge nutzen und dabei mit Bus und Bahn unterwegs sein will, hat in den kommenden drei Monaten mit dem deutschlandweit geltenden 9-Euro-Ticket die besten Voraussetzungen dafür. Das 9-Euro-Ticket kann ab dem 1. Juni verwendet werden, ist aber bereits seit Montag (23. Mai) bundesweit online und an Fahrkartenautomaten sowie Bahnschaltern – natürlich auch in Frankfurt – erhältlich.

Das Ticket, das von der Politik als Teil des Entlastungspakets wegen der stark gestiegenen Energiepreise beschlossen wurde, gilt immer für einen gesamten Kalendermonat und kann bereits vorab für Juni, Juli und August erworben werden. Die Gesamtkosten für den Sommer im öffentlichen Nahverkehr belaufen sich also auf maximal 27 Euro. Wichtigste Information: Das Ticket gilt für den gesamten öffentlichen Nah- und Regionalverkehr in Deutschland, also Busse, S-, U- und Trambahnen sowie Regionalzüge. Schnellzüge, also IC, EC und ICE können damit nicht genutzt werden.

Am 1. Juni startet die Gültigkeit des deutschlandweiten 9-Euro-Tickets. Verfügbar ist es seit Montag (23. Mai).
Am 1. Juni startet die Gültigkeit des deutschlandweiten 9-Euro-Tickets. Verfügbar ist es seit Montag (23. Mai). © Christoph Hardt/Imago

Frankfurt: Hier können Sie das digitale 9-Euro-Ticket erwerben

Der digitale Vorverkauf des 9-Euro-Tickets läuft in einigen Regionen bereits seit Freitag (20. Mai) und stößt auf große Nachfrage. Wie ein Bahnsprecher auf Anfrage der Deutschen Presseagentur (dpa) mitteilte, seien bereits in den ersten Verkaufsstunden am Montagmorgen (23. Mai) über 50.000 Tickets verkauft worden, die Internet-Seite der Deutschen Bahn sei am Morgen wegen der großen Nachfrage kurzzeitig nicht erreichbar gewesen.

Neben der Website der Deutschen Bahn ist das 9-Euro-Ticket auch in der Bahn-App DB-Navigator erhältlich. Online verkauft wird das 9-Euro-Ticket außerdem, teils jedoch erst ab dem 1. Juni, auf den Websites sowie Apps vieler regionaler Verkehrsverbände, etwa dem RMV rund um Frankfurt oder dem NVV in Nordhessen. Wer nicht so lange warten will, erhält seine 9-Euro-Tickets in der Zwischenzeit über die Onlineangebote der Deutschen Bahn oder klassisch an den Verkaufsstellen vor Ort.

Verkaufsstellen in Frankfurt: 9-Euro-Ticket am Schalter und Fahrkartenautomat kaufen

Mit dem Verkaufsbeginn des 9-Euro-Tickets ist der Verkauf des bundesweiten Regional- und Nahverkehrsabos auch bei Verkaufsstellen der regionalen Verkehrsverbände (wie RMV und VGF in Frankfurt) sowie der Deutschen Bahn gestartet. Das bedeutet, dass das 9-Euro-Ticket ab sofort auch an Fahrkartenautomaten sowie am Schalter gekauft werden kann.

Teilweise ist das 9-Euro-Ticket auch beim Zug- und Buspersonal erhältlich. Das gilt für alle Angebote, bei denen Busfahrerinnen und Zugbegleiter auch regulär Zeitkarten wie Monats- oder Jahrestickets verkaufen.

Frankfurt: 9-Euro-Ticket gilt bundesweit im ÖPNV, und sogar in einigen Grenzregionen

Das 9-Euro-Ticket ist in ganz Deutschland in innerstädtischen Verkehrsmitteln sowie regionalen Bussen und Bahnen gültig, berechtigt jedoch nicht zur Benutzung von Schnellzügen wie ICEs, ICs oder ECs. Eine Ausnahmestrecke, auf der auch der IC generell mit einem Nahverkehrsticket nutzbar ist, ist die Fernverkehrsstrecke von Bremen Hauptbahnhof an die Nordsee Richtung Norddeich/Mole und Emden Außenhafen. Die Gültigkeit auf dieser Strecke werde nach Angaben des NDR derzeit noch abgestimmt.

Auf Ausnahmen achten müssen auch Fahrgäste, die mit der Bahn in Grenzregionen, zum Beispiel in Süddeutschland, unterwegs sind. So kommt man etwa im Netz der Bayerischen Regiobahn mit seinem 9-Euro-Ticket auch nach Salzburg Hauptbahnhof oder Kufstein in Tirol, muss dort für Busse und Bahnen im Stadtverkehr jedoch ein zusätzliches Ticket lösen.

9-Euro-Ticket in Frankfurt: Was ändert sich für Monats- und Jahreskarteninhaber?

Nicht eigens ein 9-Euro-Ticket anschaffen müssen alle, die bereits ein Jahres- oder Monatsticket für den Zeitraum des 9-Euro-Tickets gebucht haben. Diese Fahrkarten erweitern ohne weiteres Zutun automatisch ihre Gültigkeit, sodass sie deutschlandweit einsetzbar sind. Die Betragsdifferenz zwischen dem regulär gekauften Ticket sowie dem 9-Euro-Ticket wird nach Angaben der Verkehrsverbände entsprechend verrechnet. Kundinnen und Kunden, die regulär eine 9-Uhr-Jahreskarte haben, können im Aktionszeitraum zwischen Juni und August ihr Ticket auch schon vor 9 Uhr nutzen.

Im Fall von Monatskarten, die regulär eine Mitnahmeregelung haben, gilt diese nach den Bestimmungen des jeweiligen Verkehrsverbands weiterhin, allerdings ausschließlich im Bereich des Verkehrsverbunds, bei dem das Ticket gekauft wurde. Wer also seine RMV-Jahreskarte als 9-Euro-Ticket nutzt, darf im RMV-Bereich etwa am Wochenende eine zweite Person mitnehmen, über der Tarifgrenze benötigen die Mitfahrerin oder der Mitfahrer jedoch ein eigenes Ticket.

9-Euro-Ticket rund um Frankfurt: Kinder ab 6 Jahren benötigen eigenes Ticket

Ebenfalls automatisch als 9-Euro-Ticket deutschlandweit einsetzbar sein sollen Job-, Schüler und Semestertickets, die von den ausgebenden Stellen ebenfalls preislich verrechnet werden sollen, wie etwa der RMV in Frankfurt mitteilt. Für alle Kinder, die kein Schülerticket haben, muss ab dem Alter von 6 Jahren für die Mitfahrt ein eigenes 9-Euro-Ticket erworben werden. Kinder bis 5 Jahre fahren kostenlos mit.

Was die Mitnahme von Hunden oder Fahrrädern angeht, gelten die Regeln des jeweiligen Verkehrsverbands weiterhin. Wo Hunde- oder Fahrradtickets gelöst werden müssen, gilt dies auch beim Benutzen eines 9-Euro-Tickets weiter. Generell rufen viele Verbände, etwa der NVV, dazu auf, nach Möglichkeit vor allem in den Stoßzeiten auf eine Fahrradmitnahme zu verzichten. Der NVV weist darauf hin, dass das Mitnehmen von Fahrrädern zwar kostenlos ist aber nicht garantiert werden könne. Da Kinderwagen und Rollatoren in den entsprechenden Bereichen der Bahnen Vorrang haben, könnten die Beschäftigten die Mitnahme von Fahrrädern bei entsprechendem Fahrgastaufkommen verweigern. (ska)

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