+

Weltweite Solidarität

Tanzen gegen Gewalt: "One Billion Rising" in Frankfurt

Am internationalen Aktionstag der Gewalt gegen Frauen tanzt Frankfurt als Akt der Solidarität und des gemeinsamen Aufstehens an der sogar gleich zweimal!

Der 14. Februar ist in diesem Jahr nicht nur der alljährliche Tag der Liebe, der roten Herzchen und Rosen sondern 2019 auch der "V-Day - One Billion Rising" - der internationale Aktionstag gegen Gewalt an Frauen. 

Zwei Tanz-Demos in Frankfurt

Auch in Frankfurt erhebt sich an diesem Tag  - sogar zweimal: Die erste Demo beginnt um 14 Uhr in der Königsteiner Straße in Höchst, bevor um 17 Uhr die zweite Demo vor der Katharinenkirche an der Hauptwache startet.

Zu diesem Anlass tanzen Frauen und Männer in Frankfurt eine Choreographie zu dem Lied "Break the Chain" - Zerreißt die Ketten! Es ist ein globaler Streik, ein globales Aufstehen, das das Ausmaß der alltäglichen Gewalt gegen Frauen noch einmal verdeutlichen soll.

Eine Solidarität gegen Gewalt an Frauen

2012 wurde "One Billion Rising" von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert. Es ist "ein Akt weltweiter Solidarität, eine Demonstration der Gemeinsamkeit", beschreibt sich die Aktion selbst auf ihrer Internetseite. Tanzen sie dafür das geeignetste Mittel - denn diese Sprache versteht jeder.

Jede dritte Frau wird weltweit Opfer von Gewalt

Der Name "One Billion" kommt von der UN-Statistik, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben Opfer von Gewalttaten wird - weltweit also eine Milliarde. In Deutschland haben rund 35 Prozent aller Frauen körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. 67 Prozent meldeten derartige Vorfälle innerhalb einer Partnerschaft nicht der Polizei oder einer Organisation.

Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen"

Zu diesem Anlass sollen auch die Hilfsangebote hervorgehoben werden, zum Beispiel das Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen". Dieses ist 365 Tage im Jahr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 0116 016 erreichbar. Die Beratung ist anonym.

Die hessische Polizei steht Gewaltopfern zur Seite und verfügt daher in allen Polizeipräsidien über Ansprechpartner für die Bereiche Opferschutz sowie Häusliche Gewalt.

von Annalena Barnickel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare