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In Sachsenhausen stand 2016 die Unterführung Schweizer Straße im Bereich des Südbahnhofs nach Starkregen unter Wasser.

Unwetter

Klimawandel: "Frankfurt muss zur Schwammstadt werden"

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Seit vergangenen Sommer steht für viele fest: Der Klimawandel ist da. Eine Folge können Unwetter mit Starkregen sein. Um sich dagegen zu wappnen, hat Frankfurt die Arbeitsgruppe „Starkregenvorsorge“ eingerichtet.

Frankfurt - So unerwartet und schnell sie kommen, so schnell sind sie auch wieder weg, doch ihre Folgen sind immens. Die Rede ist von Unwettern mit Starkregen, die Straßen und Keller fluten. Im letzten Hitzesommer folgten nach den heißen Temperaturen Überflutungen, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer.

Frankfurt: Arbeitsgruppe gegen Starkregen

Um sich vor Starkregen besser zu wappnen, hat die Stadt bereits 2017 die ämterübergreifende Arbeitsgruppe „Starkregenvorsorge“ eingerichtet. Das berichtete Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) gestern Abend im Stadtparlament. Hintergrund war eine Frage der Grünen-Stadtverordneten Ursula auf der Heide, die wissen wollte, was Frankfurt unternimmt, um den gefährlichen Auswirkungen der Klimaerwärmung entgegenzuwirken.

„Die Arbeitsgruppe soll Maßnahmen zur Risikominimierung erörtern und diese auch in die Wege leiten“, sagte Heilig. Für die Projektleitung wurde eine Stelle im Umweltamt eingerichtet. Vorrangigste Aufgabe sei die Erstellung von Starkregengefahrenkarten, welche die Fließwege simulieren und maximale Wasserstände darstellen. Bis Mitte 2020 sollen die Karten fertig sein. Sie dienen als Handlungsgrundlage für Ämter, Politiker, Projektentwickler und Bürger. Zudem soll gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst überlegt werden, wie die Vorhersagen für Starkregen verbessert werden können.

Was kann Frankfurt tun?

Auf der Heide begrüßte die Initiative der Stadt. Sie mahnte allerdings an: „Frankfurt muss zur Schwammstadt werden.“ Alle Maßnahmen müssten dafür sorgen, dass nicht zu viel Wasser zu schnell in die Kanäle gelange. Deshalb müssten Flächen entsiegelt, Dächer begrünt und Auffangbecken installiert werden.

Für den Stadtverordneten Robert Lang (CDU) ist klar, dass Bodenversiegelungen, die unnötig sind, verhindert werden müssen. „Wir haben eine Verantwortung für künftige Generationen. Wir dürfen nicht alles zubetonieren. Freiflächen werden mehr gebraucht denn je.“ Der Stadtverordnete Patrick Schenk (CDU) warf der Stadt vor, das Thema verschlafen zu haben.

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