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Autofahrer im Frankfurter Nordend mit Waffe bedroht – Polizei nimmt Täter sofort fest

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Polizeieinsatz auf der Friedberger Landstraße: Am Samstagnachmittag zieht dort ein junger Autofahrer eine Waffe, bedroht zwei Männer in einem anderen Fahrzeug.

Ein Polizist führt einen Verdächtigen ab. Der Mann soll zwei andere Männer aus dem Auto heraus mit einer Waffe bedroht haben. Foto: Hamerski

Frankfurt - Am Samstag hat die Polizei um 16.15 Uhr einen Mann festgenommen, der zuvor zwei andere Autofahrer mit einer Waffe bedroht hatte. Bei ganz normalem Samstagsnachmittagsverkehr blockiert die Polizei gegen 16.15 Uhr mit vier Einsatzfahrzeugen und Blaulicht die linke Spur die Friedberger Landstraße stadteinwärts kurz vor der Kreuzung an der Nibelungenallee. Ein Audi-Kombi mit Frankfurter Kennzeichen wird gestoppt.

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Zwei Männer wurden auf der Friedberger Landstraße mit der Waffe bedroht

Der junge Fahrer in schwarzen Jeans und schwarzem Blouson wird aus dem Wagen geholt.Handschellen klicken,  er wird sofort in einen Einsatzwagen der Polizei geführt. Der Mann mit kurzen braunen Haaren spricht dabei leise mit den Polizisten und schüttelt dabei den Kopf. In etwa 100 Meter Entfernung steht ein schwarzer BMW mit Warnblinklicht. Zwei Männer sitzen mit blassen Gesichtern auf den Vordersitzen. Der Wagen ist im Main Taunus Kreis zugelassen. Erst kurz zuvor wurden sie auf der Friedberger Landstraße von dem Fahrer des Audis mit einer Waffe bedroht.„Keine Fotos, keine Fotos von uns“, sagen sie. 

Ein Polizist hat die sichergestellte Waffe in einen Beweisbeutel gesteckt. Foto: Hamerski

 Warum sie bedroht wurden und ob sie den Fahrer des Kombis kennen, sagen sie nicht. Bei der Wagendurchsuchung werden die acht Beamten des 12. Reviers schnell fündig. Die Waffe, mit der die beiden Männer bedroht worden sind, stellt sich als Schreckschusspistole heraus. Sie wird sichergestellt und in einer durchsichtigen Plastiktüre verstaut. Danach entdecken die Einsatzkräfte noch weitere Waffen im Wagen und eine Fotokamera.  Einer der Polizisten fasst zusammen. „Da kommt was zusammen: Auf jeden Fall Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz.“ Er schließt den offenen Kofferraum.

Passant erinnert sich an heftige Szene vor einiger Zeit

Der Wagen wird zum Polizeipräsidium gebracht, während der festgenommene Fahrer in Handschellen von vier Beamten in einen größeren Einsatzwagen geführt wird. Auch er wird ins Präsidium gefahren, die Fahrbahn wird wieder für den Verkehr auf beiden Spuren freigegeben. Einen Passanten, der das Geschehen beobachtet, erinnert die Situation an eine frühere Bedrohung. „Vor vier oder fünf Jahren gab es hier schon Mal eine richtig heftige Szene“, sagt er. Ebenfalls in der Nähe der Fachhochschule sei jemand mit einer Waffe bedroht worden. „Da war eine Gruppe Männer zu Fuß unterwegs. Es gab eine brutale Schlägerei, ein Mann wurde zu Boden gestoßen, ein anderer zielte mit einer Pistole auf ihn.  Das war brutal. Auch damals war die Polizei schnell vor Ort. Sicherlich ist auch deshalb ist nichts Schlimmeres passiert. Da wurde kein Schuss abgegeben.“ (bi)

Immer wieder fühlen sich Menschen von Waffen bedroht. Ein Mann war in Frankfurt-Sindlingen mit Waffe unterwegs

Rubriklistenbild: © Hamerski

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