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Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa

„saftige Geldstrafe“ 

Frankfurterin vermietet Wohnung über Airbnb - und muss 6000 Euro zahlen 

Eine Frau aus Frankfurt hat ihre Wohnung über Airbnb vermietet - jetzt muss sie ein riesiges Bußgeld zahlen. „Ein Exempel“, meint der Deutsche Mieterbund.

Frankfurt - Eine Frau aus Frankfurt muss 6000 Euro Bußgeld zahlen, weil sie ihre Wohnung ohne entsprechende Genehmigung als Ferienwohnung über die Zimmervermittlung Airbnb vermietet hat. Sie hatte mehrfach Feriengäste für mehrere Tage zu einem Preis von bis zu 150 Euro pro Nacht bei sich einquartiert, wie das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Mittwoch mitteilte. 

Frankfurt: Vermieterin wird zu Bußgeld verurteilt 

Gegen eine Verurteilung zu einer Geldbuße durch das Amtsgericht Frankfurt hatte die Frau wegen angeblicher Rechtsfehler Beschwerde eingelegt. Das OLG wies den Widerspruch nun als unbegründet zurück. Das Bußgeld ist somit rechtskräftig. „Es ist eine saftige Geldstrafe und es spricht vieles dafür, dass hier ein Exempel statuiert wurde“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes, Ulrich Ropertz. Die Frau hatte mehrfach versucht, an eine Erlaubnis zur Nutzung ihrer Wohnung als Feriendomizil zu gelangen. Die Stadt Frankfurt hatte dies immer wieder abgelehnt. Nach dem hessischen Wohnungsaufsichtsgesetz können „Gemeinden mit angespannten Wohnungsmärkten“ für die Weitervermietung einer Wohnung als Ferienwohnung eine Genehmigung verlangen. Mit einer solchen Genehmigung dürfen Wohnungen dann maximal acht Wochen im Jahr an Feriengäste oder als Zimmer für Messegäste vermietet werden. 

Oberlandesgericht weist Einspruch zurück 

Durch die vermittelten Privatwohnungen gehe in beliebten Regionen Wohnraum für reguläre Mieter verloren, hieß es in einer Stellungnahme des Mieterbundes Hessen aus dem Juli. „Das hat große Auswirkungen auf den Mietenmarkt, weil Vermieter das schnelle Geld sehen“, sagte der Mieterbund-Vorsitzende Gert Reeh vor einem Monat.   (dpa)

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