Arbeiten an Autobahn

A661: Überraschende Wende bei Ausbau und Einhausung

Nach dem Hin und Her um den Endausbau der A 661 und den Bau eines Deckels über die Autobahn kommen sich Stadt und Land nun wieder näher. Das ist Ergebnis eines Telefonats.

Frankfurt - „Der Ausbau und die Einhausung sollen aufeinander abgestimmt werden und möglichst Hand in Hand laufen.“ Das erklären Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Sie bekräftigen „das gemeinsame Ziel“, sowohl die Vervollständigung der Autobahn 661 als auch den Bau des Deckels darüber „anzugehen“.

Endausbau der A661 ist schon lange genehmigt

Ein Telefonat hätten die beiden am Donnerstag geführt, heißt es in einer Erklärung. Das Land ist für den A 661-Ausbau zuständig. Genehmigt ist der Endausbau auf vier vollwertige Fahrstreifen schon lange. Die Stadt hatte kürzlich beschlossen, die Autobahn zwischen Seckbach und Bornheim mit einer 1100 Meter langen Einhausung überdeckeln zu wollen. „Die Einhausung ist eine große Chance“, erklären Al-Wazir und Josef. „Sie verbessert die Lebensqualität, hebt die trennende Wirkung der A 661 auf und ermöglicht den Bau von bezahlbarem Wohnraum in Hessens größter Stadt.“

Es besteht Einigkeit zwischen Stadt und Land

Die Stadt setzt auf Einsparungen, wenn sie den Deckel bis 2028 zeitgleich zum Autobahnausbau errichten kann. Das Land hatte zuletzt aber abgelehnt, mit dem Ausbau auf die Stadt zu warten. Nun erklären der Minister und der Stadtrat: „Einigkeit besteht zwischen Stadt und Land auch hinsichtlich des Planungsablaufs: Der bereits weit fortgeschrittene Stand des Planungsverfahrens der A 661 macht es erforderlich, für die Einhausung ein gesondertes Planfeststellungsverfahren zu betreiben.“ Und sie unterstreichen: „Beide Vorhaben sollen aufeinander abgestimmt werden, um Kosten einzusparen und Synergien zu nutzen.“ Stadt und Land würden noch vor der Sommerpause eine Verwaltungsvereinbarung schließen. Man sei „in engen und konstruktiven Gesprächen“.

Die Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen hält eine getrennte Planung von A 661-Ausbau und -deckel für „realen Irrsinn“. Den Bürgern sei keine Dauerbaustelle zuzumuten, wenn die Projekte auch gleichzeitig realisiert werden könnten. Das gemeinsame Vorgehen spare zudem Kosten für den Steuerzahler.(dpg)

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